Evangelische Kirche Koblenz-Pfaffendorf
Neujahrskonzert begeisterte
Koblenz. Mit Begeisterung aufgenommen wurde das Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche Koblenz-Pfaffendorf mit Stephanie Lichtmeß (Violine), Klaus Büschler (Oboe), Julie Grutzka (Sopran) und Thomas Schwarz (Klavier und Orgel).
Stephanie Lichtmeß faszinierte im ersten Satz des Violinkonzerts von Peter Tschaikowski, dessen enormen technischen Anforderungen sie in jeder Hinsicht gerecht wurde und in dem sie sich, begleitet von Thomas Schwarz, bis zum fulminanten Schluss stetig steigerte. Auch wurde ihre ebenso klangschöne wie rhythmisch packende Interpretation des „Winter“ von Antonio Vivaldi zu einem Hörerlebnis.
Klaus Büschler trug den ersten Satz des Oboenkonzerts von Ludwig August Lebrun vor und bestach einmal mehr mit dem warmen Klang seiner Oboe und seiner vorzüglichen Atemtechnik in seiner bravourösen technischen Umsetzung des anspruchsvollen Werks.
Sopranistin Julie Grutzka ließ ihren glockenreinen lyrischen Sopran in zwei Arien von Johann Sebastian Bach mühelos erklingen und beeindruckte vor allem in dem „Et incarnatus est“ von Wolfgang Amadeus Mozart, in dem sie ihre Stimme in allen Lagen, insbesondere der fordernden Höhe und in den kunstvollen Triolen und Verzierungen sicher führte.
Thomas Schwarz war allen Solisten ein mehr als zuverlässiger Begleiter und eröffnete das Konzert und zugleich das Reformationsjubiläumsjahr solistisch an der Orgel mit der Festouvertüre von Otto Nicolai, in der der Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ variiert und schließlich hymnisch entfaltet wurde.
Das „Halleluja“ aus dem Exultate jubilate von Mozart, in dem Julie Grutzka einmal mehr die strahlende Höhe ihrer Stimme unter Beweis stellte, war die gemeinsame Zugabe aller Mitwirkenden für den lang anhaltenden Applaus.
