Allgemeine Berichte | 23.07.2018

Jazz und Rezitation – eine betörende Kombination

„PENG PENG PENG“

Nora Gomringer und Philipp Scholz am 10. August

Philipp Scholz und Nora Gomringer haben sich zufällig getroffen und zu einem wundervoll-fatallyrischen Projekt gefunden. Judith Kinitz

Höhr-Grenzhausen. Philipp Scholz lauscht. Nora Gomringer atmet ein, Scholz holt aus, Gomringer setzt an, Scholz trommelt, Gomringer spricht und PENG PENG PENG. Es entsteht alte Magie in neuem Gewand: Jazz & Rezitation.

Die Mixtur: Das Wort und der Takt, gleichermaßen Humor und Tiefsinn, ein Mikrofon, ein Schlagzeug und zwei begnadete Künstler. Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur – von Dorothy Parker zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern.

Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatallyrischen Knall der Extraklasse. Das Duo Gomringer+Scholz hält mit seinem Programm „PENG PENG PENG“ die Tradition von Jazz und Lyrik hoch.

Philipp Scholz lebt in Leipzig, wo er als Meisterschüler an der Hochschule für Musik studiert und von wo aus er die Welt der Musik aufmischt. Für seine revolutionären Taten hat er sich – wie könnte es anders sein? – das Drumset ausgesucht. Oder hat das Instrument seinen Musiker gefunden? Die verschiedenen Bands und Projekte, in denen Philipp Scholz den Beat angibt, haben ihm unter anderem den Münchner Jazzpreis 2014 eingebracht.

Nora Gomringer ist Lyrikerin und Sprecherin und für beides vielfach ausgezeichnet. Die beiden Künstler sind sich an einem Buchmesseabend in Leipzig über den Weg gelaufen. Seitdem vertonen sie mit „Wort Drum Dran“ alles, was nicht niet- und nagelfest ist in der Literaturgeschichte. Die verschiedenen Programme sind dann Garanten für fatallyrische Momente, denn ja, das Alles amüsiert, irritiert, lässt schmunzeln und denken und macht vor allem: Peng!

Es pengt am Freitag, 10. August um 19.30 Uhr im Keramikmuseum Westerwald (Lindenstraße 13, 56203 Höhr-Grenzhausen). Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Mit Unterstützung von: Lauschvisite, Musikfonds, Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, Keramikmuseum Westerwald. Karten gibt es im Vorverkauf bei Höhr-Buch, Tel. (0 26 24) 9 52 32 40; Kannenbäcker Bücherkiste, Ransbach-Baumbach, Tel. (0 26 23) 34 05; und in allen Ticket-Regional VVK-Stellen.

Philipp Scholz und Nora Gomringer haben sich zufällig getroffen und zu einem wundervoll-fatallyrischen Projekt gefunden. Foto: Judith Kinitz

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