Ökostadt Koblenz arbeitet noch enger mit dem Radentscheid zusammen
Neuer Vorstand vertieft den Schwerpunkt Radverkehrswende
Unterstützung der IGS Metternich mit einer Radreparaturstation - Spende ins Ahrtal überwiesen
Koblenz. Ökostadt Koblenz eV betreibt seit 18 Jahren mit dem KUB.A ein Gemeinschaftsbüro in der Altstadt für Vereine und Initiativen aus dem Verkehrs- und Sozialbereich, z.B. mit dem VCD und dem adfc oder den Friedenskindern und Unicef. Weitere Arbeitsfelder sind das Repaircafé, das halbjährlich erscheinende „Koblenzer Statt-Magazin“, das Veranstaltungsnetz „Statt-Kalender“ und die Unterstützung von Projekten aus der Stadt und Region, insbesondere im Fahrradbereich. Jetzt hatte der gemeinnützige Verein Jahresmitgliederversammlung, wo diese Schwerpunkte vorgestellt und ein neuer Vorstand gewählt wurden. Insbesondere im Fahrradsektor wurden gleich neue Akzente gesetzt: Es wurde beschlossen, die Radaktivitäten der Integrierten Gesamtschule Koblenz-Metternich mit einer Reparaturstation zu unterstützen. Weitere Stationen könnten im kommenden Jahr in Koblenz folgen.
Mit dem Radentscheid will Ökostadt noch enger zusammenarbeiten und gemeinsame Aktionen für ein durchgängiges Netz an sicheren Alltagsrouten durchführen, was leider noch schleppend und oft gegen Widerstände anläuft. Die erste Radaktion des neuen Vorstands mit dem Radentscheid erfolgte sogleich, nämlich ein Protest in der Casinostraße, wo die fest vereinbarte Einrichtung einer Fahrradstraße auf Druck von einzelnen Händlern und der Industrie- und Handelskammer überraschend verschoben wurde. Die neugewählte Sprecherin von Ökostadt Beate Busch ist zugleich beim Radentscheid aktiv. Sie fragte: „Wem gehört eigentlich unsere Stadt, ganz sicher nicht der IHK, sondern den vielen Menschen, die gefahrlos zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkauf radeln oder gehen wollen. Dazu brauchen wir moderne Radanlagen wie in anderen Großstädten auch!“ Die Stadt müsse vertragstreu bleiben und dürfe nicht vor Interessen einzelner Lobbyisten zurückweichen.
Als weitere Sprecher/innen des Vereins wurden gewählt: Oliver Heinen, Charlotte Suszynski ) und Michael Erdmann. Beisitzende sind wieder Manuel Broicher, Egbert Bialk, Norbert Wirtz und Alvina Simonyan/Friedenskinder. Während der Mitgliederversammlung wurde eine solide und ordnungsgemäße Kassenführung festgestellt und der Jahresbericht 2020/21 besprochen. Besonders hervorzuheben ist eine Spendenaktion für Flutopfer in Altenahr, wo die Vereins-Mitglieder und die Kunden des Statt-Magazins aufgerufen wurden, für Härtefälle zu spenden. Der Verein beschloss, rund 500 Euro ebenfalls beizusteuern.
Weitere Informationen: Egbert Bialk, Tel. (0 15 78) 6 25 71 49, Tel. (02 61) 94 24 96 38.
Pressemitteilung
Ökostadt Koblenz
