Arbeitsgruppe Rheintor und Initiative „Linz gestalten – Leben in der Altstadt“ luden zum Informationstermin
Neue Ideen für historische Räume
Konzepte für eine zukünftige Nutzung des Linzer Rheintors gesucht
Linz. Eines der einprägsamsten Wahrzeichen der Bunten Stadt am Rhein ist das Rheintor, hinter dem sich dem Besucher die Altstadt eröffnet. Das 600 Jahre alte, turmartige Bauwerk aus Basalt und Schieferbruchstein überragt eindrucksvoll den Burgplatz und diente lange Jahre dem Künstlerehepaar Bernhard und Gabriele Hofer als Atelier und Wohnung. Aus deren Nachlass soll nun eine Ausstellung konzipiert werden (Termin und Ort werden noch bekannt gegeben). Während eines Tages der offenen Tür am Samstag, 1. Dezember zwischen 14 und 18 Uhr, können zudem Interessierte Gegenstände aus dem Leben und Alltag der beiden Künstler gegen einen kleinen Obolus erwerben.
Nach der Sanierung des Neutors, die sich bereits in vollem Gange befindet, soll nun auch das Rheintor im Rahmen des ISEK, des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, eine Rundum-Erneuerung erfahren. Schon 2020 ist geplant, das denkmalgeschützte Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen – mit rund einer halben Million Euro wurden die Sanierungskosten veranschlagt. Die Nutzung des Erdgeschosses ist bereits festgelegt: hier wird die Stadt Linz neue Besucher-Toiletten einrichten und damit ihren Gästen in Zukunft ein erhebliches Mehr an Komfort bieten können. Durch den Einbau der öffentlichen Toiletten sind 2020 Sanitäranlagen in ausreichender Zahl bereits vorhanden und können bei der Planung einer zukünftigen Verwendung mit einbezogen werden.
Denn dies war das Hauptanliegen der Arbeitsgruppe Rheintor und der Initiative „Linz gestalten – Leben in der Altstadt“ als sie bei ihrem Pressetermin das Projekt und das Bauwerk in allen Einzelheiten vorstellten: Sie wünschen sich Konzepte und Ideen für die Nutzung des symbolhaften Baus. Bürger, Vereine und Initiativen sind dazu aufgerufen, sich Gedanken darüber zu machen, welchem besonderen Zweck sie diesem außergewöhnlichen Gebäude zuführen möchten. Die bisher eingegangenen Vorschläge weisen ein breites Spektrum auf: von einem Karnevalsmuseum über einen Jugendtreff bis hin zu einem Kulturcafé im Stile des Linzer Kultlokals „Pepper’s“ – die fünf harmonisch geschnittenen Räume zwischen 15 und 20 qm bieten Platz für die Realisierung von sehr unterschiedlichen Konzepten.
Bis Mitte des Jahres 2019 kann jeder Bürger, jeder Verein und jeder Club dem Stadtrat entscheidungsreife Vorschläge unterbreiten und so einen gar nicht so kleinen Fußabdruck in der Linzer Historie hinterlassen. Selbstverständlich ist es möglich, das Gebäude zu diesem Zweck auch einmal von innen in Augenschein zu nehmen. Bei Besichtigungswünschen und Fragen zu Rahmenbedingungen des Projektes wenden sich Interessierte bitte an City Managerin Karin Wessel unter karin.wessel@linz.de.
Die hellen Atelierräume würde zunächst niemand in dem massiven Bauwerk vermuten.
