Pflanzaktion der Cochemer Soroptimistinnen im Treiser Schock
Neue Mammutbäume für den Schulwald
Treis-Karden/Cochem. Mit einer besonderen Aktion für die Natur warteten die Cochemer Soroptimistinnen um ihre Präsidentin Josefa Klötsch zum 100-jährigen Jubiläum des Club Soroptimist International (SI) im Schulwald auf dem Treiser Schock auf. In diesem Zusammenhang pflanzten sie 31 neue Mammutbäume. „Dies bedeutet, ein Baum für jede Clubschwester, sowie ein Baum für die Präsidentin des Clubs Deutschland, Renate Tewaag“, so Josefa Klötsch. SI-Präsidentin Tewaag war es dann auch, die zusammen mit Revierförster Hans Josef Bleser die Pflanzaktion vor Ort unterstützte. Dabei ist die Idee dafür laut den Cochemer Clubschwestern nicht ganz zufällig entstanden. So bestand der erste Erfolg der vor 100 Jahren neu gegründeten Frauenvereinigung darin, dass sie sich für die Rettung der Mammutbäume im heute noch bestehenden Sequoia-Nationalpark in Kalifornien einsetzten. Fernerhin möchten die Soroptimistinnen, deren Anliegen unter anderem auch Nachhaltigkeit ist, den Revierförster bei der Wiederbewaldung des Treiser Schocks unterstützen. Bereits in den 1950er Jahren hatte der damalige Förster Karl Bungart, Vater der Clubschwester Cornelia Layaa-Laulhé, mit der Gründung des Schulwaldes begonnen. Heute wird das Projekt von Revierförster und Ortsbürgermeister Hans Josef Bleser erfolgreich weitergeführt. Inzwischen konnten mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Schule in Treis insgesamt bereits 8500 Bäume gesetzt werden. An den jetzt neu bepflanzten Stellen standen zuvor überwiegend Buchen und Fichten. „Diese Bäume kommen mit dem Klimawandel und der zunehmenden Trockenheit nicht gut klar“, sagt Bleser und er setzt deshalb auf eine Mischbepflanzung mit verschiedenen Sorten. Für ihn ist es eine Art Experiment, denn welche Baumart mit dem Klimawandel am besten zurechtkommt, wird sich laut dem Revierförster erst noch rausstellen. Unter Einhaltung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln beteiligten sich insgesamt drei Clubschwestern an der Aktion, zu denen auch Cornelia Layaa-Laulhé gehörte. Unter Zuhilfenahme eines Erdbohrers wurde zunächst eine Vertiefung geschaffen, in welche die neuen Setzlinge eingebracht wurden. Bis die Bäume allerdings die bekannten amerikanischen Ausmaße annehmen, werden wohl noch einige Jahrzehnte ins Land gehen. Ausgewachsene Mammutbäume können indes eine Höhe von bis zu 80 Metern erreichen. Derweil freuen sich die Cochemer Clubschwestern gemeinsam darüber, mit ihrer lobenswerten Aktion einen wertvollen Beitrag zum Wohl der Natur geleistet zu haben.
TE
