Neulich im Schottergarten
von Gregor Schürer
Sonntagnachmittag, Spaziergang, mein Weg führte mich durch ein Neubaugebiet. Überall metallene Gitterzäune, im Fachjargon Doppelstabmattenzaun genannt, was es nicht besser macht. Möglichst noch mit Sichtschutzlamellen aus Kunststoff, damit bloß keiner durchschaut. Früher gab es solche Zäune nur in Industriegebieten. Aus Gründen der Faulheit – ein Holzzaun muss gestrichen, eine Hecke geschnitten werden - hat sich dieses Zaunmodell seuchengleich verbreitet.
Im Vorgarten sieht man meist Schotter und Steine. Dazwischen mit Glück ein einsames Bäumchen, als ob es im Kiesbett eines ausgetrockneten Flusses stünde, gruselig.
Nun wird alles besser. Die Stadt ist auf die sensationelle Idee gekommen, die Schottersünder, Bodenversiegeler und Naturfrevler zu belohnen, wenn sie sich von ihrem schändlichen Tun abkehren und das tun, was normale Menschen schon lange tun: Pflanzen setzen, hegen, pflegen, gießen. Damit die Bienchen was zum Summen haben und die Vögel was zum Zwitschern. Und die das bekloppt wie sie sind alles aus eigener Tasche bezahlen. Und dafür jetzt natürlich auch keinen Zuschuss kriegen.
Übrigens: Als mich meine am Chiemsee wohnende Schwester letztes Jahr besuchte, sagte sie nach einem Rundgang durch unseren Ort: „Diese Steinwüsten vor den Häusern in eurem Dorf sehen ja schlimm aus.“ Ich konnte nicht widersprechen und fragte: „Ist es denn bei euch besser?“ „Auf jeden Fall“, war ihre Antwort, „so etwas ist bei uns schlichtweg verboten und wird mit empfindlichen Geldstrafen geahndet.“
Wenn ich ihr beim nächsten Telefonat erzähle, was unsere Politik und Verwaltung jetzt geplant hat, wird sie uns vollends für verrückt erklären. Und womit? Mit Recht!
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