Allgemeine Berichte | 16.02.2024

Neulich beim Bäcker

von Gregor Schürer

Ich stehe am Tresen der Bäckerei meiner Wahl. Da ich noch nicht dran bin, sehe ich mir in Ruhe die Auslage an. Plötzlich eine weibliche Stimme, im Befehlston: „Der Nächste!“ Ich hebe den Kopf und sage höflich: „Sechs von den Dinkelbrötchen, bitte.“ Die Mitarbeiterin schaut kurz in den Warenkorb und antwortet: „Ich hab nur noch vier.“ Ich warte, ob noch etwas kommt. Aber es kommt nichts. In die Stille hinein sage ich: „Bedienen Sie schon mal weiter, ich überlege noch.“

Ich tue so, als ob ich mir die Ware hinter der Scheibe ansehe. In Wirklichkeit schweifen meine Gedanken ab. Zurück zu seligen Zeiten, als es noch Bäckereifachverkäuferinnen gab, vielleicht erinnern Sie sich. Immer kundig, stets freundlich, allzeit kundenorientiert, wissend, dass der Mensch

auf der anderen Seite der Ladentheke ihren Lohn bezahlt. Eine höfliche Stimme in meiner Phantasie erschallt: „Von den Dinkelbrötchen habe ich nur noch vier, das tut mir leid. Probieren Sie doch mal unsere Kürbiskernbrötchen. Die sind mit Dinkelvollkornmehl gebacken und enthalten dazu noch Leinsamen, auch sehr lecker.“ Mit einem Lächeln fährt sie fort: „Oder darf es etwas Süßes sein? Dann empfehle ich Ihnen die Dinkel-Rosinenbrötchen.“

„Haben Sie etwas gefunden?“ Ruppig holt mich die Resolute zurück in die Wirklichkeit. „Können Sie mir sagen, was in den Weltmeisterbrötchen drin ist?“ will ich wissen. Die Bedienung dreht den Kopf nach hinten und ruft: „Chantal, woraus sind die Weltmeister?“ Aus dem Off kommt die Antwort: „Da musst Du in der Zutatenliste nachschauen. Der Ordner liegt unter der Kasse.“

Als sie anfangen will, danach zu suchen, kürze ich ab: „Schon gut, ich nehme zwei Laugenbrötchen dazu.“ Sie packt alles in die Tüte und sagt: „Fünf Euro fünfzig.“

Ich rechne im Kopf nach und überlege noch zu fragen, ob die Preise erhöht wurden, lasse es aber. Während ich einen Zehneuroschein auf die Theke lege, ruft sie: „Der Nächste!“

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