Neulich beim Reisezentrum
von Gregor Schürer
Neulich sitze ich auf dem Bahnhofsvorplatz, der in Bad Neuenahr Platz von Brasschaat heißt und unserer belgischen Partnerstadt gewidmet ist. Dabei beobachte ich
eine ältere Frau, die gerade ihr Fahrrad am Bahnhofsgebäude abstellt und sorgfältig abschließt. Sie steigt die mit rotem Teppich ausgelegte Treppe hinauf und betritt die Spielbank, die nach der Flut dorthin umgezogen ist. Wenige Sekunden später kommt sie wieder heraus und schaut sich irritiert um, offensichtlich war es die falsche Tür. Sie geht auf dem obersten Treppenabsatz weiter bis sie die Eingangstüre zum Bahnhof erreicht hat. Sie bleibt stehen und liest einen Aushang an der Glastür. Dann geht sie die Treppe wieder hinab, löst das Schloss an ihrem Rad, steigt auf und fährt davon.
Meine Neugier ist geweckt. Ich laufe zur – wie ich feststelle abgeschlossenen – Bahnhofstür. Dort steht auf einem Blatt Papier, dass das Reisezentrum „aufgrund eines Vergabeverlustes“ am 25. April 2025 dauerhaft geschlossen wurde und man seine Fahrkarten bitteschön am Automaten oder im Internet kaufen soll. Außerdem teilt man dem geschätzten Kunden mit: „Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Übergang auf den Nachfolgebetreiber des Standorts.“
Ich verstehe nur Bahnhof. Zu Hause frage ich dort nach, wo man es wissen muss, bei der zuständigen Pressestelle der Bahn. Die sitzt übrigens in Frankfurt am Main, also gleich um die Ecke.
Von dort teilt man mir mit, dass im letzten Jahr die Aufträge für Vertriebsdienstleistungen ausgeschrieben wurden. Und zwar sowohl was den Betrieb der Fahrausweisautomaten und Fahrausweisentwerter als auch was den personenbedienten Verkauf angeht. Danach übernimmt die Transdev Vertrieb GmbH ab Anfang Juni 2025 neben dem Koblenzer und dem Trierer Hauptbahnhof auch in Neuwied, Andernach, Remagen, Bad Neuenahr, Gerolstein und Cochem den Vertrieb. In den künftig als Fahrgastzentrum benannten Vertriebsstellen werden alle Fahrkarten, sowohl für den Nahverkehr als auch für den Fernverkehr, verkauft.
Ich weiß jetzt also: Es wird wieder ein Reisezentrum in der Kreisstadt geben, ab Juni. Hätte man ja auch so auf den Informationszettel schreiben können. Denn die Frau auf dem Fahrrad weiß es nicht. Außer sie liest wie Sie meine Kolumne…
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