In Gelsdorf feierten knapp 200 Jecken Karneval
Nostalgiesitzung erfreut sich großer Beliebtheit
Gelsdorf. Die Grafschafter Nostalgiesitzung erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. So groß, dass es in diesem Jahr zu wenig Plätze gab. Einst von der Gemeindeverwaltung initiiert, ist der bunte Nachmittag mittlerweile in der Hand des Projekts „Älter werden in der Grafschaft mitgestalten“ und darf sich großer Unterstützung der Gelsdorfer Möhne erfreuen. Am Freitagnachmittag platzte die Gelsdorfer Mehrzweckhalle aus allen Nähten. „Schade, dass nicht alle dabei sein konnte, die sich anmelden wollten“, mussten die Projektkoordinatorinnen Adriana Sampaio und Mary Witsch schon im Vorfeld feststellen.
Die, die gekommen waren, hatten sich bunt kostümiert, um eine Karnevalssitzung wie früher, also ohne großen Ramba-Zamba-Party, dafür mit herrlichen Bühnenauftritten, feiern zu können. Bei Kaffee und Kuchen plauderte Bürgermeister Achim Juchem zum Start in der Bütt aus dem Nähkästchen. Generationen übergreifend erfreuten vor allem die Gelsdorfer Dorfkids und die Ringener Wendböggele die überwiegend älteren Besucher der Nostalgiesitzung. Aus Nierendorf war das Dreigestirn angereist und machte seine Aufwartung, während die Gelsdorfer Möhnen die Duschgewohnheiten von Frauen und Männern vorführten. Aus der Bütt fragte der „Mann vom Finanzamt“ Helmut Schick: „Wer soll das bezahlen.“ Derweil wollte sich ausgerechnet Regens Volker Malburg im Duett mit Sabine Franken als Partnerschaftsvermittler betätigen und hatte sich schon einen prominenten Kunden ausgeguckt.
Das Finale war in Männerhand: der Chor der Ehrenabteilung der Grafschafter Wehr präsentierte seine Feuerwehr-Schlager, ehe das Gelsdorfer Männerballett die Tauglich der Bühne testete und die Herren über eben jene fliegen ließ. Sitzungsleiterin Gertud Dahlhausen verteilte mächtig Orden und hielt dabei alle Fäden in der Hand.
