Ökumenische Senioren-Adventsfeier in Buschhoven
Öffnet die Türen eurer Herzen
Buschhoven. Etwa 80 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung der katholischen und evangelischen Kirche zum ökumenischen Adventskaffee gefolgt. Nach einer ökumenischen Andacht in der Pfarrkirche St. Katharina kamen sie ins Pfarrheim. Der Saal und die Tische waren liebevoll dekoriert. Viele leckere, hausgebackene Kuchen standen bereit. Pater Stanislaus Friede als Hausherr, Pfarrer Ernst Edelmann und Ortsvorsteherin Christel Eichmanns begrüßten die Gäste. „Macht hoch die Tür“ - unter diesem Motto stand in diesem Jahr der Nachmittag für die Buschhovener Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren. Pater Friede griff diesen Aspekt schon bei seiner Begrüßung mit einer kleinen Geschichte auf. Nach dem Kaffeetrinken berichtete Pfarrer Edelmann den Zuhörern Details über die Entstehung des gleichnamigen Liedes. Der Königsberger Pfarrer Georg Weissel schrieb es 1632 zur Einweihung der Kirche in Pregelstadt. Eine weitverbreitete Geschichte erzählt von dem reichen, aber hartherzigen Herrn Sturgis. Dieser hatte den Weg zur Kirche, der vom Armenhaus über sein Grundstück führte, abgesperrt. Als der Kirchenchor das Lied „Macht hoch die Tür“ vor seinem Haus gesungen hatte, wurde ihm seine Hartherzigkeit bewusst, und er öffnete die Tore wieder. Danach sang der Chor „Auftakt“ einige weihnachtliche Lieder, die mit Begeisterung aufgenommen wurden. Ein gemeinsames Singen folgte im Programmablauf. In einem kurzen meditativen Teil wurden eine verschlossene Tür mit der Aufschrift „Eintritt streng verboten“ und eine geöffnete Tür mit der Einladung „Herzlich willkommen“ miteinander verglichen. Während die erstere das Gefühl des Ausgeschlossenseins und der Zurückweisung vermittelt, empfindet der Betrachter der zweiten Tür Wärme und Dazugehörigkeit. Wir alle haben in unserem Leben schon verschlossene, aber auch geöffnete Türen erlebt. Die Advents- und Weihnachtszeit ruft uns dazu auf, die Türen unserer Herzen weit zu öffnen für die Ankunft Christi, aber ebenso für alle Menschen, die unserer Hilfe bedürfen.
Ehrungen
Die älteste Teilnehmerin Elisabeth Murthfeld, die im Oktober 90 geworden war, und der älteste Teilnehmer, Max Frost, 94-jährig, wurden durch ein Blumenpräsent sowie einem guten Tropfen von der neuen Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner geehrt. Sie stellte in ihren Worten eine Verbindung her zu den jetzt ankommenden Flüchtlingen und dem Thema des Tages. Geplant und vorbereitet wurde der Nachmittag wie in jedem Jahr von einem seit Jahren erprobten Team. Fleißige Helferinnen hatten den Saal geschmückt und die Tische festlich gedeckt. Auch die Bedienung und die Arbeit in der Küche wurden von vielen Ehrenamtlichen geleistet. Nicht zu vergessen die vielen Kuchenspenderinnen, die diesen gelungenen Nachmittag abrundeten.
Der älteste Teilnehmer Max Frost, 94-jährig, wurde durch einen guten Tropfen geehrt.
