Laura Herter bei der Wahl zur „Miss Germany“
Nicht Platz eins, aber viel Gutes gesammelt
Bad Breisig. Laura Herter, innerhalb von Rheinland-Pfalz große Siegerin im Wettbewerb der „Miss Germany Corporation“, hatte sich somit für weitere Ausscheidungen qualifiziert und stellte sich mit weiteren 21 Bewerberinnen der endgültigen Wahl zur „Miss Germany“, die jetzt im Europapark Rust stattfand. Um es vorwegzunehmen: Nein „Miss Germany“ wurde Laura Herter nicht, „aber – ich bereue keine Minute, dass ich mich diesem Wettbewerb gestellt habe“, sagt sie in einem Rückblick auf die vergangenen Wochen. In einem offenen Gespräch schildert sie den Weg bis zur endgültigen Miss-Wahl im Europa-Park. „Geschmückt mit dem Titel ‚Miss Rheinland Pfalz‘ wurde ich nach Rust eingeladen, wo ich mich mit den übrigen regionalen Titelträgerinnen traf. Nach zwei Tagen des gegenseitigen Kennenlernens unter den Fittichen der gut organisierten ‚Miss Germany Corporation‘ flogen wir 22 Mädels zur Canaren - Insel Fuerteventura, wo wir die folgenden zehn Tage in komfortablen Zweibett-Lodges untergebracht waren. Ich teilte meine Lodge mit Michelle Molitor, der ‚Miss Saarland‘, und wir verstanden uns bestens – wie überhaupt die Stimmung untereinander überaus gut war, und das, obwohl wir aus den unterschiedlichsten Lebenskreisen kamen.“
Auf der Insel wurde den Bewerberinnen, gelenkt von gut geschulten Moderatoren (u.a. von der bis dahin amtierenden Miss Germany Soraya Kohlmann), eine intensive Vorbereitung auf die Endausscheidung angeboten. Es wurde geübt, wie man sich mit hohen Absätzen auf der Bühne bewegt, wie man in unterschiedlichem Outfit eine gute Figur macht, wie man Sicherheit am Mikrofon bekommt, wie man sich Medien gegenüber verhält, was Tischsitten bedeuten und wie man Persönlichkeit stärken kann. Vor dem gesamten Auditorium mussten sich die Damen vorstellen, mussten etwas über Familie, Herkunft, Land und Leute frei erzählen. „Ich konnte mit meinem aktuellen Amt als quellenstädtische Brunnenkönigin imponieren, aber auch mit meinem Hobby ‚Karneval‘ punkten – das merkte man deutlich. Das Video von meinem Gardetanz beeindruckte – sowohl in den Trainingstagen als auch bei der Gala in Rust, wenn es auch zum Finale knapp nicht reichte.“ berichtet Laura. Und die Arbeit mit Moderatorin Rebecca Mir? „Das alles war eine wunderbare Schulung für’s Leben“, resümiert die Breisigerin. Besonders angetan war sie von dem sympathischen einstigen Olympia-Speerwurf - Sieger Lars Riedel, der mit den Damen sportliches Training absolvierte. „Ein toller Mann – korrekt, wie alle Männer, mit denen wir es zu tun hatten.“ Nach ebenso lehrreichen wie anstrengenden, aber auch von schönen Erlebnissen begleiteten Trainingstagen auf Fuerteventura wurde es ernst: Wahl zur „Miss Germany“ im Europapark Rust. Zusammenfassende Ergebnisse der vorangegangenen Tage im Video, dann ging es auf die Bühne. „Wir hatten alle im Gefühl, dass alles letztlich auf Anahita Rehbein hinauslief. Die ‚Miss Baden-Württemberg war die Cleverste, spielte ihre Medien - Erfahrung prima aus – eine würdige Siegerin“, wie Laura neidlos feststellt. Und sie selbst: „Im Grunde bin ich glücklich, dabei gewesen zu sein, jetzt aber wieder in meinen Alltag, zu meinen Eltern nach Bad Breisig zurückgekehrt zu sein – und wieder Zeit für meinen Freund Jan zu haben. Natürlich hätte ich die Krone angenommen – aber so kann ich meine Zukunftspläne ohne Einschränkung umsetzen: Im Oktober beginne ich die Ausbildung zur Physiotherapeutin, und die wird mich voll in Anspruch nehmen.“ Und – ist etwas übrig geblieben von der Bewerbung zur ‚Miss Germany‘? Laura: „Tatsächlich – es gibt Anfragen aus der Wirtschaft für Werbe-Einsätze. Wenn es sich lohnt – warum nicht? Und zudem: Ich will mich gerne einbringen in aktive Unterstützung der medizinisch so wertvollen Stefan-Morsch-Stiftung. Ich finde den Einsatz des Stiftungs-Gründers Emil Morsch, den ich persönlich kenne, so wichtig. Die Bewerbung um die ‚Miss Germany‘ war eine Episode in meinem jungen Leben – aber keine ganz unwichtige !“ FA
