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BUND fordert eine fußgänger- und radfreundliche Innenstadt und preiswerten Nahverkehr

„Packen Sie die Luftreinhaltung und die Verkehrsprobleme an!“

Stickoxide sind 2018 in Koblenz im Gegensatz zu den meisten anderen Städten wieder angestiegen.

12.02.2019 - 12:17

Koblenz. Der in der Hohenfelderstraße gemessene Stickoxidwert lag im Mittel 2018 mit 42 Mikrogramm/cbm wieder deutlich über dem gesetzlich verbindlichen Grenzwert von 40. Im Vorjahr war er – vermutlich wetterbedingt – noch leicht gesunken. „Das ist die Quittung für jahrzehntelanges Nichtstun der Stadt und der Bundesregierung“, stellt der Vorsitzende des Koblenzer Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland eV. (BUND) Egbert Bialk fest „Diese neuerliche Erhöhung ist umso beschämender, weil bei den anderen deutschen Innenstädten die Werte meist leicht runtergingen. Die Stadtspitze, OB Langner, Baudezernent Flöck und Vorgänger sowie der Stadtrat tragen Mitschuld an Gesundheitsbelastungen unserer Bevölkerung. Denn die Stadt hat weder einen wirksamen Luftreinhalteplan noch investiert sie in Verkehrsvermeidung oder autofreie begrünte Zonen. Packen Sie endlich die städtischen Verkehrsprobleme an, das ist ureigene Aufgabe der Kommune! Von Berlin haben wir derzeit sowieso nichts Vernünftiges zu erwarten“, so Bialk. Der BUND fordert Sofortmaßnahmen, die nicht nur im Wahlkampf versprochen, sondern noch in diesem Jahr angegangen werden müssen: „Die schwächsten und empfindlichsten Verkehrsteilnehmer müssen Vorrang bekommen - das sind Fußgängerinnen und Fußgänger, Kinder und Menschen mit wenig Geld. Fußwege müssen in der Regel frei bleiben und zum Aufenthalt einladen. Für Radler sind nach dem Vorbild von Münster oder Kopenhagen sichere Radnetze zu schaffen, zu Lasten von Parkstreifen und Straßen. Der öffentliche Raum gehört nicht allein dem Auto und schon gar nicht fast umsonst!“ Als ein Negativbeispiel der „Untätigkeit und Herumeierei“ nennt Bialk das Moselufer vom Deutschen Eck bis zur Gülser Brücke und kündigt an: „In den nächsten Monaten, vor allem bis zur Kommunalwahl Ende Mai, werden wir Verbände mit kreativen Straßenaktionen diese Problemstrecke in den öffentlichen Fokus rücken.“ Immer wieder vergessen werde der Bus- und Bahnverkehr. Der müsse viel attraktiver, also enger getaktet und preiswert sein und in die Region hinein vernetzt. E-Antriebe müssen bald Diesel- und Gasantriebe ersetzen. Der BUND-Vorsitzende fordert dazu neue Haushaltsprioritäten: „Dafür muss Koblenz Geld in die Hand nehmen, das ist öffentliche Daseinsvorsorge und sicher wichtiger, als jedem SUV einen billigen Parkplatz vor der Ladentür zu bieten. Und Herr Langner, Herr Flöck und liebe Stadtratskandidaten, Sie werden sehen, bis zum Ende der nächsten Wahlperiode werden dann auch die Luftmesswerte bei uns dauerhaft im gesetzlich erlaubten Bereich liegen.“

Pressemitteilung

BUND Koblenz

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14.02.2019 10:16 Uhr
Kai Birkner

Ehrlich gesagt, halte ich das für Unsinn. Es passiert kontinuierlich etwas. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1)
Wenn nun der Grenzwert für Stickoxyde der ohne wissenschaftliche Substanz festgelegt wurde und nun (nur in Deutschland) auch noch dilettantisch gemessen wird, zu Fahrverboten führt, führt das nicht zu mehr Verständnis für die berechtigte Forderung nach Umweltschutz, sondern bringt leider immer mehr Menschen dazu auch berechtigte Forderungen in Zweifel zu ziehen. Man sollte diese alberne und unsinnige Debatte um Diesel-Fahrverbote endlich beenden. Das hilft keinem.



13.02.2019 15:00 Uhr
Uwe Klasen

„Der BUND fordert“ .... dabei ist noch nicht einmal in Ansätzen dazu demokratisch Legitimiert, geschweige denn durch den Souverän (Wähler) dazu berufen!



13.02.2019 01:02 Uhr
juergen mueller

BUND fordert - Langner VERSPRICHT (was Zeit braucht) - aber NIX passiert.
POLITIK auf - wie immer auf Ab (Irr-Wegen).
Auch wenn für Visionen Geld benötigt wird - nicht immer alles Versprechen für sein eigenes Fortkommen, sondern auch einmal daran denken, dass Versprechen, was das immer in der Politik an Wahrheitsgehalt daran von Wert ist, zumindest versuchen, dies einzuhalten ... LANGNER. Sie haben Zeit genug gehabt, Positives auf den Tisch zu legen.



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Kommentare
Uwe Klasen:
Zeitungsverleger Dirk Ippen: „Der deutsche Traum, unser Land zuverlässig mit ‚grüner’ Energie aus Sonnenschein und Wind zu versorgen, ist nur eine Utopie“ --- Wie recht er hat!
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
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