Infoveranstaltung im Schlosspark Sayn
Nutrias bitte nicht füttern
Bendorf. Am Sonntag, 30. Mai fand im Schlosspark Sayn eine Informationsveranstaltung statt, um die Besucher des Parks darüber aufzuklären, warum es schädlich für die Tiere, den Teich und für den gesamten Park ist, wenn wild gefüttert wird. Vor allem die Nutrias verlieren dadurch jede Distanz zum Menschen, verlieren ihren Nahrungstrieb und werden wegen der falschen Ernährung krank. Nutrias sind Futterspezialisten, aber auch liegenbleibendes Futter wie Brot, Körner und ähnliches belasten die gesamte Flora und Fauna des Parks.
Für Enten, Nilgänse, und auch für die Fische im Teich hat diese nicht artgerechte Nahrungsangebot katastrophale Folgen, das Wasser im Teich wird belastet und die Tiere werden krank. Dazu der Veranstalter Johannes Thon: „Nutrias sind niedlich und man schaut ihnen gerne zu, da ist die Verlockung natürlich groß diese zu Füttern, aber das hat dann mit Tierliebe und Tierschutz nichts zu tun. Daher sollen die Leute aufgeklärt werden, warum es nicht gut ist zu Füttern und auch dazu ermutigen andere Leute aufzuklären und davon abhalten Futter in den Park zu bringen.“ Weiterhin geht es darum für ein Projekt zu werben, eine sterilisierte und damit kontrollierte Population von Nutrias vor Ort zu belassen. Bejagd man die Tiere, oder versucht man gar, diese zu vergraulen, geraten die Tiere unter Stress und erhöhen ihre Vermehrung rasant. Gelingt es alle Tiere zu töten, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich neue Nutrias im Park ansiedeln. Eine kontrollierte Population verhindert dies. Wo Nutrias sind, gibt es keine Bisamratten, welche permanent Baue anlegen und damit die Ufer unterhöhlen; Nutrias machen das nicht, sondern begnügen sich mit den vorhandenen Bauen, wenn die Population kontrolliert gleich bleibt.