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Komitee für den Veilchendienstagszug hatte zur „Talkrunde“ eingeladen

Neues Mendiger Prinzenpaar besteht aus Susanne Ternes und Simon Schumacher

14.10.2019 - 13:03

Mendig. Einen eher außergewöhnlichen Rahmen hatte das „Komitee für den Veilchendienstagszug“ sich bei der offiziellen Vorstellung der Mendiger Tollitäten für die Session 2019/2020 ausgedacht. So entschied man sich für eine offizielle Pressekonferenz im Prinzenpalais Deutsches Haus, zu der die Komiteepräsidentin Karin Diensberg außer der regionalen Presse unter anderem auch je eine Abordnung der KG Niedermendig, der KG Obermendig und der Prinzengarde mit den Worten begrüßte: „Da wir kein Bundesliga-Verein, sondern ein Karnevalsverein sind, soll das Ganze ohne den traditionellen Muffelcharakter diesmal im Rahmen einer lockeren Talkrunde stattfinden.“ Dabei schien die Komiteepräsidentin erleichtert zu sein, endlich das „am besten gehütete Geheimnis Mendigs“ nunmehr öffentlich bekannt geben zu dürfen. Allerdings gab sie allen zukünftigen Tollitäten den Rat, ihre Geheimnisträger genau zu überprüfen, da sie sonst befürchte, beim nächsten Mal eventuell noch einen „Plappermaul-Ehrenorden“ verleihen zu müssen. Um wen es sich bei dem „Plappermaul“ handelte, blieb an diesem Abend jedoch ein Geheimnis.


Die „Katze ist aus dem Sack“


Sodann ließ Karin Diensberg die „Katze aus dem Sack“ und stellte mit einem lautstarken „Mendig Ahoi“ das neue Prinzenpaar Susanne (Suse) Ternes und Simon Schumacher vor. Auf entsprechende Nachfrage stellten Prinz Simon und Prinzessin Suse zunächst einmal klar, dass sie zwar keine Mendiger seien, aber durchaus mit Mendiger Wurzeln aufwarten könnten. So handelt es sich bei Prinz Simon um den Enkel des bekannten Mendiger Prinzengardisten und Karnevalisten Günther Borgert und Prinzessin Suse konnte mit der Tatsache punkten, dass sie schließlich schon viele Erfahrungen als Sitzungspräsidentin des KaMäJu-Kinderkarnevals sammeln und sogar im Niedermendiger Dialekt parlieren konnte. Als Mitglied des spektakulären Männerballetts „Johannishöfer“ kann Prinz Simon natürlich auch gut tanzen, was für sein neues Amt ebenfalls von Vorteil sein dürfte. Auf die Frage der Sitzungspräsidentin: „Warum war es euer Traum, Prinzenpaar zu werden, hat das etwas mit der Vorliebe von Simon für Highheels zu tun?“, verriet Prinzessin Suse, dass ihr Lebensgefährte und zukünftige Prinz zwar ein ausgesprochenes Faible für Schuhe habe, es jedoch nicht alltäglich sei, dass er sich für einen Auftritt als Prinz Karneval während der Ferienfreizeit in Ameland zwei Paar Highheels gekauft habe, auf denen er sogar besser laufen könne als sie.


Ein Hofstaat mit neuem Ministerposten


Sodann stellte die Komiteepräsidentin Karin Diensberg den Hofstaat des neuen Prinzenpaares vor und begann mit den beiden Hofdamen Lisa Ritter und Jana Mehlem, die sie als „waschechte Quoten-Niedermendiger Karnevalistinnen“ bezeichnete. Während Lisa Ritter seit Kurzem als „fidele Möhne“ unterwegs ist und nach eigener Aussage ein Glas Kölsch innerhalb von drei Sekunden leeren kann, stellte Jana Mehlem spontan ihre Gelenkigkeit unter Beweis, in dem sie gekonnt einen Spagat vorführte. Bei der Begrüßung des Verkehrsministers Stefan Schumacher und des Hofmarschalls Patrick Braun, stellte Karin Diensberg zunächst einmal fest, dass es sich bei dem Verkehrsminister um den Bruder des Prinzen handelt. Als erfahrener KaMäJu-Karnevalist und Johannishöfer-Tänzer hegt er auch noch eine Leidenschaft für das Anfertigen von Exellisten. Als Beweis präsentierte er eine Exelkurve, die seine Aufregung vor und während seiner Vorstellung skizzierte. Auf die Frage: „Was sind die drei größten Macken des Prinzen und worauf musst du während der Session eventuell ein wenig aufpassen?“, antwortete er: „Simon ist ein wenig unpünktlich und er kann nicht gut mit Geld umgehen, aber dafür ist er unwahrscheinlich charmant.“

Da der aufgrund seiner Größe von 2,05 Metern nicht zu übersehende zukünftige Hofmarschall Patrick Braun ebenfalls bei den Johannishöfern tanzt und dort „die Symmetrieachse“ genannt wird, stellte sich natürlich die Frage: Was machen die Johannishöfer ohne die nunmehr im Sitzungskarneval fest etablierten Tänzer? „Gute Frage, aber das werden die schon hinbekommen. Nach der Session sind wir ja alle wieder am Start“, so Patrick Braun. Weiter ließ Karin Diensberg sich vernehmen: „So, jetzt fehlen natürlich immer noch ein paar Pöstje. Ganz wichtig, um von A nach B zu kommen: der Fahrer. Dann muss natürlich einer die Finanzen im Griff haben und in diesem Hofstaat wurde sogar noch ein weiterer Ministerposten geschaffen, den es so noch nie gab, nämlich den Gesundheitsminister. Während der Fahrer Fabian Mayer und Finanzminister Christopher Endres leibhaftig erschienen waren, hatten sie ihren Kollegen, den Gesundheitsminister David Endres als Pappfigur mitgebracht, da der echte Minister sich im Urlaub befand. Stellvertretend für seinen Bruder David Endres antwortete Christopher Endres auf die Frage, warum der Posten für einen Gesundheitsminister geschaffen wurde: „David hat sehr zarte Hände und kann besonders gut massieren. Deshalb haben wir uns gedacht, dass es von Vorteil sein könnte, wenn ein unter Verspannungen leidender Karnevalist aus dem Hofstaat oder dem Komitee sich ihm anvertrauen kann.“


Schlagfertig und souverän- ein Hofstaat mit Bühnenpräsenz


Zum guten Abschluss der munteren Talk-Runde wurde das „Gute-Laune-Duo“ Sarah Dernbach (Hoppeditz) und Constantin Bourmer (Mundschenk) mit „Mendig Ahoi!“ willkommen geheißen. Während Sarah Dernbach im Niedermendiger Karneval kein unbeschriebenes Blatt ist, antwortete der Mundschenk Constantin Bourmer auf die Frage: „Ist Dein Einsatz im Hofstaat jetzt vielleicht der Startschuss für eine karnevalistische Traumkarriere?“, „Ich hoffe, dass dies ein Startschuss für mich wird. Ich komme zwar aus der „Großstadt“ Andernach, habe aber über Köln und Mainz den Weg nach Mendig gefunden, insbesondere weil es in Mendig so viele schöne Frauen gibt.“ „Sarah, kaum zu glauben, aber du bist tatsächlich hier die Älteste im ganzen Hofstaat. Ich habe mal euer Durchschnittsalter ausgerechnet und das liegt bei rekordverdächtig jungen 26,81 Jahren. Aber man sollte denken, dass du aufgrund deiner karnevalistischen Laufbahn, aber auch durch deine berufliche Laufbahn bestens als Erziehungsberechtigte für den Hofstaat qualifiziert bist- wie siehst du das?“ Schlagfertig antwortete Sarah Dernbach auf die Frage der Komiteepräsidentin: „Ich glaube, dass ich aufgrund der genannten Qualifikationen eher ein guter Hoppeditz sein werde.“ Nachdem der erste Auftritt bestens gelungen ist, kann das Mendiger Narrenvolk sich jetzt schon auf den 16. November freuen, denn an diesem Tag werden sie ein tolles Prinzenpaar und einen jungen und pfiffigen Hofstaat erleben, wobei alle aufgrund ihrer Aktivitäten bei der KaMäJu und bei den Johannishöfern über einen souveräne Bühnenpräsenz verfügen.

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Kommentare

Wortbruch

Michael Reisdorf:
Den Ausführungen des Hr. Kowallek kann ich nur zustimmen . Jedoch brauchte Herr Seemann keinen Schnellkurs , sondern hat sich als Aufsichtsratmitglied der SWN schon 2006 bei EON-Tour nach Norwegen dementsprechend schnell im Kreise der Altparteien eingereiht (sh. auch in You Tube). So ist das in einem Obstkorb , wenn erst mal eine faule Stelle da ist .... .
Patrick Baum:
Die Wut über die Pietätlosigkeit der AfD Westerwald, vor allem der des Kreisvorstandes, ausgerechnet am 09. November ein "Schlachtfest" zu veranstalten, ist kaum in Worte zu fassen. Zu nennen sind hier der AfD-Kreisvorsitzende Jan Strohe, seine beiden Stellvertreter Justin Cedric Salka und Andreas Schäfer, sowie der Kreisschatzmeister Gilbert Kalb. Man kann hieran auch erkennen, daß dem AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge kein Glauben geschenkt werden kann mit seiner angeblichen Abgrenzung nach Rechtsaußen, was hier beim Kreisvorstand der AfD Westerwald deutlich sichtbar wird. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Justin Cedric Salka wird mehrfach im Verfassungsschutzbericht zur AfD genannt. Nicht ohne Grund. Und beim AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul aus Koblenz gibt es ganz starke Indizien dafür, daß Paul für eine NPD-Zeitschrift geschrieben hat. Der rechte Sumpf bei der AfD Westerwald und beim AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz ist wohl noch tiefer als gedacht.
juergen mueller:
Mit Recht sind Kinder unsere wertvollste Ressource, eine Generation, deren Grundlage für eine gesicherte Zukunft mehr denn je auf dem Prüfstand steht und für die die Politik die Verantwortung trägt, was man im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte nicht behaupten kann. Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich offensichtlich nichts grundlegendes ändern wird, sollte man sich einen Wunsch nach Nachwuchs gut überlegen, da der Politik in ihrer Zukunftsfähigkeit nicht zu trauen und die von ihr gesetzten Schwerpunkte kein Garant dafür ist, einer nachfolgenden Generation eine gesicherte Zukunft zu garantieren.
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