Allgemeine Berichte | 17.07.2026

Mit viel Herzblut packte die ehemalige Sängerin von „Mr. President“ nach der Flut an – doch das hatte seinen Preis

Neues Buch von Ahrtal-Helferin Nadia Ayche erschienen

Auf rund 240 Seiten erzählt Ayche offen von den prägenden Stationen ihres Lebens.  Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Unter dem Titel „Einfach mal machen. Loslegen. Scheitern. Und wieder mutig sein.“ hat die Bruchsaler Sängerin Nadia Ayche ihre erste Autobiografie veröffentlicht. Das Buch ist am 18. Juni im Bonifatius Verlag in Paderborn erschienen. Begleitet wurde sie beim Schreibprozess vom Düsseldorfer Schriftsteller Leo G. Linder, der als Co-Autor mitwirkte.

Auf rund 240 Seiten erzählt Ayche offen von den prägenden Stationen ihres Lebens. Dabei steht der Buchtitel zugleich für ihr persönliches Lebensmotto: Herausforderungen anzunehmen, Neues zu wagen und auch nach Rückschlägen wieder mutig nach vorne zu blicken. Die Autorin verbindet humorvolle und selbstironische Erzählungen mit nachdenklichen und sehr persönlichen Einblicken.

Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf ihrer Familiengeschichte. Um die Wurzeln ihres Lebensmottos zu erklären, blickt Nadia Ayche auf ihre Herkunft zurück. Sie erzählt von ihrem aus Marokko stammenden Vater und von ihrer Mutter, die bereits als Jugendliche ihrem späteren Ehemann nach Marokko folgte. Diese Erfahrungen hätten ihre Persönlichkeit und ihren Lebensweg nachhaltig geprägt.

Ebenso schildert Ayche ihren beruflichen Werdegang. Sie berichtet von Erfolgen wie dem Gewinn des „Goldenen Mikrofons“ in der Rudi-Carell-Show, ihrer Hauptrolle im Musical „Miss Saigon“ sowie ihrer Zeit als Sängerin der Eurodance-Gruppe „Mr. President“. Gleichzeitig spart sie auch schwierige Kapitel ihres Lebens nicht aus. Gescheiterte Beziehungen, peinliche Situationen und sogar ihr zwischenzeitlicher Weg in eine Ausbildung bei der Polizei finden ebenso Platz in ihrer Autobiografie.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Sängerin ihrem sozialen Engagement nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021. Mit ihrem Hilfsnetzwerk „Einfach machen – Patenschaften“ organisierte sie direkte und unbürokratische Unterstützung für betroffene Menschen. Dieses Projekt nimmt im Buch einen wichtigen Stellenwert ein.

Ebenso offen beschreibt Ayche die Zeit nach diesem intensiven Einsatz. Die enorme Belastung führte bei ihr zu Panikattacken, Depressionen und Burnout. Sie schildert ihren Weg aus dieser persönlichen Krise und berichtet, welche Rolle ihr christlicher Glaube dabei spielte. Eine der zentralen Erkenntnisse ihres Heilungsprozesses fasst sie mit den Worten zusammen: „Ich muss nichts leisten, um wertvoll zu sein. Ich bin wertvoll, auch wenn ich nichts tue.“

Weitere Informationen

Die Autobiografie erscheint als Klappenbroschur im Format 13,5 × 21,5 Zentimeter und umfasst rund 240 Seiten. Das Buch ist zum Preis von 20 Euro (Deutschland) erhältlich und trägt die ISBN 978-3-98790-128-7.ROB

Auf rund 240 Seiten erzählt Ayche offen von den prägenden Stationen ihres Lebens. Foto: privat

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