Neue Ideen zur Finanzierung
Kreis Ahrweiler. Mit neuen Ideen zur Finanzierung des Hochwasserschutzes hat die FDP in der jüngsten Sitzung des Kreistags einen Akzent gesetzt. Die Liberalen regen an, Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes gezielt für den Bau von Hochwasserrückhaltebecken einzusetzen.
Der Kreis Ahrweiler hat kürzlich den Beitritt zum Gewässerzweckverband beschlossen. Ziel ist der Bau mehrerer Hochwasserrückhaltebecken, um bei künftigen Starkregenereignissen unkontrollierte Abflüsse ins Ahrtal zu verhindern. Ungeklärt ist bislang jedoch die Finanzierung dieser Maßnahmen. Trotz in Aussicht gestellter Zuschüsse von Land und Bund würden auf den Kreis und die Kommunen weiterhin Kosten in dreistelliger Millionenhöhe zukommen.
Vor diesem Hintergrund schlägt die FDP vor, die Landrätin zu beauftragen, gemeinsam mit den Kommunen zu prüfen, ob und in welchem Umfang Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes für diese Investitionen eingesetzt werden können. Nach aktuellem Stand soll der Kreis Ahrweiler daraus rund 107 Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren erhalten. Ein Drittel der Mittel ist für den Kreis, zwei Drittel für die Kommunen vorgesehen – jeweils für Investitionen.
„Es liegt im gemeinsamen Interesse von Kreis und Kommunen, diese Mittel für Investitionen in den Hochwasserschutz einzusetzen“, erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Ulrich van Bebber. Der Hochwasserschutz sei ein existenzielles Zukunftsthema für den Kreis Ahrweiler. „Bei dieser Frage darf es keine Interessenkonkurrenz zwischen Kreis und Kommunen geben. Ein wirksamer Hochwasserschutz dient allen Menschen im Kreis Ahrweiler“, so van Bebber.
Der Kreistag hat beschlossen, die neuen Ideen zur Finanzierung des Hochwasserschutzes im Kreis- und Umweltausschuss weiter zu vertiefen.
Pressemitteilung
FDP-Kreisverband Ahrweiler
Hochwasserschutz ist für die Liberalen ein existenzielles Zukunftsthema, hier diskutieren David Jacobs mit (von rechts) Dirk Herminghaus, Christina Steinhausen, Rolf Deißler, Ulrich van Bebber und Wolfgang Reuß über die Folgen der erhöhten Durchflusswerte an der Ahr. Foto:Rolf Deißler
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