Allgemeine Berichte | 19.02.2018

Die Kolpingfamilie Mendig feierte ein buntes Familienfest

Pastor Birkenheuer unterhielt die Kolpingfamilie mit einer launigen Rede

Sind sie die Karnevalisten von morgen?Die Kolpingfamilie Mendig hat keine Nachwuchssorgen.

Mendig. Sie sind die Lieblinge des Mendiger Karnevals: Prinz Nico I., Jungfrau Marvin und Bauer Luki. Wo sie auch auftreten, fliegen ihnen die Herzen der Jecken zu. Am Sonntag vor dem Veilchendienstagszug absolvierten die Sonnyboys noch einen ganz besonderen Auftritt beim Bunten Abend der Kolpingsfamilie. Es war ein Heimspiel und eine Heimkehr, denn die Jungstars des Mendiger Karnevals kehrten zurück zu ihren Wurzeln im Pfarrheim St. Cyriakus. Hier haben Nico Junglas und Marvin Rawert einen Großteil ihrer Jugend verbracht, hier haben sie ihr karnevalistisches Handwerk gelernt. Und hier sind sie auch heute noch aktiv. Deshalb war es Ehrensache, dass das Dreigestirn auch den „Bunten Abend“ auf der kleinen Bühne im Pfarrheim bereicherte. Mit dabei: Die Freunde und Mitglieder des Hofstaats um Hofmarschall Christian, Abordnungen der Stadtsoldaten und der Prinzengarde. Allerdings wurde die Freude an diesem Abend dadurch gemindert, dass Bauer Luki aufgrund eines heftigen Infekts den langerwarteten Auftritt absagen musste. Aber auch zu zweit legte das fesche Dreigestirn einen gelungenen Auftritt hin. Und konnte sich in seiner Loge davon überzeugen, dass die Nachwuchsarbeit der Kirchengemeinde Früchte trägt.

Der Nachwuchs begeisterte

Denn die Youngsters der Kolpingsfamilie begeisterten an diesem Abend mit einem unbeschwerten Bühnenauftritt. Die Leitung hatte Andy Geisen. Ulrike Held, die Vorsitzende der Kolpingfamilie, muss sich nach diesem Intermezzo keine Sorgen um die Zukunft des Karnevals machen.

Zunächst aber trat ein alter Hase ans Mikrofon, Pastor Ralph Birkenheuer. Er dankte dem Dreigestirn samt Gefolge für die tolle Werbung, die sie für die Stadt Mendig machen. Zu gerne, so seine launigen Ausführungen, würde auch er auf eine Weltreise starten, zu der das Kolping-Motto des Abends ja aufforderte, allerdings fehle es ihm dazu am nötigen Geld. Apropos Geld. Immerhin hatte die Gemeinde nach seinem Exkurs gelernt, dass Kollekte einer der wenigen Begriffe ist, der aus der lateinischen Kirchensprache übriggeblieben ist. Und das, so Birkenheuer, sei auch gut so, denn wie würde es sich anhören, wenn er die Gläubigen darum bitte, ihm ihre Mäuse zu geben? Die Kollekte fiel allerdings mau aus, und Birkenheuer musste seine Reiseträume endgültig begraben. Aber was sollte es – der Veilchendienstagszug stand ja unmittelbar bevor. Und die Aussicht war einfach verlockender als jede Weltreise!

Das Duo Flip & Flap führten echte Männergespräche

Um derlei schwierige Themen machten sich die Nachfolger am Mikrofon weniger Gedanken. Das Duo Flip & Flap (Juliane Müller und Irmgard Müller) führte Männergespräche, die hinsichtlich ihrer Tiefgründigkeit tief blicken ließen. Die Flotten Hüpfer als schwarzen Witwen traten mit dem rabenschwarzen Mörderlied auf und rissen das Publikum mit. Das hatte auch kein bisschen Mitleid mit den Männern, deren grausiges Schicksal die Gruppe um Ulrike Held, Susanne Geisen, Ute Zinke und Margit Lenartz besang. Die musikalische Begleitung hatte Wolfgang Zinke. Weiter im Programm ging es mit Gästen der Tanzgruppe Rieden und en ahl Täsch (Andrea Nett) aus Alzheim . Sie hatte allerhand aus ihrem nun schon 111 Jahre dauernden Leben zu berichten und beichtete gleich eine Sünde, die aber schon mehr als 70 Jahre zurückliegt: Am Kriegsende hatte sie einem amerikanischen Fallschirmspringer Unterschlupf gewährt – gegen frivole Gegenleistungen. Noch heute schmort der Soldat in ihrem Keller. Nicht ahnend, dass der Krieg längst vorbei ist.

Als Biene Maja flatterten vier Nachwuchs-Tänzerinnen der Kolpingfamilie unter der Leitung von Rita Spitzlei auf die Bühne und machten dann Platz für die Sunshine Singers. Begleitet von Wolfgang Zinke und dessen Enkel Paul (an der Gitarre) lieferte Multitalent Ulrike Held eine zweite gesangliche Kostprobe ab.

Viktoria Diensberg hatte vieles zu berichten

Nach einer kurzen Verschnaufpause kam die Tanztruppe Obermendig unter ihrer Leitung Eva Schlich-Geisen auf die Bühne. Was in Mendigs Gesellschaft in den letzten 12 Monaten passiert ist, konnte das Publikum der Kolping-Presse entnehmen. Viktoria Diensberg schlüpfte wieder in die Rolle, mit der sie 10 Jahre lang die Gemeinde begeisterte. Eine Frage, die die Klatsch-Kolumnisten zum Abschied noch klären wollte, blieb leider unbeantwortet: Hey Marvin, wie komme ich an die tollen roten Treter ran? Zum Dank für ihre langjährige Bühnenpräsenz überreichte ihr Prinz Nico I den Prinzenorden. Das Kolping Tussnellchen (Irmgard Müller), auch schon lange aktiv, berichteten Herzerfrischendes von einem Urlaub auf dem Bauernhof, bevor die Kelbach Marines (Dr. Karin Schrödl, Petra Haase) über die Bühne wirbelten. Noch einmal betrat Ulrike Held an diesem Abend die Bühne. Diesmal als Mitglied des Putzgeschwaders Flotte Feger (Flotte Hüpfer) . Ein Pendant zu den Männergesprächen von Flip & Flap, denn die vier fleißigen Feger hatten sich in der wohlverdienten Arbeitspause zum Gläschen Sekt einiges zu erzählen. Elisabeth Kleber hatte es danach nicht leicht. Dabei hatte sie als Flüchtling auf der Suche nach dem richtigen Weg der Integration einiges zu erzählen. Bevor ein unterhaltsamer Familien-Karneval zu Ende ging, starteten die Kolping-Sänger (Wolfgang Kütscher, Reinold Euskirchen, Fred Geilen, Arnd Spitzlei, Christof Kranz, Betreuung Horst Fischer)) noch zu ihrem Jahresausflug, der wieder mit allerhand Turbulenzen verbunden war. Zum Schluss waren es noch Andi Geisen und Freunde, die die Karnevalsstimmung anheizten. Beim großen Finale versammelten sich noch einmal alle auf der kleinen Bühne. Und auch danach wurde im Pfarrheim St. Cyriakus noch kräftig gefeiert! Moderatorin Laura Plitzko hatte ihre Aufgabe hervorragend gemeistert.

Pastor Birkenheuer unterhielt die Kolpingfamilie mit einer launigen Rede

Gnadenlos schwarzer Humor: Die schwarzen Witwen alias Flotte Hüpfer trugen vor, wie sie ihre Gatten ins Grab gebracht haben.

Gnadenlos schwarzer Humor: Die schwarzen Witwen alias Flotte Hüpfer trugen vor, wie sie ihre Gatten ins Grab gebracht haben.

Sind sie die Karnevalisten von morgen? Die Kolpingfamilie Mendig hat keine Nachwuchssorgen.

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