Allgemeine Berichte | 22.01.2019

Erhalt der historischen Koisdorfer Streuobstwiesen

Neue Initiative formiert sich

Viele interessierte Bürger waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen und diskutierten über der Erhaltung der Streuobstwiesen.Foto: RASCH

Koisdorf. Für eine Ortslage in der Eifel gehören sie einfach ganz natürlich dazu. Die Rede ist von den regionstypischen Streuobstwiesen, die natürlich auch die Ortslage des Sinziger Höhenorts Koisdorf einrahmen.

Bei einem Spaziergang rund um Koisdorf findet man auf den Wiesen einen zum Teil sehr alten Baumbestand - hauptsächlich Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume. Doch die Hochzeiten der intensiven Nutzung der Streuobstlagen sind längst vorbei. Heute werden die Wiesen kaum noch zu Obsternte oder zur Viehweide intensiv genutzt. Daher sind viele Bäume bereits abgestorben oder in einem sehr schlechten Zustand. Viele würden sich aber durch entsprechende Pflege durchaus noch lange Zeit am Leben halten lassen.

Eine neue Initiative will etwas für dieses alte und auch in Koisdorf prägende Kulturgut Streuobstwiesen tun.

Rund ein Dutzend Koisdorfer, darunter Ortsvorsteher Karl-Heinz Arzdorf und der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Willy Engel, trafen sich jüngst im Dorfgemeinschaftshaus Wendelinusstube. Die Initiative zur Einladung hatte Markus Isenhoefer ergriffen.

Wer besitzt Obstbäume, die er reaktivieren oder „einer pflegenden Hand“ überlassen möchte?, Wer hat Interesse, die Artenvielfalt auf unseren heimischen Streuobstwiesen zu erhalten? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?, diese Fragen hatte Isenhoefer sozusagen der Veranstaltung vorangestellt.

Viele der Koisdorfer, die zur Auftaktveranstaltung gekommen waren, nutzen ihre Streuobstwiesen übrigens noch zum Apfelsaft machen oder zum Einkellern. Aber wenn ein Dutzend Koisdorfer zusammenkommen, dann weiß man natürlich auch längst, welche Streuobstwiesen nicht mehr intakt sind oder längst von Brombeeren überwuchert sind. In der kleinen Dorfgemeinschaft kennt man sich halt bestens aus.

„Vom Dorf fürs Dorf“

Einig war man sich aber auch darüber, dass etwas geschehen muss. Wie genau, dazu sollen in den kommenden Wochen die Möglichkeiten ausgelotet werden. Und davon gibt es einige. Die Stadt Sinzig unterstützt die Anschaffung neuer Bäume. Gleiches gilt auch für den Kreis Ahrweiler. Und selbst die Europäische Union hat entsprechende Programme aufgelegt. Gehandelt werden soll dabei nach dem Prinzip „vom Dorf fürs Dorf“.

„In den nächsten Wochen wollen wir uns per Ortsbegehung ein ganz genaues Bild von der Situation machen“, so Markus Isenhoefer zum weiteren Vorgehen. Die Baumpflege und der Baumschnitt gehen natürlich nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse. Deshalb ist ein Besuch eines entsprechenden Baumschnitt-Kurses geplant oder aber gar die Durchführung eines solchen im Dorf selbst. Zudem soll erfasst werden, welche Obstsorten um das Dorf herum überhaupt stehen.

Geplant ist wie gesagt eine Nutzung für die Dorfgemeinschaft etwa unter dem Motto „Apfelsaft fürs Dorf“.

Im Blick hat man auch, dass viele der alten Obstbäume längst zu beliebten Nistplätzen für seltene Vogelarten geworden sind. Auch da braucht es natürlich entsprechende Konzepte, und so hat man sich in der Gruppe vorgenommen, die Zusammenarbeit mit dem BUND zu suchen.

Am ersten Kennenlernen-Abend ergaben sich auf jeden Fall schon eine ganze Reihe von interessanten Gesprächen. Kontakt zu der sich formieren Gruppe kann man unter Tel. (0 26 42) 4 51 17 (Markus Isenhoefer) oder aber per Mail unter isenhoefer@gmail.com aufnehmen. Der Termin für ein nächstes Treffen wird zeitnah bekannt gegeben.

BL

Viele interessierte Bürger waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen und diskutierten über der Erhaltung der Streuobstwiesen.Foto: RASCH

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  • Peter Heinrichs : Ein sehr ausführlicher Bericht über eine so wunderbare Sache. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter Anna Fraser.
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