Allgemeine Berichte | 15.12.2022

Feuerwehr Koblenz

Offizielle Übergabe von vier Fahrzeugen, darunter ein Mittleres Löschfahrzeug

Das Mittleres Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Einheit Rübenach. Quelle: Feuerwehr Koblenz

Koblenz. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs übergab Tag gleich mehrere Fahrzeuge an die Feuerwehr Koblenz. Der Freiwilligen Feuerwehr Einheit Rübenach wurde ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) übergeben. Das Fahrzeug wurde im Rahmen einer Ersatzbeschaffung für ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) beschafft. Das alte Löschgruppenfahrzeug war insgesamt 24 Jahre im Einsatzdienst der Einheit.

Das neue MLF ist klassischerweise sowohl für die Brandbekämpfung als auch für die Technische Hilfeleistung ausgestattet. Mit einem Wasservorrat von insgesamt 1000L und einem vorgehaltenen Rüstsatz (Schere, Spreizer und weiteren Geräten zur technischen Rettung) ist die Einheit insbesondere für ihren Zuständigkeitsbereich der beiden Bundesautobahnen A48 und A61 bestens ausgerüstet. In der Kabine des Fahrzeuges können sechs Einsatzkräfte zur Einsatzstelle ausrücken. Insgesamt belaufen sich die Beschaffungskosten auf 218.000 Euro. Insgesamt 58.000 Euro wurden durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert. Ein Großteil der Beladung aus dem alten Löschfahrzeug konnte, dank guter Pflege durch die Mitglieder der Einheit, übernommen werden.

Kleinalarmfahrzeug

Neben dem Mittleren Löschfahrzeug übergab Ulrike Mohrs außerdem ein Kleinalarmfahrzeug an die Einheit Rübenach. Auch dieses Fahrzeug wurde im Rahmen einer Ersatzbeschaffung des alten Rüstwagen (RW1) beschafft. Nach 32 Jahren Dienst musste der RW1 in den Ruhestand versetzt werden. Die besonderen topographischen Gegebenheiten stellten an ein neues Fahrzeug besondere Herausforderungen. So wurde ein multifunktionales Fahrzeug konzipiert, welches nicht nur eine taktische Ergänzung zum neuen MLF darstellt, sondern insbesondere durch eine flexible Beladungsmöglichkeit auch für die Logistik von Nachschubmaterial eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug ist fest in die Logistik des künftigen Katastrophenschutzlagers auf der neuen Feuerwache 3 eingeplant und verfügt hierzu über eine Ladebordwand, über die Rollwagen aufgeladen werden können.

Die Kosten für das Fahrzeug, in dem ebenfalls sechs Einsatzkräfte Platz finden, belaufen sich auf 152.000 Euro. Diese Ersatzbeschaffung wurde vom Land Rheinland-Pfalz mit 29.500 Euro gefördert.

Kommandowagen

Des Weiteren wurden zwei Kommandowagen an die Feuerwehr Koblenz übergeben. Hierbei handelt es sich um zwei Ersatzbeschaffungen für Fahrzeuge mit dem Baujahr 2013 und 2010. Ein Kommandowagen wird künftig durch die Organisatorischen Leiter genutzt. Die ehrenamtliche Funktion wird in Rufbereitschaft wahrgenommen und ist im Einsatzfall zuständig für die Koordination des Einsatzabschnittes Gesundheit etwa bei größeren Verkehrsunfällen oder entsprechenden Einsatzlagen mit vielen Betroffenen und Verletzten. Das zweite Fahrzeug wird bei der Berufsfeuerwehr für Einsatzleitfunktionen eingesetzt.

Die Kosten für beide Fahrzeuge zusammen belaufen sich auf 100.000 Euro.

Gerätewagen Höhenrettung

Zusätzlich zu den Übergaben wurde der Gerätewagen Höhenrettung vorgestellt. Das ehemalige Kleintanklöschfahrzeug der Einheit Horchheim wurde in vielen Stunden Arbeit durch die Kollegen der Feuerwache 2 vollständig entkernt und für den neuen Einsatzzweck umgebaut. Das Konzept für den Gerätewagen wurde durch die Kollegen in Eigenregie entwickelt und baulich umgesetzt. Das funktionale Einsatzfahrzeug deckt nun insbesondere Einsätze für Höhen- und Tiefenrettungseinsätze ab. Die bisherige Höhensicherungsgruppe der Berufsfeuerwehr wird derzeit zu einer Höhenrettungsgruppe umfunktioniert. Hierzu erfolgen spezielle Ausbildungsabschnitte für die Kollegen der Feuerwache 2. Mit der Inbetriebnahme der neuen Polizeihubschrauber mit Winde am Standort Winningen wird die Berufsfeuerwehr Koblenz das Personal für Windeneinsätze stellen. Die Umbaumaßnahmen sparten ca. 150.000 Euro, die bei einer Neuanschaffung eines entsprechenden Fahrzeuges angefallen wären.

Unimog für Rettungs- und Logistikeinsätze

Der ehemalige Rüstwagen der Einheit Rübenach wurde ebenfalls umgebaut. Der äußerst watfähige Unimog wurde zu einem neuen Einsatzzweck umfunktioniert. Hierzu ist der ehemalige feuerwehrtechnische Aufbau zu einer Logistikfläche in Eigenregie durch Kollegen der Feuerwache 1 umgebaut worden. Mit geringen Kosten konnte somit ein Rettungsfahrzeug für Hochwasser- und Starkregeneinsätze geschaffen werden. Gleichzeitig können im Schadensgebiet Hilfslieferungen ausgeliefert werden. Ein vergleichbares Fahrzeug haben wir bereits in Arenberg-Immendorf stehen. Der im Ersatz befindliche Rüstwagen der Einheit Horchheim wird im kommenden Jahr in gleicher Weise umgebaut.

Notstromaggregate für Leuchtpunkte und Wäreminseln

Im Rahmen der Eilentscheidung konnten 16 mobile Notstromaggregate beschafft werden. Zehn Aggregate wurden für die Leuchtpunkte in den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung bei einem Strom und/oder Notrufausfall beschafft. Weitere sechs Aggregate für die Einrichtung von Wärmeinseln. Ergänzt werden diese Aggregate durch Zubehörausstattungen, wie z.B. Kabeltrommeln, Beleuchtungssätze und Stromverteiler. Die Aggregate verfügen jeweils über eine Leistungsmenge von 12 kV. Die Beschaffungskosten belaufen sich auf 170.000 Euro.

Pressemitteilung der

Feuerwehr Koblenz

Auch das Kleinalarmfahrzeug geht nach Rübenach.

Auch das Kleinalarmfahrzeug geht nach Rübenach.

Das Mittleres Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Einheit Rübenach. Quelle: Feuerwehr Koblenz

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