Volles Haus beim „Jeuchelabend“ in der „Kulturwerkstatt“ in Remagen
„Neues Altes“ us em Dorp von Oliver Schmitz
Remagen. Da waren sie wieder, wie jedes Jahr, die Remagener unter sich. Hören und erzählen wollten sie, unter der Leitung von Oli Schmitz. „Wisst ihr noch?“ „Wer is dat denn?“ „Ne, dat is er nit.“ „Klar is er dat, dat iss doch ming Opa“, so geht das über Stunden, beim alljährlichen „Jeuchelabend in der „Kulturwerkstatt“. „Neues Altes“ präsentierte Remagens Stadtführer auf der Leinwand, alte Bilder, die er aus den Schubladen der Remagener Bürger herauskramt. Kein Stuhl blieb unbesetzt. Und natürlich kommt Gelächter auf, wenn der „Putsch“ in Anglerhosen auf der Leinwand erscheint, bis zum Bauch im Wasser steht und im Keller vom „Anker“ ein Fass Bier anschlägt – Hochwasser 1983. Natürlich erkennt sich Otto Lembke als Junggesellenkönig 1974 beim „Königstanz“ – dem Gesichtsausdruck nach muss es schon sehr spät gewesen sein. „Wer kennt denn noch die Dorotheenbar?“ so Schmitz. Na klar, alle Männer. „Und die Eierbar?“ Ebenso. Aus der Hochzeit des Tourismus in Remagen, als sich ein Hotel an das andere reihte, stammen viele Bilder - als die Waldburg noch in voller Blüte stand. Und fast jeder kennt ein „Krätzjen“. Über Stunden wurden Erinnerungen ausgetauscht, immer begleitet von einem lockeren Spruch vom „Oli“. Den „Jeuchelabend“ hat die Kreisvolkshochschule übernommen, seitdem die Remagener VHS aufgelöst wurde. Die Remagener Bürger danken es ihr und Oli Schmitz mit lang anhaltendem Applaus, der sich wiederum beim Team der „Kulturwerkstatt“ für die Unterstützung bedankte. AB
