Rheinbreitbacher Grüne Daumen feierten ihr traditionelles Erntedankfest im Bürgersaal
Norbert Jünger erhielt den Wanderpreis „Goldener Spaten“
Katharina Pabst ist Erntekönigin
Rheinbreitbach. Zu seinem traditionellen Erntedankfest hatte der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach um seine Vorsitzende, Kartini Klein, am Samstag im Anschluss an die in Sankt Maria Magdalena gefeierte Erntedankmesse in den Bürgersaal an der Hans-Dahmen-Halle eingeladen. Nach dem gemeinsam gesungenen Herbstlied „Bunt sind schon die Wälder“ ließ die Vorsitzende das Gartenjahr Revue passieren. „2016 ist bis nach den Sommerferien feuchtkalt gewesen, dieses Mal sind wir im Frühjahr von späten Frostnächten geplagt worden, unter denen die Obsternte stark gelitten hat“, erinnerte sie. Danach hatte dann Regen den Erfolg der Erdbeerernte stark behindert. Das hielt die Grünen Daumen des ehemaligen Erdbeer-Ortes jedoch nicht davon ab, die Rückschau mit dem Lied „Nun danket alle Gott“ abzuschließen, nach dem Alleinunterhalter Peter Josef Euskirchen wie in den Vorjahren die musikalische Unterhaltung der Festgäste übernahm, während sich diese ausgiebig stärkten. Nachdem sie hoch über die Wolken entführt worden waren, wo die Freiheit grenzenlos sein soll, holte der Musiker die Obst- und Gartenbauer mit den „Räubern“ wieder zurück auf die Erde, genauer op den Maat, op dem die Buure stonn mit „decke Eier, fuhle Prumme un lange Muhre.“
Nicht diese, sondern einen Glücks-Cent, den sie unter ihrer in Goldpapier eingehüllten Praline gefunden hatte, konnte Katharina Pabst vorweisen, die entsprechend von Kartini Klein zur neuen Erntekönigin gekrönt wurde, bevor sie sich mit Wanderwart Adi Berg im Dreivierteltakt des Ehrenwalzers drehte. „Stärken Sie sich jetzt noch ausgiebig, damit Sie nachher fit sind für ihre Funktion als Glücksfee beim Ziehen der gewinnbringenden Tombola-Lose“, riet Kartini Klein der Erntekönigin mit Blick auf die dicke Chrysanthemenbüsche und Astern, Alpenveilchen, Grünpflanzen und Zimmerrosen, zwischen denen sich gehaltvolle Getränke, Zwiebeln von Frühlingsblumen und Süßigkeiten versteckten.
Traditionell werden beim Erntedankfest auch langjährige Mitglieder geehrt. Eine Urkunde erhielt zunächst Gertrud Hahn, die 1997 zu den Obst- und Gartenbauern gestoßen war. Ihr Silberjubiläum konnten Karl Abel, Kartini Klein selber sowie Ingrid und Heinz Ziegler feiern. „Die entsprechenden Urkunden bekommen auch noch Ute Runkel und Waltraud Schorn, die vor 25 Jahren zusammen mit mir eingetreten sind, weil damals Josef Wingen geworben hatte, dass junge Mädels in den Verein rein müssten“, erinnerte die Vorsitzende, bevor sie Rudolf Martin für 30-jährige Vereinszugehörigkeit sowie Elisabeth Führer, die extra aus Bergisch Gladbach angereist war, für 35- jährige Treue auszeichnete, während Johannes Federhen bereits 1972 zu den Grünen Daumen des Ortes gestoßen war.
Mann des Abends aber war ein anderer, als Kartini Klein dann zum Höhepunkt des Abends, der mit Spannung erwarteten Verleihung des Wanderpokals „Der Golden Spaten“ überging. Der zu Ehrende sei allen Vereinsmitgliedern bestens bekannt, verriet sie. „Er lässt sich zwar bei unseren Veranstaltungen selten sehen, dafür aber hat er einen ausgezeichneten Ruf als überaus erfolgreicher Gemüse- und Obstgärtner“, orakelte die Vorsitzende über den neuen Wanderpreisträger. Bereits extrem früh im Jahr setze er selbst gezogene Salatpflänzchen ins Beet und sobald der Boden warm genug sei, wären Zucchini und Kartoffeln an der Reihe. „Im frühen Sommer hängen dann seine roten und schwarzen Johannisbeersträucher voller Rispen und auch der große Feigenbaum trägt meistens über 100 Früchte“, gab Kartini Klein über den neuen Preisträger des „Goldenen Spatens“ preis, was allerdings für die Festgäste noch nicht ausreichte, um diesen zu erraten. Als die Vorsitzende dann aber berichtete, dass der Nachfolger von Helmuth Rutsch gerne ein Schwätzchen über seine massive, halbhohe Gartenmauer halte, vorwiegend um Gartenerfahrungen auszutauschen, war allen klar: Es konnte sich nur um Norbert Jünger handeln, sodass sich die Vorsitzende den abschließenden Hinweis eigentlich hätte sparen können, dass der Preisträger große Teile seiner stets üppigen Ernte freizügig an seine Nachbarn verschenken würde.
„Vielen Dank für diese große Ehre, aber im Grunde will ich die gar nicht. Ihr solltet Euch dafür lieber junge Leute aussuchen, um mehr Nachwuchs in den Verein zu holen. Alte wie mich haben wir hier doch genug“, kommentierte Norbert Jünger, der seit 37 Jahren Mitglied im Obst- und Gartenbauverein ist, die Auszeichnung der Grünen Daumen. Die freuten sich dann auf die magischen Kunststücke des zaubernden Diakon Winfried Reers, der sie darüber hinweg tröstete, dass die Chorgemeinschaft MGV „Cäcilia“ Bruchhausen/MGV „Concordia“ Rheinbreitbach sie auf ihrem Fest ein letztes Mal mit Erntedank- und Weinliedern unterhalten hatte.
DL
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