Verborgene Relikte der nationalsozialistischen Vergangenheit dokumentarisch erkunden
Neue Stadtfotografin für Koblenz
Koblenz. Spannung herrscht im „ Euro-Raum „ der Sparkasse Koblenz am Wöllershof. Drei Finalisten unter den zahlreichen Bewerbern erwarten das Ergebnis der Auswahl. Dann die erlösenden Worte: Isabell Hoffmann ist die neue Koblenzer Stadtfotografin 2017/2018. Ein strahlendes Lächeln zeugt von der Freude über die Entscheidung der Jury. Mit 24 Jahren ist sie die Jüngste der beim Verein Koblenzer Stadtfotograf beworbenen Anwärter. „Ausschlaggebend für diese Entscheidung war der wirklich überzeugende Vortrag, wie Sie mit Ihrem gewählten Thema umgehen will. Dies hat Sie sehr sachlich vorgetragen. Sie will Koblenz gerne von der geschichtlichen Seite zeigen und wie heute hier mit der Geschichte der Nationalsozialistischen Zeit umgegangen wird„ so Heiner Schmitz, Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. Schmitz legt Wert auf die Feststellung, dass die eingereichten Arbeiten der beiden anderen Finalisten ebenfalls auch als sehr hochwertig zu betrachten sind. Auch Clara Röllinghof als Vorsitzende des Vereins ist von den Aspekten des gewählten Themas überzeugt und freut sich schon jetzt auf das Ergebnis der Arbeiten, die am 30. April 2018 in der Sparkasse Koblenz im Rahmen einer Ausstellung präsentiert werden. Schon im nächsten Monat will Isabell Hoffmann in Koblenz, das für sie noch „Neuland“ ist, ihre Arbeit aufnehmen. „Anfangen werde ich mit Recherchen in den Archiven, bevor ich dann baldmöglichst mit dem Fotografieren beginne. Dabei wird es mir nicht nur um Gedenkorte gehen, die schon erschlossen sind, sondern auch um Stellen, die unbekannt und jetzt gar nicht mehr sichtbar sind. Wie stellen sich diese Plätze jetzt dar?„ so schildert Hoffmann ihre derzeitigen Planungen.
Gratulation von Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig.
Beifall für die Gewinnerin, Isabell Hoffmann. Foto: Thomas Frank
Isabell Hoffmann und Clara Röllinghoff. Foto: Thomas Frank
