Allgemeine Berichte | 20.06.2025

Neulich vor dem leeren Parkhaus

von Gregor Schürer

Neulich bin ich in mal wieder mit dem Auto in der Stadt unterwegs. Ich fahre auf den Moses-Parkplatz und schaue mich um. Mein Blick fällt auf das Parkhaus, in das man aufgrund der luftigen Bauweise ganz gut hineinschauen kann. Es sieht leer aus. Die Anzeigentafel bestätigt meine Vermutung: 325 freie Plätze. Das Parkhaus verfügt über 404 Stellplätze, ist also gerade mal zu 20 Prozent belegt. Will heißen, an einem Werktag mittags um zwölf Uhr stehen 80 Prozent des nagelneuen Schmuckstücks leer.

Ich betreibe Ursachenforschung. Warum? Wir BürgerInnen müssten ein Interesse daran haben, dass es gut belegt ist, denn es wurde aus unseren Steuergroschen gebaut und wird von der öffentlichen Hand betrieben. Wenn es also Verlust macht, betrifft das auch unseren Geldbeutel.

Der erste Grund ist schnell gefunden: Es ist schlichtweg zu teuer! Zwei Euro und zehn Cent pro angefangene Stunde sind happig. Wer für einen Arztbesuch, der sich durch Aufenthalt im Wartezimmer auf 70 Minuten verlängert, über vier Euro zahlen muss, bedankt sich. Und parkt beim nächsten Mal woanders. Auch wenn der Tageshöchstpreis bei acht Euro liegt, sind das Stundensätze, die zu Köln, Bonn oder Koblenz passen, aber nicht zu Bad Neuenahr. Denn so viel hat unser Kleinstädtchen nicht zu bieten, dass es großstädtische Parkpreise rechtfertigen würde.

Hinzu kommt, Grund Numero zwei, dass es außerhalb des Parkhauses deutlich billiger ist. Man bezahlt 40 Cent pro 20 Minuten, also 1,20 Euro pro Stunde. Und man kann genauer takten, also zum Beispiel für 40 oder 80 Minuten lösen und nicht bloß für volle Stunden.

Dritter Grund: Auf vielen Parkplätzen – zum Beispiel am Moses – ist das Parken ab 18 Uhr frei. Gibt es einen Grund, nach 18 Uhr IN ein gebührenpflichtiges Parkhaus zu fahren, wenn man DAVOR umsonst parken darf? Gibt es nicht.

Hinzu kommt, letztes Argument, die irreführende Beschilderung: Auf dem Display des Parkhauses steht: „Parken von 06:00 bis 22:00 Uhr.“ Wie würden Sie, liebe Leserinnen und Leser das verstehen? Vermutlich nicht alle so, wie es tatsächlich gemeint ist. Es bedeutet nämlich: Man kann nur von sechs Uhr früh und bis zehn Uhr abends hineinfahren, davor und danach ist die Schranke zu. Die Ausfahrt ist jedoch immer möglich.

Da gibt es also Optimierungsbedarf in mehrfacher Hinsicht. Gut, dass auch die Stadtverwaltung und die Mitglieder des Stadtrats meine Kolumne lesen.

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