JGV Eintracht Queckenberg
Neues Traumpaar
Queckenberg. Am Ostersamstag ließ Auktionator Magnus Wagner um 23.30 Uhr zum dritten und allerletzten Male krachend den Hammer fallen. In diesem Moment wurden zwei Tatsachen unwiderruflich in Stein gemeißelt und werden für immer die Queckenberger Ortschronik bereichern: Zum einen entschied kein geringerer als André Fahl, Präsident des ortsansässigen Junggesellenvereins Eintracht, das nervenaufreibende Wettbieten um Celina Rick auf der Zielgeraden doch noch zu seinen Gunsten. Zum anderen schwang er sich aufgrund der höchsten Tagessumme auf zum dritten Maikönig seit der Neugründung des JGV im Jahre 2011. Die beiden, Celina und André, bilden somit die absolut würdigen Nachfolger von Manuel Spatz und Angelina Helmsen. Der in diesem heiß umkämpften Bruderduell unterlegene Dominik Fahl konnte sich zumindest mit dem Titel Maiplayboy 2014 trösten. Ob das jedoch die erlittene Schmach im Kräftemessen um Queckenbergs Schönste wettmachen kann, bleibt jedoch zu Recht stark zu bezweifeln. Ähnlich einer alten Fußballweisheit gilt auch bei dieser Tradition das Motto nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und so fielen zu später Stunde zehn extrem durstige Kehlen im Elternhaus der neu gekürten Maikönigin ein und wurden hier bis in die frühen Morgenstunden bewirtet. Zwischen 4 und 5 Uhr begaben sich schließlich die letzten, mit Schlenkerstiefeln beschuht, auf den beschwerlichen Heimweg. Doch jetzt erst beginnt der eigentliche Stress für die Fahls, Winkels, Breuers, Declairs usw. Bis zum Setzen des eigenen Maibaumes an der Madbachhalle zur Walpurgisnacht am Mittwoch, 30. April, gilt es vor allem, das eigene Juwel vor Raub, Brandschatzung oder anderer mutwilliger Verstümmelung durch ortsfremde Zerstörungstrupps zu bewahren.
Andererseits sollte sich rund um Rheinbach jedoch auch niemand zu sicher fühlen vor eventuellen Gegenschlägen von der Madbach. Der komplette Wonnemonat ist dann ausgefüllt von gegenseitigen Besuchen der unterschiedlichen JGV`s, unter anderem bis nach Flamersheim und Houverath. Während man mit Hilberath zum Beispiel ein ausgesprochen freundschaftliches Verhältnis pflegt, gelten die Beziehungen zur Konkurrenz in „Dunkeldeutschland“ als extrem angespannt. Neben diesen Gastbesuchen werden die Junggesellen auch auf den berüchtigten Mount Queck pilgern und die befreundeten Kicker des RWQ bei deren schwieriger Mission Klassenerhalt lautstark unterstützen.
Der JGV Eintracht Queckenberg wünscht trotz so mancher Rivalitäten all seinen Brüdern im Geiste wunderschöne Frühlingstage und freut sich über jeden Gast beim Tanz in den Mai vor, an, in und rund um die Madbachhalle. Außerdem. Der Dank des JGV galt ausdrücklich Werner Freischem, Oma Anni, Magnus Wagner sowie dem kompletten Fahl- und Rick-Clan für deren beispiellose und einzigartige Unterstützung.
