Ortsumgehung Gimmersdorf
Offizielle Eröffnung
Wachtberg-Gimmersdorf. „Diese Sache hat Generationen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung beschäftigt - aber heute ist es soweit: Die Ortsumgehung von Gimmersdorf ist offiziell eröffnet!“, rief Landrat Sebastian Schuster (CDU) unter dem Beifall von etwa 50 Gimmersdorfer Bürgern, bevor er zusammen mit Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD), Dorfchef Christoph Fiévet (CDU) und dem CDU-Landtagsabgeordneten Oliver Krauß das weiße Band durchschnitt. Nach mehr als 50 Jahren wurde damit ein lang gehegter Traum der Gimmersdorfer Wirklichkeit, die sich nun schon daran machen, die Zukunft ihres Ortes aktiv zu gestalten.
Die bisherigen Kreisstraßen „Kommunalweg“, „Ließemer Straße“ und „Berkumer Weg“ sollen nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße nämlich zu Gemeindestraßen abgestuft werden. „Das gibt uns die Möglichkeit, über eine Neugestaltung des Vorplatzes am Dorfsaal ebenso nachzudenken wie über verkehrsberuhigende Maßnahmen auf den bisherigen Durchgangsstraßen“, freute sich Fiévet. Alle Gimmersdorfer seien jetzt ebenso wie die Vereine aufgefordert, ihre Wünsche zur Gestaltung des Ortes auf der Grundlage des jüngst formulierten Innenentwicklungskonzeptes zu äußern. „Wir sollten die Möglichkeit nutzen, unser Dorf noch schöner und noch lebenswerter zu gestalten.“
Landrat Schuster hoffe, die neue Straße bringe dem verkehrsgeplagten Wachtberger Ortsteil endlich die erhoffte Entlastung, mehr Wohnqualität und eine höhere Verkehrssicherheit. Insgesamt habe die Baumaßnahme mehr als 7,4 Millionen Euro gekostet, wovon das Land Nordrhein-Westfalen 60 Prozent als Zuschuss übernommen habe. „Der Rhein-Sieg-Kreis hat damit eines der größten Straßenbauprojekte der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen“, so Schuster im Beisein seiner allgemeinen Vertreterin und Straßenbau-Dezernentin Svenja Udelhoven. Und das schon drei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten für die Brücke für den „Berkumer Weg“ über die Ortsumgehung als ersten von drei Bauabschnitten, der eigentliche Straßenbau habe erst im Januar 2018 begonnen. Bereits im Juni 2019 sei die neue K14 teilweise in Betrieb genommen worden, heute werden sie offiziell in Dienst gestellt.
„Es gibt noch viel zu tun“, wusste Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD) und wies darauf hin, dass die Gemeinde als Nächstes die bisherige Trasse der K14 („Kommunalweg“) durch den Ort hindurch in ihre Verantwortung übernehmen wolle, um dann eine neue Ära für den Ort zu starten. „Ich freue mich für die Bürger, sage aber auch Dank an den Kreis und an alle, die dafür Verantwortung tragen.“ Fiévet ergänzte: „Ende gut, alles gut!“
Denn bereits Ende der 1960 Jahre hatte der damalige Landkreis Bonn erste Vorstellungen über eine nördliche Umgehung für Gimmersdorf entwickelt und diese im Rahmen der kommunalen Neuordnung an den neu gegründeten Rhein-Sieg-Kreis übergeben. Doch zunächst war die Frage der genauen Trassenführung zu klären, blickte Schuster zurück. Man habe den Anforderungen des Lärmschutzes gerecht werden müssen, und es habe gegolten, die Bürger in den Entscheidungsprozess mit einzubinden. Da der Hauptteil der neuen Straße über ehemaliges Ackerland verläuft, musste der Kreis von den betroffenen Landwirten Flächen erwerben. Das wiederum war mit einigen Problemen verbunden und führte sogar zu Gerichtsprozessen. Doch letztlich seien die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen worden, einige Grundstückseigentümer hätten sogar Ausgleichsflächen erhalten. „Straßenplanung dauert einfach seine Zeit, denn viele Faktoren müssen zusammengeführt werden.“ JOST
Die offizielle Eröffnung verfolgten rund 50 Gimmersdorfer Bürgerinnen und Bürger.
„Diese Sache hat Generationen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung beschäftigt - aber heute ist es soweit: Die Ortsumgehung von Gimmersdorf ist offiziell eröffnet!“, rief Landrat Sebastian Schuster (CDU) unter dem Beifall von etwa 50 Gimmersdorfer Bürgern, bevor er zusammen mit Bürgermeisterin Renate Offergeld (SPD), Dorfchef Christoph Fiévet (CDU) und dem CDU-Landtagsabgeordneten Oliver Krauß das weiße Band durchschnitt. Fotos: JOST
