Allgemeine Berichte | 21.12.2019, 10:48 Uhr

Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler

Patienten können jetzt noch präziser behandelt werden

Der Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf unterstützte die Anschaffung eines 50.000 Euro teuren hochmodernen Ultraschallgerätes für den Operationssaal

Durch eine großzügige Spende konnte das Krankenhaus Maria Hilf für den Operationssaal ein hochmodernes, besonders leistungsfähiges Ultraschallgerät anschaffen.Foto: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein hochmodernes, besonders leistungsfähiges Ultraschallgerät hat das Krankenhaus Maria Hilf für den Operationssaal angeschafft. An der Finanzierung beteiligte sich der Förderverein und übernahm mit 25.000 Euro die Hälfte der Kosten. Dafür hatte der Förderverein zwei große Spenden erhalten von Stiftung Iris und Hans-Joachim Brogsitter und von einem Patienten der Chirurgie, der namentlich nicht genannt werden möchte. Über das Ultraschallgerät, das auch während einer Operation eingesetzt werden kann, freuen sich Prof. Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Dr. Harald Lörler, der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin.

Prof. Prenzel nutzt das Ultraschallgerät vor allem bei Tumoroperationen an der Leber. Dafür ist das Gerät mit einem speziellen abgeflachten Ultraschallkopf ausgestattet, der direkt auf die Leber aufgesetzt werden kann. So ist es dem Chirurgen während der OP möglich, zum Beispiel die Lage eines Tumors noch präziser zu bestimmen als das in den Voruntersuchungen mit dem CT oder MRT möglich ist. „Wir erkennen damit auch sehr genau die Strukturen der Leber, wie Pfortader, Gallengänge, Arterien und Venen“, sagt Prof. Prenzel. Auch weitere Metastasen, die mit bildgebenden Verfahren nicht entdeckt werden können, weil sie zu klein sind, kann er mit Hilfe des Ultraschalls während der OP sehen und entfernen. Zudem lasse sich mit dem Gerät der Sicherheitsabstand vom Tumor- zum gesunden Gewebe wesentlich genauer bestimmen. Das gleiche gelte übrigens für Operationen an der Bauchspeicheldrüse, sagt Prof. Prenzel. Auch hier nutzt er das neue Ultraschallgerät, um während der OP die Tumorgrenzen präzise zu erkennen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Hilfe des neuen Ultraschallgerätes noch genauer arbeiten können, wenn wir zum Beispiel periphere Nervenblockaden durchführen“, so Dr. Harald Lörler. Das sind Regionalanästhesien, die es erlauben, Schulter- und Knieoperationen in einer nur sehr leichten Vollnarkose durchzuführen. Dafür wird das Anästhetikum, das die betroffene Schulter oder das Bein betäuben soll, unter Ultraschallkontrolle an den entsprechenden Nerv oder das Nervengeflecht gespritzt. Je näher das Betäubungsmittel an den Nerv gelangt, umso wirksamer ist die Anästhesie. „Das Ultraschallgerät verfügt über hochauflösende Sonden, mit denen wir Nerven sehr gut erkennen“, sagt Dr. Lörler. „So können wir diese Nervenblockaden sicher und schonend durchführen.“ Deshalb nutzt er das Gerät auch zur Anlage eines peripheren Nervenkatheters zur Schmerztherapie zum Beispiel nach großen Eingriffen an den Extremitäten wie dem Kniegelenkersatz, damit das Schmerzmittel genau an die richtige Stelle gelangt und dem Patienten die Schmerzen nimmt.

Das Gerät erleichtert zudem das Punktieren größerer Venen oder kleiner Artierien, wenn Dr. Lörler beispielsweise einen zentralen Venenkatheter für die Medikamentengabe oder eine arterielle Kanüle zur Blutdrucküberwachung legen muss. Auch Dialysekatheter, wenn die Nieren des Patienten zu versagen drohen und eine Dialyse erforderlich ist, können mit dem Ultraschallgerät sicherer angelegt werden. Darüber hinaus nutzen die Anästhesisten und Chirurgen das neue Ultraschallgerät für zahlreiche weitere Eingriffe und Untersuchungen. Sie freuen sich, dass sie ihre Patienten jetzt noch schonender und präziser behandeln können.

Pressemitteilung

Marienhaus Klinikum

im Kreis Ahrweiler

Durch eine großzügige Spende konnte das Krankenhaus Maria Hilf für den Operationssaal ein hochmodernes, besonders leistungsfähiges Ultraschallgerät anschaffen.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Holz Loth-Entsorgung
Image
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Anzeige Tag der offenen Tür 29. - 30.08.26
Zukunft trifft Tradition KW 34
Wir helfen im Trauerfall
Betriebsferien September 2026
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
41

Die zweite Septemberwoche bringt Bewegung in festgefahrene Situationen und sorgt bei vielen Sternzeichen für Momente, in denen Entscheidungen nicht länger aufgeschoben werden können. Zwischen beruflichem Ehrgeiz, privaten Bedürfnissen und dem Wunsch nach mehr Ausgeglichenheit entsteht eine interessante Mischung: Manche Vorhaben nehmen endlich Fahrt auf, während andere zunächst einen Umweg verlangen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
von links nach rechts: Sven Gottschalck, Ulrich Stieber, Nick Falkner, Richard Lindner, Julius Knieps, Werner Kasel und Mario Falkner
353

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie kann ehrenamtliches Engagement in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig noch besser unterstützt und vernetzt werden? Dieser Frage widmeten sich am Mittwochabend Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine und Initiativen sowie ehrenamtlich Engagierte bei einer Informationsveranstaltung im Veedelstreff DomCafé. Auf Einladung der Stiftung Ahrtal informierten sie sich über die Pläne für das neue Ehrenamtszentrum im ehemaligen „Haus der Jugend“.

Von Richard Lindner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Der WKB sorgt in Mayen weiter für erheblichen Verwaltungsaufwand. Sieben von neun Abrechnungseinheiten stehen noch aus. Die FWM fordert deshalb vor weiteren Schritten eine vollständige Kostenbilanz.
704

Mayen. Zwei von neun Abrechnungseinheiten sind beim wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag (WKB) bislang bearbeitet – doch bereits jetzt sorgt das Verfahren für erheblichen Verwaltungsaufwand. Nach Angaben der Freien Wähler Mayen (FWM) sind inzwischen mehr als 500.000 Euro an internen und externen Kosten angefallen. Gleichzeitig gibt es Forderungen nach zusätzlichem Personal, um den entstandenen Bearbeitungsstau abzubauen.

Von Michael Helsper aus Mayen

Weiterlesen