Stadtverwaltung Koblenz stiftet Gedenktafel für die aus Koblenz verschleppten Sinti und Roma
Neuer Ort des Gedenkens
Koblenz. An der Gedenkstätte Ravensbrück fand eine besondere Zeremonie statt: Die Einweihung einer Gedenktafel für die Sinti und Roma aus Koblenz, die während des Nationalsozialismus nach Ravensbrück deportiert wurden. Das Denkmal, ein Geschenk der Stadt Koblenz, entstand durch die Initiative des Vereins „Kultur und Integration Rheinland-Pfalz e.V. (für Sinti und Roma und Menschen in Not)“. Der Vereinsgründer, der Koblenzer Swing-Musiker Django Heinrich Reinhardt, hat eine persönliche Verbindung zu dieser Geschichte. Sein Vater, Alfons Daweli Reinhardt, wurde als Zehnjähriger mit über 100 anderen Sinti aus Koblenz in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Später, im Jahr 1944, wurde die Familie nach Ravensbrück gebracht.
Dr. Andrea Genest, Leiterin der Gedenkstätte, begrüßte die Anwesenden. Dr. Margit Theis-Scholz, Bildungs- und Kulturdezernentin von Koblenz, betonte die Bedeutung der Erinnerung und mahnte zur Wachsamkeit: „Ein solches Zeichen symbolisiert nicht nur die Erinnerung an die damaligen Gräueltaten, sondern steht auch für die Notwendigkeit der gesamtgesellschaftlichen Aufarbeitung der Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma. Es gilt, gegenwärtig und zukünftig alles dafür zu tun, jeglichen Diskriminierungstendenzen entschieden entgegenzutreten und für Anerkennung, gesellschaftliche Akzeptanz und einen respektvollen Umgang miteinander zu sorgen.“
Lara Raabe, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Heidelberg, stellte die Arbeit ihrer Forschungsstelle Antiziganismus vor. Danach erzählten Django Heinrich Reinhardt und Marlon Reinhardt vom Verein über die familiäre Geschichte im Lager. Die musikalische Untermalung stammte von Taylor Swing & Marlon Reinhardt, Angehörige der Musikerfamilie Reinhardt.
Dr. Andrea Genest betonte die Bedeutung des Erinnerns: „Die Erinnerung an den nationalsozialistischen Völkermord an den europäischen Sinti und Roma ist besonders wichtig, weil das Leid vieler Angehöriger dieser Minderheit nicht mit dem Ende der NS-Herrschaft aufhörte. Es folgten Jahre des Kampfes um Anerkennung und Gleichberechtigung - ein Kampf, der bis heute währt. Deshalb muss das Gedenken an die Opfer auch mit dem Einsatz gegen die bis heute andauernde Diskriminierung verbunden sein.“
Der 2. August hat eine dunkle Geschichte: 1944 wurde das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau aufgelöst. Die SS tötete rund 4.300 verbliebene Insassen. Mehr als 1.000 wurden nach Ravensbrück verlegt. Im besetzten Europa wurden Hunderttausende Sinti und Roma von der SS ermordet. Der 2. August ist seit 2015 der Europäische Gedenktag für die Opfer des Porajmos.
BA
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