Traditioneller Jakobsmarkt lockte zehntausende Menschen von Nah und fern
„Op dem Maat jidd et (fas) alles“
Über 270 fliegende Händler boten ihre Waren an
Remagen. Eine unglaubliche Menge von zehntausenden Menschen schob sich schon am ersten Jakobsmarktsonntag in Remagen bei heißen Temperaturen durch die Innenstadt, von der Bachstraße über den Marktplatz, die Marktstraße, die Josefstraße über die Alte Straße bis hin zum Alten Fuhrweg. Auch an der sehenswerten Rheinpromenade herrschte absoluter Hochbetrieb. In diesem Jahr war das Marktgeschehen sogar um den Parkplatz Grabenstraße erweitert worden. „Wir hatten so viele Nachfragen von Händlern, dass wir den Parkplatz hinzunehmen mussten“, erläuterte der Marktmeister der Stadt Remagen, Günter Balas gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Marc Bors. Rundum zufrieden waren beide mit dem ersten Jakobsmarktsonntag. Alle Bereiche seien sehr gut angenommen worden. Auch die Qualität der Waren seien noch mal gesteigert worden. Besser hätte es einfach nicht laufen können, so Balas. Und dass sich wirklich zehntausende von Menschen durch den Markt schoben, war schon erstaunlich, hatte es doch den Tag zuvor noch ständig geregnet. Nicht nur zwischen den Ständen von der Ackermannsgasse bis zur Ecke Fährgasse und in der Fährgasse, sondern auch bei der Gastronomie mit ihrem deutlich gesteigerten Außensitzplatzangebot war guter Betrieb. Die Gäste aus Nah und Fern nutzten das riesige Angebot für einen Bummel über den Jakobsmarkt und auch, um an der Rheinpromenade zu flanieren und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Traditionell wird der Jakobsmarkt zur Apollinariswallfahrt gefeiert und wie schon immer kamen viele Gäste aus der Eifel, aus dem Koblenzer und Kölner Raum, dem Bonner, dem Siegburger, dem Neuwieder Raum und dem Mayener Raum, um nur einige zu nennen, um sich beim Jakobsmarkt mit nützlichen Dingen einzudecken.
Unglaubliches Marktsortiment
Eine unglaubliche Vielzahl von Waren, ob Haushaltswaren, Textilien, Leder, Dekorationen, Putzmittel, Lappen, Besen, Tischdecken, Bücher, CD´s, Schmuck in Varianten, Messer en masse, Socken, Schnitzel- und Hobelgeräte für Gemüse und Salate, Seidenblumen, Düfte, Provencetischdecken, Vogelhäuser und Insektenhotels, Bücher, Körbe in vielen Varianten sowie Spiele, und vieles, vieles mehr, wurde den Jakobsmarktgästen geboten. Wunderschöne Tücher zu extrem günstigem Preis, da konnte Frau ruhig auch mal mehr zugreifen. Renner bei den Herren waren sicher die vielen praktischen Dinge an den großen Ständen. Haken, Ösen, Gummibänder, bestimmte Schrauben, halt was man so braucht für´s Auto, für den Garten, für Camping oder die Fahrt in den Urlaub. Dicht umlagert waren stets die Haushaltsartikelstände, bei denen präsentiert wurde, wie mit dem richtigen Tuch das Saubermachen doch eine helle Freude ist, oder das Gemüsehobeln in Windeseile erledigt werden kann. Neben der riesigen Angebotspalette wurden die Gäste aber auch mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Sowohl die einheimische Gastronomie, als auch fremde Beschicker boten ihre lukullischen Spezialitäten für die Gäste und Bürger der Stadt. Ob die Bratwurst, die spanischen Teiggebäcke, das Steak, die große Auswahl an Kuchen, Crepes mal so mal so gefüllt, der schmackhafte frische Salatteller, ob Reibekuchen oder Gegrilltes, ob Süßes oder Herzhaftes oder Eisbecher, ob Kaffee und Kuchen, die Auswahl war riesig, so dass für jeden sicher das richtige dabei war. Für die Getränke sorgten die Außengastronomien und die hatten ihre Stühle wirklich ständig voll besetzt. Ob am und auf dem Marktplatz, in der Innenstadt, auf der Ecke Marktstraße/Alte Straße, oder auch in der Alte Straße, wo ein Stuhl vor einer Gaststätte stand, war er auch gleich besetzt. Im gesamten Marktbereich herrschte reger Betrieb.
Bunter Spaß auch für Kids
Viel Spaß hatten die Kinder und Kids wieder auf den Fahrgeschäften der Schaustellerfamilie Doussier am Rhein. Ob Kinderkarussell oder Angelspiel, ob Süßwaren-und Spielzeugstand oder Ballwurfbude, die Fahrgeschäfte waren der Renner für den Nachwuchs. Mit dabei auch wieder eine ganze Reihe von Vereinen. Ob die Bürgerstiftung, das Tierheim mit Tierschutzverein, das Frauenhaus, Ärzte ohne Grenzen, das DRK oder die Elfen mit dem Elferrat, viele Menschen aus Vereinen engagierten sich ehrenamtlich. Noch bis zum zweiten Jakobsmarktsonntag sind die Buden und Fahrgeschäfte am Rhein täglich ab 11 Uhr geöffnet.
Guten Betrieb hatten auch die heimischen Geschäftsleute, die ihre Pforten geöffnet hatten und mit Sonderangeboten lockten. Immer wieder lockte es die Menschen nicht nur an die Stände der Remagener Geschäftsleute, sondern auch in die Geschäfte, um da vielleicht ein Schnäppchen zu machen. Absolutes Schnäppchen war natürlich auch ein Parkplatz. Den gab es am späten Mittag wirklich kaum mehr irgendwo. Ob die Straßen und Gassen südlich des Jakobsmarktes, die B9, oder die Straßen entlang der Bahnschienen, da war nur wenig zu machen.
Rundum zufrieden zeigte sich Marktmeister Günther Balas. Die Stimmung sei absolut gut gewesen.
Ein tolles Angebot gab es auch für die geschäftstüchtigen Kinder. Sie konnten in der frisch sanierten Bachstraße in einem Kinderflohmarkt ausrangiertes Spielzeug oder Kleidung veräußern. Da wechselte so manches Spielzeug für kleines Geld seinen stolzen Besitzer.
Nächsten Sonntag geht`s weiter
Auch am nächsten Sonntag ist wieder die Schnäppchenjagd angesagt, am zweiten Jakobsmarktsonntag. Dann gibt es auch wieder um 14.30 Uhr die Fundsachenversteigerung der Stadt Remagen, wo von der Handtasche bis zum Fahrrad alles für den „Appel un dat Ei“ versteigert wird. Auch die Bachstraße wird dann wieder für den Kinderflohmarkt geöffnet sein. Da können die Kids dann so richtig Verkaufen und sich vielleicht am anderen Stand wieder mit heiß begehrten Dingen eindecken. AB
Bummeln macht hungrig: Viele Jakobsmarkt-Besucher nutzten die Sitzgelegenheiten für eine Pause und einen Imbiss. Fotos: AB
Auch in der Fährgasse war jede Menge los.
