KG Rheinbreitbach Sessionsbilanz
Neues goldenes Zeitalter für Rheinbreitbacher Karneval
Rheinbreitbach. Mit einem traditionellen Fischessen hat die KG Me haalen et us die Karnevalssession in Rheinbreitbach offiziell ausklingen lassen. Mehr als 80 Mitglieder kamen dafür in den Bürgersaal bei der Hans-Dahmen-Halle, in der die Jecken wochenlang Großveranstaltungen auf die Beine gestellt hatten: Prunksitzung, Senioren- und Kinderkarneval, den Band-Abend Jeck op Live und die Teenager-Party Jeck för Pänz – insgesamt sieben Mal gab es einen Tag mit Saal-Programm. An Weiberfasnacht stellten die Verantwortlichen mit mehr als 1000 Gästen bei der Radioparty "RPR1 feiert Karneval" sogar einen Besucherrekord auf. Geschäftsführer Andreas Nagel und der Erste Vorsitzende Michael Frings sehen den Rheinbreitbacher Karneval in einem neuen, goldenen Zeitalter.
Karneval als Familiensache
Fragt man in Rheinbreitbach, was das Geheimnis des erfolgreichen Karnevals ist, so bekommt man unterschiedliche Antworten: darunter aber sicher die, dass das Anpacken für den Karneval im Ort mehr Spaß denn je macht. Dazu sagt Michael Frings als Erster Vorsitzender: „Gute Stimmung bei der Arbeit ist wichtig. Aber nur darauf setzen, dass es immer Spaß macht und erfüllend ist anderen eine Freude zu bereiten, das allein ist es nicht. Man muss versuchen möglichst alle miteinzubeziehen: Frauen, Männer, Ältere, Jüngere und vor allem auch die Kinder, und zwar zu jedem Zeitpunkt der Session.“ Das sei in den letzten Jahren immer besser gelungen. So werden mittlerweile beim zentralen Aufbautermin (früher eigentlich reine Männersache) als Erstes eine Hüpfburg, ein großer Maltisch und Spiele ausgepackt. Kinder sind ausdrücklich willkommen, und genauso die Frauen, denn ohne sie geht einfach nichts! Karneval ist also auch bei der altehrwürdigen KG wieder Familiensache.
Mit Leidenschaft und Vielfalt
Doch nicht nur in der KG ist das so, denn es sind eben mehrere, ganz unterschiedliche Gruppierungen, die zum Gesamterfolg des Rheinbreitbacher Karnevals beitragen. Und genau diese „Vielfalt und Leidenschaft der Breitbacher Karnevalsvereine“, so beschreibt es ein Mitglied der Burggarde, sorge für den Erfolg: „Jeder Verein leistet auf seine eigene Weise einen einzigartigen Beitrag, und durch die Zusammenarbeit entsteht ein großartiges, gemeinsames Erlebnis.“ So gehört die Burggarde mit ihren vier Abteilungen (Flöhe, Sterne, kleine Burggarde und die „Großen“) ebenso zu den „klassischen Botschaftern“ des Rheinbreitbacher Karnevals wie Kinderprinzenpaar, Weckmöhnen oder die musikalischen Karnevalisten aus den Reihen der Burgbläser. Und an keinem Tag offenbart sich das wertschätzende Miteinander mehr als beim großen Festumzug durch die Gassen des alten Ortskerns, bei dem in diesem Jahr wieder 17 Gruppen mit insgesamt rund 500 Teilnehmenden mitwirkten. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Junggesellen und Bürgervereinsmitglieder, die Kindergärten ebenso wie verschiedene Abteilungen des Rheinbreitbacher Sportvereins SVR, und nicht zuletzt private Initiativen wie die Sporteckhexen oder der Stammtisch Mer looße et kraache.
Wer zählt die Stunden all des ehrenamtlichen Engagements für Kostüme und Dekorationen an Wagen und Karren, oder jene in der Hans-Dahmen-Halle für Aufräum-, Umbau- oder Thekendienste? Wer zählt die vielen Freiwilligen, die Wagenengel, die den Festzug abgesichert haben, oder all die Eltern und Familien, von denen jede ihren Beitrag leistete: mit Kamelle, Kuchenspende oder Kostümidee? Ohne Selbstlosigkeit, ohne Fleiß, ohne Freundschaften – mit einem Wort: ohne solch enormen Zusammenhalt wäre ein Karnevalsfest dieser Größenordnung völlig unmöglich gewesen. Auch wenn es am Ende immer ein paar Familien und Personen sind, deren Engagement in besonderem Maße hervorsticht: am Ende ist es eine große Gemeinschaftsleistung gewesen!
Die Karnevalsgesellschaft bedankt sich nachträglich von Herzen bei allen Mitwirkenden und freut sich auch in Zukunft über rege Beteiligung beim heimischen Fasteleer.
Festlich geschmückte Hans-Dahmen-Halle.
