Allgemeine Berichte | 02.08.2018

Umweltbildungsmodul „Bau von Nistkästen“ in der Grundschule Urbach war ein voller Erfolg

Nistkästen - mehr als ein bisschen Holz

Die zehn selbst gebauten Nistkästen werden rund umdie Schule aufgehangen, um heimischen Vögeln einen Nistplatz zu bieten.privat

Urbach. Alle Schüler und Schülerinnen der 3. Klassen der Märkerwaldschule bauten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Nistkästen. Dies fand im Rahmen des Umweltbildungsmoduls „Bau von Nistkästen“ statt, für das das Netzwerk „Umweltbildung Rhein-Mosel“ verantwortlich ist. Der Waldpädagoge Peter Hüging, der das Modul an der Schule leitete, führte die Kinder motiviert und kindgemäß in die Thematik ein. Schnell wussten alle, dass zum Bau von Nistkästen mehr gehört als Holz und Werkzeug. Man braucht Wissen über die Lebensgewohnheiten der Vögel, aber auch darüber, wie und warum es wichtig ist, Nistkästen zu bauen.

Nach einer Vorstellungsrunde und einem kleinen Spiel ging Herr Hüging mit den Kindern nach draußen auf den Schulhof. Gemeinsam lauschte man den Vogelstimmen in der Natur und versuchte, Gehörtes bekannten Vögeln zuzuordnen. Im Vordergrund stand hier das bewusste Zuhören. Anschließend präsentierten die Schüler ihr im Waldprojekt bereits erworbenes Wissen.

Kinder zeigten sich von neuem Wissen beeindruckt

Nachdem die Greifvögel thematisiert wurden, zeigte Herr Hüging den Greiffuß eines Falken. Die Kinder waren beeindruckt von der Festigkeit und Beschaffenheit der Kralle.

Ebenso wurde die Unterscheidung von Höhlen- und Halbhöhlenbrütern und damit die Notwendigkeit des Nistkästenbaus thematisiert. In einer Gruppenphase informierten sich die Kinder über weitere Vögel.

Im Werkraum folgte schließlich die Einweisung in den Bau der Nistkästen. Neben der Arbeitsabfolge und der Benennung der Werkzeuge, betonte Herr Hüging besonders die nötige Teamarbeit, die für einen erfolgreichen Bau unerlässlich war.

In Teamwork entstanden die tollen Nistkästen

Engagiert und motiviert begannen die Kinder das Holz mit Schleifpapier zu bearbeiten und bewiesen hier großen Einsatz. Im Anschluss wurde ganz ohne Einsatz von Maschinen gearbeitet.

Die Kinder bohrten nur mit Handbohrern und zogen die Schrauben mit Schraubendrehern fest. Sie stellten fest, dass echte Handarbeit nicht nur Geschick, sondern auch Anstrengungsbereitschaft und Durchhaltevermögen erfordert.

Sichtlich stolz waren alle zum Abschluss des Vormittages, als sie ihre Arbeit erfolgreich beendet hatten. Insgesamt zehn Nistkästen wurden von den Kindern der Klassen 3a und 3b gebaut. Diese werden auf dem Gelände rund um die Märkerwaldschule aufgehängt, um den Bestand der heimischen Vögel zu schützen und zu sichern.

Die zehn selbst gebauten Nistkästen werden rund um die Schule aufgehangen, um heimischen Vögeln einen Nistplatz zu bieten.Foto: privat

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