Allgemeine Berichte | 10.05.2023

25 Jahre Jugendfeuerwehr und zehn Jahre Bambini-Feuerwehr

Niederelbert feierte den Feuerwehrnachwuchs

Jubiläumsfest mit Olympiade, Übungsszenarien und vielem mehr begeisterte rund um die Elberthalle

Wasser marsch: Bei mehreren Löschangriffen demonstrierte der Feuerwehrnachwuchs in Niederelbert sein Können. Fotos: VG Montabaur / Ingrid Ferdinand

Niederelbert.Rund um die Elberthalle in Niederelbert war am Samstag mächtig was los. Der Feuerwehrnachwuchs hatte gleich doppelten Grund zum Feiern: Die Jugendfeuerwehr Niederelbert kann in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Zudem sind die jüngsten Brandschützer - die sogenannten Bambinis im Alter von sechs bis zehn Jahren - seit nunmehr (gut) 10 Jahren in der Bambini-Feuerwehr aktiv. Gefeiert wurde das Doppeljubiläum mit einem tollen Fest, bei dem zahlreiche Westerwälder Jugendfeuerwehren sowie das Jugend-THW Montabaur ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Mehr als 200 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuerinnen und Betreuern aus dem gesamten Westerwaldkreis hatten den Weg an die Elberthalle gefunden, um gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden aus Niederelbert zu feiern. Eröffnet wurde der Feuerwehr-Jubiläumstag von den Bambinis und der sechsten Feuerwehr-Olympiade, organisiert und durchgeführt vom Kreisfeuerwehrverband Westerwald. Bambini-Wartin Nicole Müller-Nilges und Uwe Rörig, Jugendwart der Verbandsgemeinde Montabaur, starteten den sportlichen Wettkampf, bei dem in erster Linie der Spaß im Vordergrund stand. Insgesamt 145 Mädchen und Jungen, aufgeteilt in 24 Gruppen in zwei verschiedenen Altersklassen, eiferten um den Sieg. Dabei mussten beispielsweise mit einer Kübelspritze ein Eimer gefüllt, nasse Schwämme um Hindernisse transportiert, Toilettenpapier gestapelt und Kochlöffel durch die Kleidung gefädelt werden. Während in der Altersklasse A das Team aus Meudt die Nase vorne hatte, jubelten am Ende in der Altersklasse B die Geburtstags-Bambinis aus Niederelbert. Dass in der Altersklasse B die ersten vier Plätze ausschließlich von Teams aus der Verbandsgemeinde Montabaur belegt wurden, freute Uwe Rörig natürlich besonders: „Das ist großartig“, lobte der Jugendwart.

Viel Aufmerksamkeit zogen auch die Vorführungen und Übungsszenarien der Jugendfeuerwehren und des Jugend-THW auf sich. Zunächst stellten die Nachwuchs-Floriansjünger aus Heilberscheid ihr Können unter Beweis und zeigte einen Teilbereich aus dem jährlich stattfindenden Bundeswettbewerb. Dabei ging es insbesondere um Schnelligkeit beim Aufrollen von Schläuchen, beim Koppeln von Gewinden und beim sorgsamen Installieren von Wasserspritzen.

Im Anschluss gab es dann gleich zwei „stille Alarmierungen“ für die Jugendfeuerwehren aus Heiligenroth, Kadenbach, Nentershausen, Niederelbert, Oberelbert/Hübingen sowie das Jugend-THW aus Montabaur. Im ersten Szenario wurden mehrere Löschangriffe - unter anderem auf die Grundschule in Niederelbert - demonstriert. Im Mittelpunkt der zweiten Übung stand eine „verletzte Person“, die unter schweren Betonteilen eingeklemmt war. Dabei war verbandsübergreifende Gemeinschaftsarbeit angesagt: Wer sichert die Unfallstelle? Wer kümmert sich um den Verletzten? Wie wird die Betonplatte angehoben, um den Verletzten bergen zu können? Nach einer kurzen Einsatzbesprechung ging es los: Hochkonzentriert, routiniert, vor allem aber ruhig in der Sache, fanden die Mädchen und Jungen ihren Platz: Der „Verletzte“ erhielt angemessene Betreuung, die Vorbereitungsarbeiten liefen wie am Schnürchen und kurze Zeit später konnte schließlich die Betonplatte mittels Druckluft nach oben bewegt und die „verletzte Person“ befreit werden. Uwe Rörig und der stellvertretende Kreisjugendwart, Florian Bach, zeigten sich sehr zufrieden von dem reibungslosen Ablauf: „Es macht uns stolz, zu sehen, wie unser Nachwuchs das Erlernte gemeinschaftlich umsetzt.“ Aktuell haben glücklicherweise weder die Feuerwehren, noch das THW mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Insbesondere nach der Corona-Krise vermelden die Brand- wie auch Katastrophenschützer ein vermehrtes Interesse an ihren Organisationen. Dies bestätigte auch Thomas Krekel, Jugendwart des Westerwaldkreises: „Wir sind wirklich sehr froh, dass wir seit der Pandemie mehr Kinder in unseren Reihen zählen. Vielleicht liegt es daran, dass viele Jugend- und Bambini-Warte die Kinder mit tollen und sehr einfallsreichen Video-Übungsstunden bei der Stange gehalten haben.“

Zu der abschließenden kleinen Feierstunde begrüßte Simon Brömel, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Niederelbert, die Gäste denn auch mit stolzgeschwellter Brust: Er berichtete vor allem über den ereignisreichen Tag, der so viele positive Eindrücke hinterlassen hatte. Aber auch von der empfundenen Dankbarkeit gegenüber seinen Kameraden, vor allem dem Jugendfeuerwehrwart Stefan Nauroth und dem Bambini-Feuerwehrwart Andre Dario Helsper, die mit viel Herzblut und Initiative diese Jubiläumsveranstaltung möglich gemacht hatten.

Lobende Grußworte und Geschenke für die Jubilare hatten zudem die Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet, Nicole Hampel (Beigeordnete des Westerwaldkreises), Andree Stein (Erster Beigeordneter und Brandschutzdezernent der Verbandsgemeinde Montabaur), Carmen Diedenhoven (Ortsbürgermeisterin von Niederelbert), Dirk Strüder (Landesjugendfeuerwehrwart des Landesverbandes Rheinland-Pfalz), Thomas Krekel (Jugendfeuerwehrwart des Westerwaldkreises) sowie Ralf-Felix Kespe (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Westerwald) im Gepäck.

Uli Roth, Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Niederelbert, ließ die Geschichte der Jugendfeuerwehr sowie der Bambini-Feuerwehr noch einmal Revue passieren. Und ohne es zu ahnen, stand plötzlich Florian Bach, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, im Mittelpunkt der Feier: Vor 25 Jahren, quasi mit Gründung der Jugendfeuerwehr, hatte er zum Feuerwehr-Dienst gefunden und sich seither vor allem im Bereich der Jugendarbeit weit über das übliche Maß hinaus engagiert. Dafür dankten ihm seine Kameraden auf diesem Wege. Eine weitere Überraschung gab es für Gabi Kilian, Petra Roth, Tanja Höbelt und Simone Scherz: Die vier Frauen wurden mit der Floriansnadel des Landesfeuerwehrverbandes von Rheinland-Pfalz für „die langjährige familiäre Unterstützung eines Aktiven“ ausgezeichnet. „Ehrenamt funktioniert nur mit der Familie, niemals ohne“, unterstrich Ralf-Felix Kespe im Rahmen der Ehrung.

Pressemitteilung der

VG Montabaur

Bei der Rettung einer unter Beton eingeklemmten Person arbeiteten mehrere Jugendfeuerwehren und das Jugend-THW aus Montabaur Hand in Hand. Mit Erfolg: Der „Verletzte“ konnte schnell befreit werden. Die Besucher verfolgten die Übung mit großem Interesse.

Bei der Rettung einer unter Beton eingeklemmten Person arbeiteten mehrere Jugendfeuerwehren und das Jugend-THW aus Montabaur Hand in Hand. Mit Erfolg: Der „Verletzte“ konnte schnell befreit werden. Die Besucher verfolgten die Übung mit großem Interesse.

Auf die Plätze, fertig, los! Bei der Feuerwehr-Olympiade ging es spannend zu. Unter anderem mussten die Bambinis nasse Schwämme um Hindernisse transportieren.

Auf die Plätze, fertig, los! Bei der Feuerwehr-Olympiade ging es spannend zu. Unter anderem mussten die Bambinis nasse Schwämme um Hindernisse transportieren.

Wasser marsch: Bei mehreren Löschangriffen demonstrierte der Feuerwehrnachwuchs in Niederelbert sein Können. Fotos: VG Montabaur / Ingrid Ferdinand

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Monatliche Anzeige
Imageanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Dauerauftrag 2026
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
78

Die Woche vom 20. bis 26. April fällt in eine Phase des spürbaren Übergangs. Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits stabil, gleichzeitig wächst die Erwartung auf den Mai. Diese Mischung aus Aufbruch und Ungeduld prägt viele Entscheidungen. In Liebe, Gesundheit und Beruf entstehen Chancen, aber auch Momente der Unsicherheit. Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
350

Im Bereich der Ahrtalbahn könnte es nachts etwas lauter werden:

Ab 15.04.: Schleifzüge fahren auf der Ahrstrecke

Kreis Ahrweiler. Seit Dezember 2025 fahren die Züge wieder vollständig auf der gesamten Ahrstrecke zwischen Remagen und Ahrbrück. Seit März 2026 sind beide verkehrenden Linien rein elektrisch und damit umweltfreundlicher unterwegs. Damit die neuen Schienen nun noch einen „letzten Schliff“ erhalten können, wird nachts ein Schleifzug unterwegs sein. Dies betrifft die folgenden Zeiträume und Abschnitte:

Weiterlesen

16

Ausbau der Ladeinfrastruktur am Rathaus

Neuer Schub für die Elektromobilität

Meckenheim. Das regionale Energieunternehmen e-regio erweitert die Ladeinfrastruktur in Meckenheim und schafft am Rathausparkplatz zusätzliche Möglichkeiten zum komfortablen Laden von Elektrofahrzeugen. Aufgrund der hohen Nutzung der bestehenden Ladesäule werden derzeit zwei neue AC-Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten installiert. Die neuen Ladepunkte sind so angeordnet, dass sie von jeweils zwei Parkbuchten optimal erreichbar sind.

Weiterlesen

32

Allgemeine Berichte

Ortsübliche Bekanntmachung

Sinzig. Ortsübliche Bekanntmachung über die öffentliche Bekanntgabe der Bestimmung und Abmarkung von Flurstücksgrenzen in der Gemeinde _Sinzig_______ In der Gemarkung __Bodendorf______, Flur __13__, Flurstücke __124/1, 133______ wurden die Flurstücksgrenzen aus Anlass einer Liegenschaftsvermessung auf Antrag bestimmt und abgemarkt. Über diese Maßnahmen wurde am _17.3.2026_ eine Grenzniederschrift angefertigt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Titel
Koblenz blüht
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
Rund ums Haus
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Wohnträume
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Wohnträume
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681