Allgemeine Berichte | 30.04.2018

SSV´81 Pfaffenheck schult seine Mitglieder

„Nicht wegschauen, sondern helfen“

Erste-Hilfe-Kurs soll Teilnehmer sicherer machen im Umgang mit Verunfallten

Herzdruckmassage ist anstrengend, stellten die Teilnehmer fest.privat

Pfaffenheck. Auf Anregung einiger seiner Übungsleiter hat der SSV´81 Pfaffenheck erstmalig einen Erste-Hilfe-Kurs für seine Vereinsmitglieder und interessierte Bürger durchgeführt. Dies war nur möglich durch die Unterstützung der Gemeinde Nörtershausen, die das Dorfgemeinschaftshaus in Pfaffenheck zu Verfügung gestellt hat, sowie das Deutsche Rote Kreuz, Bildungszentrum Mayen-Koblenz, das die inhaltliche Ausgestaltung übernommen hat.

Um 9.30 Uhr trafen sich 13 Teilnehmer voller Spannung, was sie erwartet und vor welche Herausforderungen an sie gestellt würden. Schließlich ist man oft im Alltag, wenn es zu einem Unfall kommt oder Personen verletzt werden, überfordert und weiß nicht richtig, was zu machen ist.

Durch den erfahrenen Ausbilder, Herrn Steinbach, der über eine langjährige ehrenamtliche Erfahrung als First Responder verfügte, konnte diese Angst schnell genommen werden. Seine wichtigste Forderung dabei war: „Nicht wegschauen, sondern helfen, ohne den Eigenschutz zu vernachlässigen. Falsch machen kann man nur etwas, wenn man gar nichts macht!“

Interessant war zum Einstieg zu erfahren, dass die meisten Unfälle im Haushalt (circa 40 Prozent) passieren und nicht, wie die meisten Teilnehmer dachten, im Straßenverkehr. Dort sind es lediglich 10 Prozent, während im Sport etwa 20 Prozent und in Betrieben circa 30 Prozent der Personenschäden vorkommen.

Zuerst wurde dann das richtige Vorgehen beim Auffinden eines Verletzten durchgesprochen und die Bedeutung der europaweiten Notrufnummer 112 klargemacht. Weiter behandelt wurden unter anderen die Themen „Verbrennungen/Verbrühungen“, „Wundbehandlung/Anlegen von Verbänden“ und die „stabile Seitenlage“. Wichtig war vor allen Dingen auch für die vielen jugendlichen Teilnehmer, die kurz vor ihrer Führerscheinprüfung stehen, das korrekte Verhalten bei Verkehrsunfällen zu erlernen. Hierbei kam es auch bei der ein oder anderen praktischen Übung, wie der Helmabnahme oder dem Bergen eines Verletzten aus einem Auto, trotz des ernsten Themas durchaus zu einigen lustigen Situationen. Nach einer kurzen Mittagspause, in der der SSV einen kleinen Imbiss reichte, wurde das Thema behandelt, das alle am meisten interessierte: die Versorgung eines Bewusstlosen mit Atemstillstand. Hier heißt es sofort reagieren und reanimieren. Am Lehrreichsten war dabei die Erfahrung, wie anstrengend eine Herzdruckmassage ist, wenn sie über längere Zeit durchgeführt werden muss. Gott sei Dank gibt es heutzutage an vielen öffentlichen Plätzen sogenannte Defibrillatoren, die diese lebensrettende Maßnahme für einen Ersthelfer wesentlich erleichtern.

Bevor Herr Steinbach die Veranstaltung beendete, redete er allen Teilnehmern noch einmal ins Gewissen und machte die Bedeutung eines Organspendeausweises und einer Patientenverfügung deutlich. Vor allen Dingen bei den älteren Teilnehmern war dabei ein nachdenklicher Blick festzustellen. Jeder Teilnehmer erhält noch ein Zertifikat als Nachweis, das zum Beispiel auch für die Vorlage bei der Führerscheinprüfung verwendbar ist.

Am Ende des Tages waren alle begeistert und froh, ihr Wissen in Erster Hilfe aufgefrischt zu haben. So konnte kurz vor 18 Uhr die erfolgreiche Veranstaltung beendet werden, sodass alle sportlich interessierten Teilnehmer noch rechtzeitig zur Sportschau zu Hause waren.

Herzdruckmassage ist anstrengend, stellten die Teilnehmer fest.Foto: privat

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