Orangefarbene Bank setzt Zeichen
Meckenheim. Gleich mit zwei Aktionen hat Meckenheim am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein sichtbares Zeichen gesetzt. Vor dem Mosaik-Kulturhaus weihte der zweite stellvertretende Bürgermeister Tobias Pötzsch gemeinsam mit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Bettina Hihn und Giuseppe Marino vom Mosaik-Kulturhaus eine „Orange Bank“ ein. Diese auffällige Sitzgelegenheit steht jetzt in jeder der 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises sowie vor dem Kreishaus in Siegburg und soll sensibilisieren und informieren zugleich. Denn auf der Bank befindet sich eine Plakette mit Adressen und Telefonnummern, unter denen Betroffene Beratung und Hilfe erfahren. Das Sitzmöbel leuchtet ganz bewusst orangefarben, denn die Vereinten Nationen haben Orange als Signalfarbe für den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ausgewählt. Folglich heißt er auch „Orange Day“, der in diesem Jahr bereits zum 40. Mal begangen wird. Bettina Hihn nannte die Bank eine tolle Aktion mit Nachhaltigkeit, „denn durch Farbe und Aufstellort fällt sie und damit das Thema sofort ins Auge.“ Neben der Bank hatte Giuseppe Marino einen Aufsteller und einen Tisch platziert, um die beachtlichen Ergebnisse des Offenen Treffs zu zeigen. Innerhalb von drei Wochen hatten sich Kinder und Jugendliche unter Anleitung im Mosaik-Kulturhaus behutsam und doch aufklärend mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen auseinandergesetzt. Ansichten, Bilder, Zeichnungen und Texte waren entstanden und zeugen ebenso von dieser sensiblen Arbeit wie die unterschiedlichen Bänke, die der Nachwuchs ganz individuell gestaltet hatte. Tobias Pötzsch dankte dem Mosaik-Team für dessen beispielgebendes Engagement und richtete gleichzeitig mahnende Worte an die Gesellschaft: „Ich finde es erschreckend, dass häusliche Gewalt heute immer noch ein Thema ist. Daher bedarf es unser aller Mut, die Augen nicht davor zu verschließen.“
Im Anschluss an die Bank-Einweihung wurde schon traditionell am Meckenheimer Kirchplatz die Fahne „frei leben ohne Gewalt“ gehisst -als zweite Aktion des Tages. Zu diesem Anlass traf sich das Netzwerk aus städtischer Gleichstellungsbeauftragten, katholischem Familienbildungswerk Rhein-Sieg-Kreis, Jugendmigrationsdienst RSK linksrheinisch (Katholische Jugendagentur Bonn) und Caritasverband Rhein-Sieg mit dem zweiten stellvertretenden Bürgermeister am Caritashaus. „Es ist wichtig, dass wir uns geschlechterunabhängig gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzen“, sagte Pötzsch. Neben ihm und Bettina Hihn nahmen die Leiterin des Familienbildungswerks Anne Schmidt-Keusgen, Irina Vilver, Leitung des Jugendmigrationsdienstes, und Negin Koroei vom Caritasverband teil.
Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal in der Dominikanischen Republik. Wegen ihres politischen Widerstands gegen den Diktator Rafael Trujillo wurden sie vor 60 Jahren am 25. November 1960 vom Geheimdienst nach monatelanger Folter ermordet. Der Mut der drei Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt im Rhein-Sieg-Kreis“ und der „Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Rhein-Sieg-Kreis“ veranstalten jährlich eine Aktion, um auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen. Fachinformationen, Ansprechpersonen sowie Hinweise zu den Aktivitäten und Fortbildungen sind im Internet zu finden unter: www.runder-tisch-gegen-haeusliche-gewalt-rsk.de. Für Fragen steht auch die städtische Gleichstellungsbeauftragte Bettina Hihn unter Telefon (02225) 917-144 und E-Mail gl-bettina.hihn@meckenheim.de zur Verfügung.Stadt Meckenheim
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