Allgemeine Berichte | 30.11.2017

Neue Öfen schonen Geldbeutel und Umwelt

Förderprogramm: Haus- und Wohnungseigentümer können profitieren - Kreis Ahrweiler waldreich - Holznutzung sorgt für Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung

Zwischen 300 und 800 Euro an Förderung verspricht das sogenannte „1.000-Öfen-Programm“ des Landes Rheinland-Pfalz für jeden hocheffizienten Feststoffbrenner, der einen alten Ofen ersetzt - in der Regel aus dem Zeitraum von 1985 bis ‚95. Gerade in waldreichen Regionen wie dem Kreis Ahrweiler sind Holzöfen weit verbreitet. Ihre Besitzer können vom Förderprogramm „1.000 effiziente Öfen für Rheinland-Pfalz“, so der offizielle Titel, profitieren. Einzelheiten nennt die Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Von unterschiedlichen Betriebsformen weiß Udo Kopp vom BioWärmeZentrum des Landes und für den AW-Kreis zuständig zu berichten. Das Spektrum reiche von der reinen Krisenvorsorge (etwa wenn die eigentliche Heizung ausfällt) über „Wellness-Öfen“ für zusätzliche Behaglichkeit und Spitzenlast-Öfen für extrem kalte Tage bis hin zur Wärme-Grundversorgung. In Rheinland-Pfalz sind derzeit etwa 230.000 Einzelöfen in Betrieb, die älter als 20 Jahre sind. Der Austausch dieser Öfen durch moderne effiziente Modelle und damit die Sicherstellung des weiteren Einsatzes von Holz als regenerativem Energieträger leistet einen erheblichen Beitrag zur Energiewende im Land. Um rund 30 Prozent arbeiten Kopp zufolge moderne Modelle effizienter als alte Öfen - ein Ergebnis besserer Verbrennungstechnik. Entsprechend weniger Holz wird verbraucht, und durch optimierte Verbrennungstechnik entweicht entsprechend noch weniger Feinstaub in die Luft. Und: Die Holznutzung sichert Arbeitsplätze und trägt zur regionalen Wertschöpfung bei.

Damit Sie die Förderung im Rahmen des 1.000-Öfen-Programms in Anspruch nehmen können, müssen Sie:

• ein Haus oder eine Wohnung in   Rheinland-Pfalz besitzen und   selbst bewohnen,

• eine Privatperson sein und

• in Ihrer Immobilie einen alten   Ofen betreiben, der vor dem Jahr   1995 installiert wurde.

Die Förderhöhe kann je nach Effizienz des Ofens und des eingesetzten Brennstoffes 300 bis 800 Euro betragen. Die Effizienz des Ofens wird über den Wirkungsgrad erfasst, dabei ist bereits ab 82 Prozent Wirkungsgrad eine Förderung von 300 Euro möglich. Höhere Fördersummen sind beim Tausch zu noch effizienteren Öfen, beim Wechsel zu Pelletöfen und bei wassergeführten Öfen möglich.

Wichtig ist, die vorgegebenen Verfahrensschritte einzuhalten. Man sollte sich frühzeitig mit dem Schornsteinfeger besprechen, möglichst schon zu Beginn der Planung. Der Schornsteinfeger kann die richtige Leistungsstärke einschätzen. Häufig werden Öfen zu groß dimensioniert.

Fragen beantwortet die Energieagentur Rheinland-Pfalz unter ihrer Hotline (Telefon 0631 - 31 60 23 11) sowie über ihren Internet-Auftritt www.energieagentur.rlp.de/themen/waermewende/1000-effiziente-oefen-fuer-rheinland-pfalz/.

Fragen zu Heiztechnik mit Holz oder Pellets sowie zum richtigen Umgang mit Scheitholz beantwortet das BioWärmeZentrum des Landes unter Telefon 01522 - 88 50 550 oder per Mail www.wald-rlp.de/de/biowaermezentrum-rheinland-pfalz/.

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