Udo Bürger aus Remagen-Unkelbach hat fast ganz Deutschland durch
Neuerscheinungen über Sachsen und Sachsen-Anhalt
Unkelbach. Im Sutton-Verlag München gerade erschienen sind zwei neue Bücher des Unkelbacher Autors und Kriminalhistorikers Udo Bürger, nämlich ein Band über Kriminalfälle in Sachsen und einer über Fälle in Sachsen-Anhalt. Beide Bücher umfassen jeweils den Zeitraum von 1815 bis 1918.
Als Quelle dienten vor allem reichhaltig vorhandene Akten in den Archiven in Sachsen (Hauptstaatsarchiv Dresden sowie die Staatsarchive Leipzig und Chemnitz) und in Sachsen-Anhalt (Landesarchiv Dessau). Daneben gaben auch Zeitungsartikel aus jener Zeit wichtige Informationen preis.
In beiden Beiträgen werden Kapitalverbrechen geschildert, die oft mit Hinrichtungen endeten. Eine Verurteilung zum Tod musste aber nicht zwangsläufig auf eine Vollstreckung des Todesurteils hinauslaufen. Den Monarchen in Sachsen und in Sachsen-Anhalt oblag in letzter Instanz das nicht selten beanspruchte Recht, zum Tode Verurteilte zu begnadigen, die dann meist mit einer lebenslänglichen Haftstrafe davonkamen. Die mitunter sehr ausführlichen Archivalien haben es ermöglicht, die Fälle, über die teilweise bislang in der Literatur nichts zu lesen war, möglichst realistisch und „hautnah“ darzustellen. Daraus ergibt sich gleichzeitig ein Einblick in die sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse jener Zeit.