Allgemeine Berichte | 12.12.2016

Feierliche Einweihung in Lantershofen

„Neue“ Simon Orgel erklingt in der St. Lambertus Kirche

Großes Orgelkonzert am 22. Januar

Spielten gemeinsam an der „neuen“ Lantershofener Simon Orgel: Die Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange. DU

Grafschaft-Lantershofen. Nach fast zwei Monaten des Sanierens, Stimmens und Einbauens war es jetzt endlich soweit: Die „neue“, gebrauchte Simon Orgel in der Lantershofener St. Lambertus Kirche entfaltete erstmals ihren vollen, runden Klangkörper im Rahmen eines sonntäglichen Gottesdienstes. Voll besetzt waren die Bänke des Gotteshauses zu dem von Regens Dr. Volker Malburg und Subregens Philip Peters zelebrierten Hochamt, bei dem die Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange beide an dem soeben eingesegneten, neuen Instrument zu sehen und vor allem zu hören waren.

Begonnen hatte der „Orgeltausch“ im Frühjahr 2015 mit dem Besuch des damaligen Orgelsachverständigen, Domorganist Josef Still, aus Trier. Er begutachtete die alte, 1971 erbaute Orgel und kam zu dem Urteil: „Mechanisch verbraucht, klanglich ein Kind ihrer Zeit und sehr spitz und scharf klingend.“ Sein Rat an die Verantwortlichen lautete kurz und knapp: „Sehen sie sich im Internet nach einem neuen Instrument um.“ Daraufhin wurden sechs Orgelbaufirmen beauftragt, für die Restauration der Mayer-Orgel ein Angebot abzugeben. Schließlich stellte sich heraus, dass durch eine Restauration zwar das vorläufige „Überleben“ des Musikgerätes gesichert, nicht aber dessen Klang verbessert würde. Im Mai 2016 konnte dann im westfälischen Selm endlich eine passende Orgel gefunden und auch gekauft werden. Diese eignet sich hervorragend, um bei den Gemeindemessen den Gesang zu führen, Chor und Schola zu begleiten, bei der Gesangsausbildung der Studenten des Studienhauses St. Lambert mitzuwirken, Gottesdienste und Andachten des Studienhauses mitzugestalten und bei Pontifikalämtern mit Bischöfen und Kardinälen eine adäquate musikalische Begleitung zu sichern.

103.000 Euro kamen durch Spenden zusammen

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 136.000 Euro und blieben damit zu 99,2 Prozent im vorgegebenen Kostenrahmen. 103.000 Euro hiervon konnten bereits durch Spenden generiert werden, darunter 50.000 Euro der „August-Dörner-Stiftung“. Hinzu kamen zahlreiche private „Orgelpfeifenpaten“, die sich an der Finanzierung beteiligten. Am Abbau der alten Mayer-Orgel waren etliche ehrenamtliche Helfer beteiligt, bei denen sich das „Orgelprojekt-Team“ um Pfarrer Alexander Burg und Subregens Philip Peters (kirchliche Belange), Heinrich Fuchs und Markus Prange (musikalische Elemente), Walter Moitz (Finanzen und Orgelpatenschaften) sowie Horst Peter Kujath als Orgelfachmann ebenso bedankte, wie bei allen Spendern und Unterstützern. Die Mayer Orgel erwarb übrigens ein Orgelbaumeister aus Slowenien, der sie in einer slowenischen Kirche installieren wird. An der Simon-Orgel wurden vom Team des ausführenden Orgelbaumeisters Siegfried Merten (Remagen) einige Veränderungen vollzogen. So musste unter anderem das Podest verkleidet werden, da die Orgel ebenerdig steht. Man entschied sich dazu, es symmetrisch links und rechts zulaufen zu lassen und an beiden Seiten mit einem Auftritt zu versehen. So wurde eine praktische Auftrittsfläche für Chor und Schola geschaffen. Anders als beim Vorgängermodell sitzt der Organist jetzt nicht mehr in der „Ecke“, sondern als sicht- und hörbarer Teil der Eucharistie-Feier mitten in der Gemeinde. Am 22. Januar 2017, 17.30 Uhr, wird es das erste große Orgelkonzert auf der Simon Orgel mit Domorganist Josef Still in Lantershofen geben.

Orgelexperte Horst Peter Kujath ließ die Geschichte der Orgel-Neuanschaffung noch einmal Revue passieren.

Orgelexperte Horst Peter Kujath ließ die Geschichte der Orgel-Neuanschaffung noch einmal Revue passieren.

Spielten gemeinsam an der „neuen“ Lantershofener Simon Orgel: Die Organisten Heinrich Fuchs und Markus Prange. Fotos: DU

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