Allgemeine Berichte | 08.06.2018

Erster Seniorentreff im „Haus am Lindenbaum“

Neuer Treffpunkt für Senioren fand großen Anklang

Seniorentreff soll nun alle 14 Tage stattfinden

Mendigs Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel (l.) eröffnet gemeinsam mit Karl Gunkel (r.) den Seniorentreff im „Haus am Lindenbaum“. -UBU-

Mendig. Rund 55 Seniorinnen und Senioren kamen vergangenen Mittwoch zum ersten Seniorentreff in das „Haus am Lindenbaum“ im Stadtteil Obermendig. „Das sind wesentlich mehr, als ich erhofft habe“, freut sich Karl Gunkel, 1. Vorsitzender vom Verein „Pro-Mendig e.V. über den gelungenen Start. Der von dem noch jungen Verein (gegründet im Juni 2017) initiierte Treff soll fortan alle 14 Tage stattfinden. „Wir möchten unseren älteren Mitbürgern einen aktiven Nachmittag bieten und ihnen damit einen Ansporn für körperliche und geistige Aktivitäten geben, zudem können sie Kontakte knüpfen und somit Wege aus der Einsamkeit finden“, betont Gunkel. „Dass so viele gekommen sind, beweist welche Lücke wir mit dem Seniorentreff schließen“, so der Pro-Mendig-Vorsitzende. Immerhin lebten in der Stadt mehr als 1700 Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Spezielle Angebote für diese Bevölkerungsgruppe seien aber kaum vorhanden.

Die Seniorinnen und Senioren hatten es sich derweil im Hof vor dem Eingang des Hauses auf Stühlen gemütlich gemacht, und warteten bei Erfrischungsgetränken gespannt darauf endlich ihr neues Domizil zu begutachten. Nachdem Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel die Gäste begrüßt und symbolisch das rote Band durchgeschnitten hat, machten sich die Besucherinnen und Besucher auf den Weg in den Raum, der im ersten Stock des Gebäudes liegt. Nicht allen der betagten Gäste, insbesondere denen die auf Gehhilfen angewiesen sind, fiel es leicht, die Treppe zu bewältigen. Dieser Wermutstropfen ist auch den Veranstaltern bewusst. „Wir sind überglücklich, dass die Stadt uns diesen Raum mietfrei zur Verfügung gestellt hat“, sagt Gunkel, „sonst hätte das Projekt nicht stattfinden können.“ Andere Raumangebote hätte es keine gegeben. Dennoch müsse man sich Gedanken darüber machen, wie das „Treppenproblem“ zu lösen sei, schwebt Gunkel der Einbau eines Treppenliftes vor. Schließlich sollten ausnahmslos alle älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger an diesem Projekt teilhaben können. Der Einbau eines Aufzuges ist laut Ammel aus baulichen Gründen nicht möglich. Die Installation eines Treppenliftes sei jedoch denkbar. „Sollte sich die Veranstaltung im Laufe der nächsten Monate etablieren, könne man beispielsweise über Spendenaktionen das Geld für einen solchen Lift organisieren“, so der Bürgermeister.

Seniorentreff erwies sich als Erfolg

Indes findet der Seniorentreff bei den anwesenden Gästen großen Anklang. „Ich bin in erster Linie wegen der vielen schönen Frauen gekommen“, sagt der 85-jährige Wolfgang Waldorf scherzhaft. Ernsthaft fügt er hinzu, dass er die Initiative des Vereins sehr begrüßt, insbesondere auch deshalb, weil sie aus dem oberen Stadtteil von Mendig stamme, wo geboren und aufgewachsen sei. Auch seinem Tischnachbarn Franz Schlich (83) gefällt das Angebot. „Ich habe heute hier schon viele Leute getroffen, die ich von früher her kenne“, freut sich Schlich. Ebenso wie Wolfgang Waldorf plant auch er, den Seniorentreff künftig regelmäßig zu besuchen. Bei der Veranstaltung, die künftig jeweils am ersten und dritten Mittwoch eines Monats stattfinden soll, geht es nicht allein um ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Der Verein möchte den älteren Mitbürgern ein abwechslungsreiches Programm bieten. Dazu zählen auch Vorträge zu Themen, die für Senioren relevant sind, Ausflüge, Besichtigungen, Spiele-Nachmittage und vieles mehr, stellt Gunkel die geplanten Aktivitäten für das kommende halbe Jahr vor. „Das Programm ist jedoch nicht in Stein gemeißelt“, betont Gunkel. Vielmehr möchte sich der Verein nach den Bedarfen der Senioren richten. So hatten alle Gäste die Programmvorschläge auf ihren Tischen liegen, die sie mit Schulnoten von eins bis fünf bewerten konnten. „Sollten nach Auswertung der Fragebögen andere, als die geplanten Themen an erster Stelle stehen, können wir das Programm auch kurzfristig ändern“, betont Gunkel, dass man in diesem Punkt flexibel sein müsse.

Dass dem Verein das Wohl der Senioren auch außerhalb des „Treffs“ am Herzen liegt, demonstrierte er mit einem kleinen Präsent. So erhielten alle Teilnehmer eine Notfalldose, in der die Senioren ihre Gesundheitsdaten, wie beispielsweise den Medikamentenplan, ablegen können, die für den Rettungsdienst, sollte er benötigt werden, eine wichtige Hilfe sind. Ein Aufkleber an der Haustür soll auf den Besitz der Dose aufmerksam machen.

Der nächste Seniorentreff findet am 20. Juni um 14.30 im „Haus am Lindenbaum“ in der Fallerstraße 11 im Stadtteil Obermendig statt. Geplantes Vortragsthema ist „Senioren im Straßenverkehr“. Weitere Infos gibt es auf der Homepage www.pro-mendig.de Kontakt: info@pro-mendig.de

Wolfgang Waldorf (85) (l.) und Franz Schlich (83) (r.) ließen sich von den Pro Mendig e.V. Mitgliedern verwöhnen.

Wolfgang Waldorf (85) (l.) und Franz Schlich (83) (r.) ließen sich von den Pro Mendig e.V. Mitgliedern verwöhnen.

Karl Gunkel stellte den Gästen die Notfalldose vor, die er später an die Senioren verteilte.

Karl Gunkel stellte den Gästen die Notfalldose vor, die er später an die Senioren verteilte.

Mendigs Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel (l.) eröffnet gemeinsam mit Karl Gunkel (r.) den Seniorentreff im „Haus am Lindenbaum“. Fotos: -UBU-

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