Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises
„Off Side“
Beirat für Migration und Integration lud ins Günter Leifheit Haus ein
Nassau. Es war wieder ein gelungener Auftakt zum Kulturwochenende in Nassau. Wie bereits in den letzten Jahren lud der Beirat für Migration und Integration (BMI) ins Günter-Leifheit-Haus nach Nassau ein. So viel vorab: der Film war gut - auch der Zuspruch besser als in den Vorjahren. Filiz Achhammer - Vorsitzende des Beirats - begrüßte im Namen der anwesenden BMI-Mitglieder Matthias Boller (Lahnstein), Ute Wagner (Lahnstein), Wolfgang Riehl (Hömberg) und Günter Groß (Lahnstein) die anwesenden Gäste - unter ihnen der Bürgermeister der Stadt Nassau Armin Wenzel sowie sein Vorgänger Herbert Baum. Der BMI hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung für diesen Film entschieden, der auf der Berlinale 2006 den silbernen Bären gewann. Zur Handlung: Der iranische Film Offside von Jafar Panahi spielt am Rande des entscheidenden Fußball-Länderspiels der iranischen Nationalmannschaft zur Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gegen den Bahrain in der iranischen Hauptstadt Teheran. Die Handlung rankt sich um einige Frauen und Mädchen, die das Spiel live im Stadion verfolgen wollen. Allerdings ist es Frauen im Iran verboten, ins Stadion zu gehen, um dort Fußball zu schauen. Einige Frauen und Mädchen verkleiden sich als Jungen, um verbotenerweise doch ins Stadion zu gelangen. Sie werden entdeckt und verhaftet. Soldaten, die ihren Armeedienst ableisten, bewachen die Frauen am Rande des Stadions. Zwischen den beteiligten Frauen und Männern entwickeln sich Gespräche, in denen Aspekte der iranischen Gesellschaft beleuchtet werden. Insbesondere werden Themen wie der Armeedienst und die durch traditionelle Gesetze geregelte Rolle der iranischen Frau kritisch thematisiert. Der Film wurde im Jahr 2006 - als die Fußball-WM in Deutschland stattfand - erstmals in den Kinos ausgestrahlt. Im Iran wurde der Film verboten. Im Lexikon des internationalen Films heißt es zu dem Film: „Ein in sich geschickt und atmosphärisch dicht an der Nahtstelle von dokumentarischen Impressionen und inszenierten Episoden bewegender, ebenso brisanter wie engagierter „Fußballfilm“ mit der subversiven Botschaft, dass sich Lebensfreude und -lust des iranischen Volkes auf Dauer nicht von politischen und religiösen Restriktionen zügeln lassen.“ Im Anschluss an den Film entwickelte sich eine rege Diskussion.
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