Kameradschaftsverein von 1871 e.V. Ludendorf feierte 147. Stiftungsfest
Ohne Zylinder geht es in Ludendorf seit 147 Jahren nicht
Ludendorf. Tradition bestimmt das Wirken des Kameradschaftsvereins von 1871 e.V. aus Ludendorf, der am vergangenen Wochenende sein 147. Stiftungsfest feierte.
Drei Tage wurde rund um das Dorfhaus an der Kirche in Ludendorf gefeiert. Pater Stanislaus Friede zelebrierte am Samstagabend die Festmesse in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus unter Begleitung der Chorgemeinschaft Heimerzheim-Metternich-Bliesheim, die der Messe einen festlichen Rahmen gab.
Im benachbarten festlich geschmückten Dorfhaus begrüßte der Vorsitzende des Kameradschaftsvereins 1971 Ludendorf, Stefan Arth, die Gäste, darunter Ratsfrau Gertrud Klein, Ortsvorsteher Josef Breuer, Dirk Lüssem von den Ludendorfer Jonge und Löschgruppen-Führer der Freiwilligen Feuerwehr Ludendorf, Christian Klein.
Hier waren nicht nur Mitglieder willkommen. Auch Gäste, die sich wegen des Buffets vorher angemeldet hatten, waren herzlich willkommen. Für die Tanzmusik und eine gute Stimmung sorgte das Duo Sonja und Siggi, die die Gäste ermunterten, das Tanzbein zu schwingen.
Sonntags nahmen am Festzug die Ortsvereine, befreundete Kameradschaftsvereine und der Reservistenverband Rheinbach-Meckenheim-Swisttal teil. Bei der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal hielt der Stellvertreter des Kommandeurs und Chef des Stabes Betriebszentrum ITSystem der Bundeswehr Rheinbach, Oberst Rainer Beeck, die Festansprache.
Der Reservistenverband gab der Kranzniederlegung einen militärischen Rahmen.
Hierzu spielte der Spielmannszug Odendorf und der Musikverein Gielsdorf „Ich hatte einen Kameraden“ und die Nationalhymne.
Am Nachmittag wurde bei Kaffee und Kuchen im Dorfhaus weiter gefeiert, wobei es auch ein Programm für die Kleinsten gab.
Traditionell gab es am Montag Erbsensuppe, die sich auch Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und Mitarbeiter der Verwaltung schmecken ließen. Mit der After Show Party, bei der DJ Marcus für die nötige Stimmung sorgte, ließ man das Fest ausklingen.
Anfang des vorigen Jahrhunderts hatte sich der Verein zur Aufgabe gemacht, die Hinterbliebenen des Ersten Weltkrieges zu unterstützen.
Vor dem Zweiten Weltkrieg löste sich dann vorübergehend der Verein auf, da er sich nicht der Nazi-Herrschaft unterwerfen wollte.
In dieser Zeit durfte keiner an einem Mädchen „freien“, der nicht im Kameradschaftsverein war, so ist es in der Chronik zu lesen.
Auch das Tragen des schwarzen Zylinders zu den Festtagen ist seit der Gründung des Kameradschaftsvereins absolute Pflicht.
„Dem Kameradschaftsverein ist es wichtig den Kontakt zu den Ortsvereinen zu halten und wenn nötig auch zu unterstützen“, so der Präsident des Vereins, Stefan Arth, der beruflich Bezirksbeamter der Polizei in Swisttal ist.
Der Verein sucht neue Mitglieder. Wer Interesse hat im Traditionsverein mit zumachen, kann sich unter stefan.arth@t-online .de melden.
Der Rahmen der Kranzniederlegung war äußerst feierlich.
