Neuwied. "Wenn die Seele einsam ist - Depression im Alter" heißt die Veranstaltung, zu der das Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychatrie e.V. in die Räumlichkeiten VHS Neuwied für Mittwoch, 11. Mai, 18 Uhr, in die Heddersdorfer Straße 33 einlädt. Einsamkeit ist oft ein Auslöser für Depressionen. Depressionen gehören neben demenziellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Störungen im höheren Lebensalter. Zudem steigt laut einiger Statistiken das Suizidrisiko mit zunehmendem Alter, insbesondere bei Männern, drastisch an. Häufig werden depressive Symptome als normale Begleiterscheinung von Alter oder Lebenskrisen verkannt. So kommt es vor, dass Altersdepressionen nicht behandelt werden, weil sie niemandem auffallen oder aber weil die betroffene Personen aus einem Gefühl der Scham heraus nicht handeln. Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung hat diese Problematik mit der Kampagne „Depressionen – in jedem Alter behandelbar“ aufgegriffen. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Ursachen, Krankheitsverlauf und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen im Alter aufzuzeigen. Der Verlust von Freunden oder des Partners, der Ausstieg aus dem Beruf oder Erkrankungen sind typische Situationen im Alter, die eine Depression auslösen können. Die Folge ist, dass sie dann erst recht keine Impulse mehr verspüren, Kontakte aufleben zu lassen oder neue Wege zu finden, Bekanntschaften zu schließen. Informationen zum Krankheitsbild sowie über die vorhandenen ambulanten und stationären Hilfen stehen somit im Mittelpunkt der Veranstaltung. Als Gesprächspartner konnten der leitende Oberarzt des Marienhaus-Klinikums St. Antonius Waldbreitbach, Dr. Reinhard Fröder, die Leiterin der Geriatrischen Tagesstätte der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach, Agnes Francois, die Vertreterin des Selbsthilfenetzwerk gemeindenahe Psychiatrie e.V. und Ansprechpartnerin der Selbsthilfegruppe Aufwind Erika Theis, der stellv. Vorsitzende des Seniorenbeirates Linz, Wolfgang Walter und ein Mitarbeiter des Pflegestützpunktes 1 Neuwied, Jens Arbeiter gewonnen werden. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bündnis gegen Depressionen Rhein-Ahr-Wied statt, welches 2010 mit dem Ziel gegründet wurde, die Information über Krankheitsbild, Therapien und Hilfsangebote in der Region zu verbessern. Betroffene, Angehörige und Interessierte haben die Möglichkeit, sich zu informieren und an die eingeladenen Gesprächspartner ihre Fragen zu stellen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos bei Dr. Ulrich Kettler, Tel. (0 26 31) 8 03-7 32 oder -7 22, im Internet unter www.psychiatrie-neuwied.de.
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