Blasorchester Maischeid und Stebach trumpfte beim Spießbratenkonzert mit Überraschungen auf
„Orchestermaschine“ wurde per Fernbedienung gesteuert
Gründungsmitglieder Krobb, Kern und Lahr für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt
Großmaischeid. Dauerregen hatte im vorigen Jahr das Spießbraten-Konzert des Blasorchesters Maischeid und Stebach heimgesucht. Diesmal waren die Musiker gut vorbereitet: Zelte und Heizstrahler standen zur Verfügung, theoretisch hätte das Konzert auch im Winter stattfinden können. Winterlich sah es am Samstagmorgen auch noch aus. Der in der Nacht gefallene Schnee bedeckte am Morgen die Landschaft. Doch im Laufe des Tages eroberte die Sonne den Himmel über Großmaischeid, sodass man – fast – auf die Zelte hätte verzichten können.
Querschnitt durchs Repertoire
„Wir präsentieren unserem Publikum hier einen Querschnitt durch unser gesamtes Repertoire“, beschrieb Orchesterleiter Andreas Weller das Programm des Spießbratenkonzerts. Es diente auch dem Zweck, das für die kommenden Auftritte bei den Sommerterminen geplante Musikrepertoire live und vor Publikum einzustudieren. Geprobt für die Darbietung in Großmaischeid wurde seit Januar, insgesamt rund ein dutzend Mal. „Es ist ein bunter Mix durch die komplette Blasmusik“, fasste es Andreas Weller zusammen. Eine Polka war dabei, ein Marsch, aber genauso moderne Rock-Pop-Stücke und in Richtung Oberkrainer gehende Blasmusik.
Bei den Gästen kam es gut an, die Generalprobe für die kommenden Auftritte kann als gelungen bezeichnet werden. An den Tischen sitzend, am Bierwagen stehend oder mit einem saftigen Spießbratenbrötchen in der Hand lauschten die Besucher den Klängen der Orchestermusiker. Von draußen schien die Sonne durch die Zeltfenster und sorgte zusätzlich für gute Stimmung.
Vom Walzer zum Swing gezappt
Aber es wäre nicht das Blasorchester Maischeid und Stebach, wenn im Programm nicht auch einige Überraschungen vorgesehen wären. „Wir haben da ein bisschen was einstudiert“, deutete Andreas Weller die Showeinlagen an. Zum Beispiel als dann ein Moderator auftrat, der über eine Fernbedienung die Steuerung des Orchesters übernahm und durch die Programme zappte. Die Blasmusiker wurden durch Drücken der Fernbedienung in schneller Folge zum Spielen von Swing, Walzer und anderen Stilen aufgefordert, mal in Dur-, mal in Moll-Tonarten. „Da kann man sehen“, sagte Andreas Weller, „was diese Orchestermaschine so alles kann! Die Orchestermitglieder müssen ziemlich flexibel sein. Dafür haben wir auch ganz schön fleißig geprobt.“
Damit nicht genug, als krönendem Höhepunkt begeisterten die Maischeid-Stebacher ihr Publikum noch mit einer Eigenkomposition, bei der 30 Märsche innerhalb von vier Minuten gespielt wurden, jeweils nur mit ganz kurzen Ausschnitten, teilweise sogar parallel gespielt.
Neue Dirigenten im Einsatz
In einer starken 35-köpfigen Besetzung war das Blasorchester Maischeid und Stebach zum Spießbratenkonzert angetreten. Seit 2019 verfügt das Ensemble über zwei zusätzliche Dirigenten, David Buhr, der das Jugendorchester leitet, und Daria Fischer. Beide hatten auch ihren Einsatz am Samstag in Großmaischeid.
Es war auch ein besonderer Tag, weil vier Orchestermitglieder für ihre langjährige aktive Zugehörigkeit geehrt wurden. Das waren für 40 Jahre die Gründungsmitglieder Jürgen Krobb, Johannes Kern, Heinz Lahr sowie Klaus Groth. Für zehn und fünf Jahre Jugendorchester-Mitgliedschaft wurden Annalena Jansson und Philipp Jochim geehrt.
Gut gegen die Widrigkeiten eventueller Unwetter geschützt, präsentierte das Blasorchester Maischeid und Stebach beim Spießbratenkonzert einen Querschnitt seines aktuellen Repertoires.
Die Helferinnen und Helfer hatten sichtlich Spaß beim Zubereiten und Verteilen der leckeren Spießbratenbrötchen.
Auch sehr junge Musiker bekommen schon ihre Chance zum Spielen in der Öffentlichkeit.
