Allgemeine Berichte | 17.02.2017

Franziskus Gymnasium Nonnenwerth

Nonnenwerth hatte eingeladen zur Berufs- und Studienberatungsbörse

Experten aus verschiedenen Fachgebieten und ehemalige Schülerinnen und Schüler boten wertvolle Auskünfte

Die Schülerinnen und Schüler informierten sich bei den verschiedensten Experten. Philipp Bockshecker

Remagen. In der Aula des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth fand kürzlich die sechste „JobsTodayTomorrowTogether“-Veranstaltung, eine Berufs-und Studienberatungsbörse, statt. Als Veranstalter zeichneten sich die Schülervertretung und der Verein der Freunde, Förderer und Ehemalige (VFFE) mit seinem Vorsitzenden, Herr Dr. Koch, verantwortlich. Schon am Vortag wurde vom Organisationskomitee der MSS 11 aufgebaut, Stromkabel verlegt und die Aula in eine richtige Messehalle umgewandelt. Die Schülervertretung hatte wirklich alles perfekt organisiert: Von den bereitliegenden Namensschildern für die Beratenden, über Übersichtsflyer mit dem Programm, Hinweisschilder zur Aula, bis hin zu den Garderobenständern – alles war da.

Mittags stand am Freitag dann auch ein Empfangskomitee bereit, das die eintreffenden Berater zu ihrem Stand geleitete und gegebenenfalls fehlende Utensilien besorgte. Herr Dr. Koch vom VFFE und Astrid Heilmann-Cappel, Studiendirektorin und verantwortliche Ansprechpartnerin, begrüßten die Anwesenden. Ein ehemaliger Schüler, Oliver Rieche (Abitur 2008), eröffnete die Veranstaltung und berichtete von seinen sehr interessanten internationalen Studien- und Tätigkeitsfeldern (unter anderem auch bei der UNO). In seinem reich bebilderten Vortrag gab er der Nonnenwerther Schülerschaft viele Tipps: über den Tellerrand hinauszuschauen und vor Studien- oder Berufsbeginn einen Auslandsaufenthalt anzustreben, sich freizumachen von Modetrends oder elterlichen Ratschlägen – sich dem zu widmen, was sie wirklich gerne tun. Nur so ließen sich gute Leistungen auf Dauer erzielen.

Außerdem sei es wichtig, Netzwerke zu nutzen – ein weiterer Hinweis. Er sei nach langer Zeit wieder auf die Insel gekommen, um genau dies auch anzubieten: sein großes Netzwerk an unterschiedlichsten Ansprechpartnern im Ausland könne gerne „angezapft“ werden. Und in der Tat: Viele Schülerinnen und Schüler nahmen das Angebot an und notierten sich seine Mailadresse. Nach dem Vortrag konnten sich alle an den verschiedensten Ständen informieren und Fragen stellen. Über 50 Berater und Vertreter von Hochschulen hatten ihr Kommen zugesagt und deckten so das Spektrum an Wünschen ab, das die Schülervertretung in einer Umfrage zuvor bei den Klassen zehn bis zwölf eruiert hatte. Um manche Stände gab es ein regelrechtes Gedränge, bei anderen ging es eher gemächlich zu. Dafür wurden hier oft sehr intensive Fachgespräche geführt. Dass so viele Ehemalige mit großem Engagement bei dieser alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung gerne dabei sind, bewies nicht nur Oliver Rieche, der eigens von London eingeflogen war und schon am Tag selbst wieder von Frankfurt nach Bombay startete, um bei der Hochzeit einer Studienfreundin dabei sein zu können.

Auch Andrea Kaesberger, ebenfalls ehemalige Nonnenwertherin, gab ihre Erfahrungen weiter. Angeregt durch ihr Sozialpraktikum im Altenheim entdeckte sie ihre Vorliebe für diesen Tätigkeitsbereich und begann nach ihrem Abitur ihr Studium (soziale Arbeit) an der evangelischen Fachhochschule Bochum. Nach ihrem Abschluss hat sie dort ein spezielles Kompetenzzentrum für Demenz aufgebaut, das neben fachlicher Schulung von Ehrenamtlichen, einem Café für Angehörige an Demenz Erkrankter auch verschiedenste Konzepte für wohnortnahe Betreuung erarbeitet und evaluiert. Eigens für diesen Tag hat sie eine Schulung, die sie leiten sollte, verlegt.

„Kontakt zu meiner alten Schule ist mir wichtig“

„Der Kontakt zu meiner alten Schule ist mir wichtig. Ich selbst wäre froh gewesen, wenn wir damals schon so eine Veranstaltung an der Schule gehabt hätten“, so Andrea Kaesberger als Begründung für dieses außergewöhnliche Engagement. Andere, wie zum Beispiel Ruben Schäfer, stellten heraus, dass sie durch die am Franziskus Gymnasium gemachten Erfahrungen in der Leitung einer Schülerfirma letztlich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben.

Zeitgleich zur Messe wurden in drei Vortragsräumen im 30-Minuten-Takt unterschiedlichste Fachvorträge angeboten – vom Studium bei der Telekom, über Computervisualistik (als Spezialstudiengang der Informatik), bis hin zur WHU, einer privaten Hochschule für Wirtschaft und Management, und der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.

Das Cateringteam der MSS 12 sorgte währenddessen dafür, dass die zum Teil weit angereisten Referentinnen und Referenten auch kulinarisch gut versorgt wurden. Am Ende zeigte sich die kommissarische Schulleiterin des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth, Andrea Monreal, noch einmal bei allen erkenntlich, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen hatten. Als kleines Dankeschön wurden von der SV und Herrn Dr. Koch an alle Referenten Schokoblumen mit Gutschein verteilt – gesponsert von Herrn Coppeneur (Vater eines Fünftklässers).

Während nun ein Team der Elfer sich um den Abbau kümmerte, gab es für die Ehemaligen, die nicht direkt wieder die Insel verlassen mussten, noch die Gelegenheit, nach einer kleinen Stärkung in der Cafeteria ihre alte „Penne“ zu besichtigen. Hat sich doch in den letzten Jahren einiges getan in Sachen Umbau: Das neue Lernzentrum mit Bibliothek und Informatikraum, das Schulcafé, die neue Cafeteria und der gesamte Umbau der Orientierungsstufenräume sorgten für großes Staunen. Gut, dass es da noch solche „Erinnerungsanker“ wie den Zeichensaal gibt. Dessen spektakuläre Rundumsicht auf Gelände und Rhein bleibt doch den Insulanern immer in Erinnerung.

„Eine sehr schöne Veranstaltung. Ich durfte etliche spannende Gespräche mit Ausstellern, Schülern, Lehrern und anderen Ehemaligen führen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich, zu sehen, dass sich Nonnenwerth weiter so positiv entwickelt“, so Ruben Schäfer.

Die Schülerinnen und Schüler informierten sich bei den verschiedensten Experten. Fotos: Philipp Bockshecker

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