Kinderkreuzweg in Oberbachem
Passionsspiel zeigte den Leidensweg Jesu
16 Kommunionkinder und ihre Freunde schlüpften in ungewohnte Rollen
Oberbachem. Um das Leiden am Karfreitag zu verdeutlichen, gibt es in fast jeder Pfarrkirche die 14 Stationen des Kreuzwegs. Meist handelt es sich um Bilder, die mit Jesus Verurteilung zum Tod beginnen und mit der Grablegung enden und die am Karfreitag oftmals einbezogen werden in eine Andacht zum Leben und Sterben Jesu. In Oberbachem wurden die Kreuzwegstationen für das schon traditionelle Passionsspiel der Kinder auf zehn gekürzt und als Rundgang durch das Dorf angelegt. Das Passionsspiel sollte nicht nur den Leidensweg Jesu beschreiben, sondern zugleich ein wenig erklären, wie es dazu kommen konnte, dass Jesus am Kreuz stirbt – zugleich aber auch schon darauf hinweisen, dass er an Ostern wieder aufersteht. So schlüpften 16 Kommunionkinder und ihre Freunde in ungewohnte Rollen als Jesus Christus, seine Jünger, die Jungfrau Maria, Pontius Pilatus, als Judas oder als römische Soldaten. Bunte Umhänge, leichte Soldatenhelme, ein großes Holzkreuz und eine „Dornenkrone“ waren die überwiegend selbst hergestellten Requisiten.
Schlechtes Wetter machte einen Strich durch die Rechnung
Der Passionsweg begann in der vollbesetzten Pfarrkirche Heilige Drei Könige mit den ersten beiden Szenen: dem letzten Abendmahl und dem Verrat durch Judas. Pfarrer Hermann Josef Zeyen und eine Gruppe Erwachsener aus dem Ortsausschuss um Renate Pütz trugen dabei die Texte vor, die von den Kindern ansehnlich in Szene gesetzt wurden. Leider war das Wetter nicht sehr freundlich, so das der Kreuzweg lediglich von der Kirche auf den Dorfplatz mit den beiden Szenen „Jesus vor Pilatus“ und „Jesus macht sich auf den Weg“ dargestellt wurde. Von dort aus ging es in den Dorfsaal. Dort wurden im Trockenen die eigentlich im Dorf vorgesehenen beiden weiteren Kreuzwegstationen in drangvoller Enge aufgeführt: „Jesus begegnet seiner Mutter“ und „Simon hilft Jesus das Kreuz zu tragen“. Nach der Szene „Jesus wird seiner Kleider beraubt“ ging es gemeinsam mit der ganzen Gemeinde zurück in die nahe gelegene Kirche, wo zum Abschluss die Kreuzigung und Grablegung Jesu dargestellt wurden. Alle zusammen stimmten dabei an jeder Station ein Lied an und sprachen gemeinsam ein Gebet.
Kurze und leicht verständliche Sätze
Die Texte waren bewusst einfach gehalten und beschrieben in kurzen und leicht verständlichen Sätzen, was auf dem Leidensweg geschah und wie sich Jesus wohl dabei gefühlt haben muss. Natürlich stand dabei nicht nur das Leiden und Sterben Christi im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Erlebnis der Kinder. Und angesichts des nahen Osterfestes beteten zum Schluss alle voller Gottvertrauen: „Jesus, sowie aus dem Körner Früchte wachsen, wirst Du von den Toten auferstehen und Zuversicht bringen“.
In der Pfarrkirche Heilige Drei Könige in Oberbachem begann der Kinderkreuzweg.
