Allgemeine Berichte | 05.03.2020

NABU: Artenschutz in Rheinland-Pfalz

Nur gezielte Maßnahmen bremsen das Artensterben

Mainz. Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März weist der NABU Rheinland-Pfalz auf die besorgniserregende Entwicklung der Artenvielfalt hin. Weltweit verschwinden pro Tag etwa 150 Arten – für immer. Grund ist das aktuelle Artensterben. Diesmal sind nicht Naturkatastrophen, sondern der Mensch die Ursache. Auch in Rheinland-Pfalz steht es mangels Lebensraum schlecht um die Bestände vieler Arten. So zeigt auch der nationale Vogelschutzbericht die dramatische Entwicklung: Die Bestände der Feldvögel in Deutschland sind seit 1980 um 34 Prozent, das heißt um 10,2 Millionen Brutpaare gesunken. Die Population der Feldlerche etwa ist um 55 Prozent zurückgegangen, die des Rebhuhns um 91 Prozent, die des Kiebitzes um 93 Prozent. Laut Roter Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz von 2014 gelten hier 27 Vogelarten als vom Aussterben bedroht. Die Bestände acht weiterer Arten sind stark gefährdet.

Aber es besteht (noch) Grund zur Hoffnung: „Durch gezielte Artenschutzprojekte ist der Weißstorch, der 1973 in Rheinland-Pfalz schon als ausgestorben galt, hier wieder als regelmäßiger Brutvogel anzutreffen“, so der Geschäftsführer des NABU Rheinland-Pfalz Olaf Strub. Auch das 1997 eingeführte landesweite „Artenschutzprogramm Steinkauz“ des NABU Rheinland-Pfalz sicherte hier bisher die Bestände der kleinen Eulen. „Nun ist es an der Zeit, auch für die Vogelarten der Feld- und Agrarlandschaft geeignete Maßnahmen zu deren Schutz umzusetzen“, so Strub. „Denn die bisherigen Erfolge zeigen: Artenschutz lohnt sich.“ Zum Schutz der Lebensräume müsste vor allem die industrielle Landwirtschaft zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft hin verändert werden, bevor es zu spät für Feldlerche, Rebhuhn & Co. ist. Hier stehen vor allem die Landes- und Bundesregierung in der Verantwortung. Auch die EU-Agrarpolitik könnte hier die Weiche für eine artenreiche Zukunft stellen.

Pressemitteilung

NABU Rheinland-Pfalz

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Kommentare
08.03.202012:21 Uhr
juergen mueller

Vielerorts ist es bereits zu spät für Feldlerche, Rebhuhn & Co. (und nicht nur für diese) - wie in Rübenach z.B.seit Jahren feststellbar.Rehe,Feldhase etc. mit eingeschlossen.Wo früher tierisches "Leben" zu verzeichnen war herrscht jetzt Totenstille.Auch was die Insektenvielfalt anbetrifft,so kann man das Artensterben mit bloßem Auge verfolgen.Die Schuld daran alleine der Landwirtschaft zuzuschreiben ist vermessen.Auch die kontinuierlich weiterbetriebene u.politisch geförderte Ausweitung von Gewerbe-/Industriegebieten trägt dazu bei.Und der Mensch mit seinem Ordnungs- u.Schönheitswahn in seinen Gärten ebenfalls.Wir können froh sein,wenn es gelingt,das zu erhalten,was noch vorhanden ist,was uns Politik u.Wirtschaft noch übrig lassen,solange,bis auch das der Vergangenheit angehört.Zuerst wird durch massive Eingriffe in Umwelt/Natur vieles unreparabel zerstört,was man im Nachhinein wieder versucht zu reparieren.

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