Vorbildliche Unterstützung örtlicher Aktionen und wertvolle Anschaffungen für die Beller Wehr
Nicht mehr wegzudenken aus Bell
Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bell e.V. zählt inzwischen zu den zwei größten Vereinen in Bell
Bell. Die seit 1925 existierende Beller Feuerwehr verfügte immer über eine sogenannte Kameradschaftskasse. Die Tatsache, dass mit diesem Geld seit den 70er Jahren die Kirmes und seit den 90er Jahren der Tag der offenen Tür finanziert wurden, barg die Gefahr in sich, dass nur die Vorstandsmitglieder mit ihrem Privatvermögen hafteten. Deshalb spielte man schon damals mit dem Gedanken, einen Förderverein zu gründen. Dies wurde jedoch vom damaligen Vorstand der Beller Feuerwehr aus verschiedenen Gründen immer wieder verschoben. Mit Einführung der Quellensteuer musste aber ein Verein gegründet werden, da es sich bei der Feuerwehr um eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes handelt. Also erstellte der damalige Vorstand die Satzung eines „Feuerwehrvereins“ als juristische Person und beantragte damit bei der Bank die Befreiung von der Quellensteuer. Da es jedoch immer noch kein eingetragener Verein war, hafteten die Vorstandsmitglieder weiterhin mit ihrem Vermögen. Als Hermann Peter Heuft 2006 Wehrführer wurde, versuchte er von Anfang an, den neuen Vorstand von der Gründung eines Fördervereins als eingetragenen Verein zu überzeugen.
Der Förderverein überzeugt mit Zahlen
Nachdem das aufwendige Prozedere einer auf die Beller Bedürfnisse zugeschnittenen Satzungsformulierung abgeschlossen war, kam es dann endlich im Oktober 2011 zur offiziellen Gründung des eingetragenen Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bell, der inzwischen neben dem Sportverein zum mitgliederstärksten Verein des Backenofenbauerdorfes zählt. Während Karl Daub bis Oktober 2017 als 1. Vorsitzender des achtköpfigen Vorstands für die Geschicke des Vereins verantwortlich zeichnete, ist auch für seinen Nachfolger im Amt, Franz Josef Breitbach, der bis 2017 stellvertretender Vorsitzender war, die Leitung des Fördervereins seit nunmehr zwei Jahren eine echte Herzensangelegenheit. Zu dem starken Vorstandsteam zählen außerdem Jan Soetebier (2. Vorsitzender), Tobias Heuft (Kassierer), Simone Breitbach (Schriftführerin), Wehrführer Hermann Peter Heuft (geborenes Mitglied), Gerätewart Hans Joachim Sänger (geborenes Mitglied), Dirk Zavelberg (Beisitzer) und der Jugendfeuerwehrwart, Joël Maimann (geborenes Mitglied). Zurzeit zählt der Verein 385 zahlende Mitglieder sowie 38 aktive Wehrleute, 10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und vier Mitglieder der Alterswehr. Um die Beller Wehr mit diversen Anschaffungen unterstützen zu können, bedarf es selbstverständlich eines entsprechenden Kapitals. Da der Förderverein außer den Mitgliederbeiträgen über keine weiteren festen Einnahmen verfügt, ist er auf Spenden angewiesen. So werden zu den Jubiläen alle fünf Jahre die örtlichen Firmen angeschrieben, die sich zumeist mit einer entsprechenden Spende erkenntlich zeigen. Außerdem werden weitere Gelder beim Beller Feuerwehrfest und am Feuerwehrtag im Rahmen der Beller Kirmes durch den Verkauf von Speisen und Getränken generiert.
Neuanschaffungen sind nun keine Ausnahme mehr
Da der Förderverein besonders sparsam mit seinen Geldern umgeht, ist es ihm in den vergangenen Jahren gelungen, einige wichtige Investitionen zu tätigen. So zum Beispiel ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF), ein Beitrag zur Ausstattung des Notstromaggregates, ein Halligan-Tool (Multifunktionswerkzeug) und zwei neue energiesparende LED-Schweinwerfer für die Einsatzstellenbeleuchtung. Außerdem bewirtet der Förderverein jedes Jahr im Dezember den monatlich stattfindenden Seniorennachmittag der Ortsgemeinde und lädt die Senioren zu Kaffee und Kuchen sowie zu einem leckeren Abendessen ein, das von einer Fachfirma im Auftrag des Fördervereins zubereitet wird. Während die Unterstützung der eigenen Jugendfeuerwehr zum Beispiel bei der 24-Stunden-Übung oder beim Jugendfeuerwehrzeltlager sowie die Unterstützung der Beller Kroatienhilfe-Aktionen oder des Pfarrfestes selbstverständlich unentgeltlich ist, freut man sich beim Einsammeln der Weihnachtsbäume im Januar jeden Jahres über jede noch so kleine freiwillige Spende. Dass die Beller Feuerwehr bereits seit 1997 mit zwei bis drei Nikoläusen im Einsatz ist und diese lieb gewonnene Tradition von vielen Familien nach wie vor gerne in Anspruch genommen wird, ist für den Förderverein ebenfalls erfreulich. Schließlich darf er- im Gegensatz zum ehemaligen Feuerwehrverein- als eingetragener Verein auch freiwillige Spenden entgegennehmen. FRE
Gerätewart Hans Joachim Sänger mit dem vom Förderverein finanzierten „Halligan Tool“ sowie der stellvertretende Wehrführer Lars Perzewski mit einem von zwei ebenfalls vom Förderverein finanzierten LED-Scheinwerfern.
Bereits seit 1997 ist die Beller Feuerwehr jedes Jahr mit zwei bis drei Nikoläusen im Einsatz.Fotos: FRE
