Allgemeine Berichte | 07.02.2023

DRK Kreis Ahrweiler

Ohne DRK-Ehrenamtler keine Erste-Hilfe-Kurse

Anna Ramos, Schülerin der Fachoberschule Adenau, übte an einer Puppe die Herzdruckmassage und drückte 120-mal in einer Minute auf den Brustkorb. Foto: Astrid Zens / DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.

Kreis Ahrweiler. Für den Führerschein, als Ersthelfer im Betrieb oder aber auch für die Sanitätsdienstausbildung: ohne Erste-Hilfe-Kurs (EHK) geht gar nichts, der ist nämlich zwingend erforderlich. Dank seiner ehrenamtlichen Kursleiter kann der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V zahlreiche Erste-Hilfe-Kurse anbieten. „Nur durch das Engagement unserer Ehrenamtlichen können wir schnell Termine vergeben und sind auch in der Lage, in Betrieben oder Schulen Erste-Hilfe-Kurse durchzuführen.“, sagt Kreisgeschäftsführer Ulrich Bergmann.

Einer der ehrenamtlichen Kursleiter ist der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger Peter Hasenberg. Während seiner Ausbildung nahm ihn eine Freundin mit zum DRK Ortsverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und schon war sein Interesse am Roten Kreuz geweckt. Er merkte, wie wichtig das Ehrenamt im DRK ist, wie viel Gutes es tut und so engagiert er sich seitdem mit viel Herzblut: Als Rettungssanitäter ist er bei Einsätzen unterwegs und im Katastrophenschutz als Führungskraft tätig. Darüber hinaus ist er Ausbilder für Erste-Hilfe-Kurse: „Bei vielen Menschen ist der Kurs schon so lange her, vieles hat sich verändert und deshalb sorge ich dafür, dass das Wissen der Teilnehmer wiederaufgefrischt wird! Außerdem macht es mir total Spaß, Menschen zu unterrichten, die noch keine Kenntnisse in der Ersten Hilfe haben.“, sagt Peter Hasenberg. Er gibt sein Wissen einfach total gerne weiter und das tat er auch am 31. Januar in der Fachoberschule Adenau. Dort hielt er für 23 Schülerinnen und Schüler einen Erste-Hilfe-Kurs ab und sprach auch über seine persönlichen Erfahrungen im Ehrenamt: „Das DRK bietet so viele facettenreiche Möglichkeiten, Gutes für seine Mitmenschen zu tun. Ich bin froh und dankbar, Teil davon zu sein, denn zusammen mit meinen Kollegen sichere ich neben vielen Veranstaltungen im Rahmen des Sanitätsdienstes auch die Blutspende und den Katastrophenschutz.“, sagt der Ehrenamtler.

Für Peter Hasenberg war der Termin in Adenau eine Ehrensache und zugleich anders als alle anderen: er war nämlich selbst Schüler auf der Fachoberschule. Selbstverständlich ließ er die Schülerinnen und Schüler das auch wissen. Nachdem auch sie sich vorgestellt hatten, ging es direkt los, und zwar mit rechtlichen Fragestellungen rund um die unterlassene Hilfeleistung. Ein Video um einen nachgestellten Unfall bot viel Stoff für Diskussionen. Im nächsten Block drehte sich alles um das Unfallgeschehen. Dabei erläuterte der Rotkreuzler, wie man sich einer Unfallstelle nähert und wie wichtig es dabei sei, auf Eigenschutz- und -sicherung zu achten. Die Teilnehmenden lernten, wie eine Unfallstelle mit Warnblinker- und -dreieck abgesichert wird und wie wichtig das Tragen einer Warnweste ist. Und dann wurde es praktisch: Peter Hasenberg demonstrierte an einem Schüler, wie eine verletzte Person aus dem Auto gehoben wird. Im Anschluss daran stand das Üben der Stabilen Seitenlage auf dem Programm. Nach und nach lagerten die Jugendlichen einen Schulkameraden so um, dass die Atemwege freigehalten werden und Flüssigkeiten aus dem Mund laufen können. Auch hier gab der Kursleiter wertvolle Tipps und sparte nicht mit Lob. Mit viel Empathie und Herz erklärte er im Anschluss die Helmabnahme und stand bei der praktischen Übung den Schülerinnen und Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Die Teenager waren jedenfalls sehr wissbegierig und das zeigte sich auch bei der anschließenden Diskussion um Fallbeispiele zu Themen wie Herz-Kreislauf, Neurologie, Verbrennung, chirurgische Unfälle oder aber Hitze sowie Kälte. Gemeinsam erörterten sie, wie ihren Mitmenschen geholfen werden kann, übten das Anlegen von Verbänden oder das Schienen von Gliedmaßen.

Das Highlight für die Schülerinnen und Schüler der Adenauer Fachoberschule war aber sicherlich die Reanimation. An einer Puppe übten sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung: Im Wechsel führten sie eine Herzdruckmassage und die Beatmung durch. Darüber hinaus lernten sie den Umgang mit einem Automatisierten externen Defibrillator (AED). Während der abschließenden Fragerunde ließ Peter Hasenberg keine Fragen unbeantwortet. Bei den Jugendlichen kam sein Erste-Hilfe-Kurs jedenfalls super an. Sie hatten viel Spaß, waren dankbar für das Erlernte und freuten sich, eine Abwechslung zum Unterricht zu haben. „Das Feedback der Teilnehmenden an den DRK-Erste-Hilfe-Kursen zeigt, mit wie viel Herzblut und Knowhow unsere Ehrenamtler im Dienst das Sache unterwegs sind. Wir sind froh und dankbar, so hilfsbereite Frauen und Männer in unserem Kreisverband zu haben und können ihr Engagement gar nicht hoch genug würdigen.“, sagt Kreisgeschäftsführer Ulrich Bergmann.

Sie haben Fragen zu Erste-Hilfe-Kursen beim DRK? Unter https://www.kv-aw.drk.de/kurse/rotkreuzkurs-erste-hilfe/rotkreuzkurs-erste-hilfe.html, Tel. (0 26 41) 97 80 30 oder per E-Mail ausbildung@kv-aw.drk.de erhalten Sie weitere Informationen.

Hier geht es zur Homepage des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler:

www.kv-aw.drk.de.

Pressemitteilung

DRK Kreis Ahrweiler

Anna Ramos, Schülerin der Fachoberschule Adenau, übte an einer Puppe die Herzdruckmassage und drückte 120-mal in einer Minute auf den Brustkorb. Foto: Astrid Zens / DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. Foto: Picasa

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund um´s Haus
Image Anzeige
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, Wohnen
Veranstaltung 15.April
Anzeige KW 15
Empfohlene Artikel
Der weise Zauberer Gandalf wacht über die Wanderschar. Foto: Horst Hohn
31

Stellen Sie sich das mal vor: Jemand drückt Ihnen einen Ring in die Hand, den Sie tausende Kilometer entfernt in den Schlot eines Vulkans schmeißen müssen. Klingt verrückt, ist aber dem Hobbit Frodo Beutlin aus J. R. R. Tolkiens literarischem Meisterwerk „Herr der Ringe“ genauso passiert – natürlich nur im fiktiven Kontext. Aber die Verfilmung des Stoffs kennt eigentlich so ziemlich jeder; es gab Oscars zuhauf und folglich gibt es auch jede Menge Fans des fantastischen Spektakels.

Weiterlesen

Neben dem Straßenverkehr ist der steigende Einsatz von Mährobotern, sowohl in privaten Gärten als auch in städtischen Parkanlagen, gefährlich für Igel.
16

Region. Mähroboter stellen für Igel, aber auch für Reptilien und Amphibien eine erhebliche Gefahr dar. Die Geräte erkennen die Tiere nur unzureichend und verletzen sie zum Teil schwer. Zwölf Tier-, Natur- und Artenschutzorganisationen haben sich deshalb mit einem offenen Brief an den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sowie den Bundesumweltminister Carsten Schneider gewandt: Sie fordern ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
9

Allgemeine Berichte

BLICK aktuell sucht HeimatHelden!

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
6

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Expertenwissen aus erster Hand: Im Rahmen eines Infoabends gibt Dr. Tim Mödder (Chefarzt Kardiologie, internistische Intensivmedizin und Schlaganfalleinheit) Einblicke in Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Herzklappenerkrankungen.  Foto: Joachim Gies | Marienhaus
7

-Anzeige-Infoabend im Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler:

Herzklappenerkrankungen früh erkennen und gezielt behandeln

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Viele Menschen kennen das Gefühl: Die Luft wird knapp, die Belastbarkeit lässt nach, vielleicht kommen Schwindel oder Unsicherheit beim Gehen hinzu. Nicht selten werden solche Beschwerden zunächst als „Alterserscheinung“ abgetan. Doch in einigen Fällen steckt eine Erkrankung der Herzklappen dahinter – eine Diagnose, die ernst genommen werden sollte. Um für das wichtige Thema...

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Rund ums Haus
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Container Anzeige
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Koblenzer Kneipengeschichten
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Sonderseite Geschäftsführungswechsel