Politik, Vereine, Träger und ausführende Firma trafen sich zum ersten Spatenstich
Neuer Kunstrasenplatz für Sportplatz Unkel
Unkel. „Wenn das Wetter mitspielt, ist der Platz noch vor Ostern fertig“, sagt Dirk Sterenborg. Seine „SportsGrassGmbH Dirk Sterenborg und Bernd Kruse aus Erpel als GBR“ wird in Unkel den lang ersehnten Kunstrasenplatz bauen.
Der vorhandene Hybridrasenplatz war schon knapp drei Jahre nicht mehr nutzbar. Deshalb mussten Unkeler Vereine auf Nachbarorte ausweichen. Erpel zum Beispiel, die haben schon einen Kunstrasenplatz. Die Ausstattung des Platzes mit Kunstrasen wird rund 500.000 Euro kosten. 250.000 Euro steuert Unkel bei, die andere Hälfte finanziert sich aus gesammelten Spenden. Gerald Muß, Vorsitzender der extra gegründeten Stiftung Jugend, Sport und Integration Unkel, hat deshalb auch ausdrücklich allen Spendern gedankt, dass es gelungen sei, den Betrag in so kurzer Zeit zusammen zu bekommen.
Zu Ostern könnte der Ball wieder rollen
Auch Stadtbürgermeister Alfons Mußhoff freute sich, dass „hier nun bald wieder der Ball rollt“ und vor allem auch, dass ein Festpreis vereinbart werden konnte und die Finanzierung nun steht. Beim symbolischen Spatenstich am 26. Januar hätte man fast noch die Spaten des letzten Spatenstiches verwenden können. Vor rund 10 Jahren, 2016, fand der Spatenstich zum damaligen Hybridrasenplatz statt, auch an einer Ausgrabung auf dem Spielfeld. Der wurde im Mai 2018 feierlich eröffnet, hielt aber wegen starker Inanspruchnahme nur rund 5 Jahre. Knapp drei Jahre ohne nutzbaren Sportplatz haben in Unkel zur Sportlerabwanderung geführt: Mitglieder in zweifacher Mannschaftsstärke seien abgewandert, berichtete Torsten Straußfeld vom FC Unkel 80. Wenn erst der Kunstrasenplatz nutzbar ist, hofft er darauf, dass die Mitgliederzahl wieder wächst.
Kunstrasenplatz muss pfleglich behandelt und regelmäßig gewartet werden
Vor dem künftigen Fußballtraining auf nahezu unverwüstlichem Kunststoff – bei guter Pflege würden solche Plätze 15- 20 Jahre halten, so Dirk Sterenborg – steht gewissermaßen ein Verhaltenstraining. Die Nutzung solcher Plätze verlangt von den Sportlern einiges an Umsicht. „Das Torwarttraining darf natürlich nicht immer am gleichen Tor stattfinden, sonst gibt es eine ungleiche Abnutzung“, nannte Sterenborg als Beispiel für ungleichmäßige Abnutzung. Die Vereine würden daher vor Inbetriebnahme eine entsprechende Einweisung erhalten.
Reparaturen des Platzes würden teuer sein
Während Echtrasen gedüngt, nachgesät, gemäht und bewässert werden müsste, also einiges an laufender Pflege bedarf, müsse der Kunstrasen mit eingearbeiteten Quarzsand lediglich etwa alle 2 Wochen durchgebürstet werden. Und eine jährliche Kontrolle der Naht- und Klebestellen sei auch erforderlich, so Sterenborg. Im Rahmen der Garantiezeit übernimmt seine Firma diese Aufgaben. Dies, den pfleglichen Umgang und die gleichmäßige Nutzung der Kunstrasenflächen sollten alle Beteiligten Ernst nehmen: Der Austausch eines 11-Meter-Punktes würde im Reparaturbedarfsfall mit 1.000 Euro, die des 16-Meter-Raumes schon mit 25 – 30.000 Euro zu Buche schlagen. Kosten, deren Entstehung im Interesse aller unbedingt vermieden werden sollten. Sonst mutiert der Unkeler Sportplatz, in den vor 10 Jahren 776.000 und jetzt wieder 500.000 Euro investiert werden, zum Groschengrab.
AWI
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