Thiels Hütte erneut im Visier von Vandalen
Penetranter Gestank im Hillscheider Wald
Hillscheid. Wie bereits vor einem Jahr haben Unbekannte im Hillscheider Wald und in der Wanderrast „Thiels Hütte“ übelriechende Buttersäure vergossen.
Das fleißige Weihnachtsteam rund um Eckhard Kilian, welches seit fast 20 Jahren die Wanderrast in weihnachtliche Atmosphäre versetzen und selbst gebackene Plätzchen und Getränke für die Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer in der Hütte bereitstellt, ist durch den Vandalismus in diesem Jahr somit arbeitslos. Aber nicht nur das. Sie sind traurig und auch wütend, dass die Vandalen die schöne Tradition, die sie ins Leben gerufen haben und seitdem hüten und pflegen, zerstören. Das Gästebuch, welches von Beginn an dieses Brauches in der Hütte ausliegt, beweist die Dankbarkeit und Freude der Einkehrenden für diese schöne Idee.
Gründe noch unklar
Schon im letzten Jahr kam die Vermutung auf, dass es sich bei den Tätern um Jagdgegner handele, die im Wald sowie in der Hütte Buttersäure verbreiteten. Die Chemikalie Hukinol, welche durch den konzentrierten Menschenschweißgeruch Tiere vertreibt, verströmt diesen penetranten und lang anhaltenden Geruch. Hier stellt sich jedoch die Frage, welchen Sinn es hat, das Mittel auch in der Hütte auszugießen und was der oder die Täter dort damit bezwecken wollen. Es kann wohl kaum darum gehen, die lieb gewonnene Tradition, die viele Menschen auch von weiter her alljährlich zur „Thiels Hütte“ führt, zu zerstören. Und warum wird es überhaupt verwendet? Nicht genug, dass die Tiere mit den veränderten Bedingungen durch den Wegfall von Lebensraum aufgrund der vielen gefällten Bäume zurechtkommen müssen. Nun werden sie auch noch durch das Vergrämungsmittel zurückgedrängt.
Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt
In einem an der Hütte angebrachten Aushang bitten die Hillscheider Engel Wanderer und Radfahrer, die sachdienliche Hinweise zum Tathergang machen können um Mithilfe sowie Hinweise an die Gemeindeverwaltung (Telefon: 02624 - 7499) oder die Forstverwaltung (02624 - 8835). Der intensive Geruch der Chemikalie lässt sich kaum neutralisieren und setzt sich hartnäckig beispielsweise in der Kleidung der Personen, die das Mittel ausgebracht haben oder in deren Fahrzeugen fest. Noch lange nach dem Kontakt sollte also feststellbar sein, ob der- oder diejenigen Kontakt mit dem Mittel hatten.
Hoffnung und Weihnachtswünsche
Doch trotz der wirklich ärgerlichen Vorkommnisse lassen sich die Engelein nicht unterkriegen und freuen sich schon jetzt auf die vorweihnachtliche Wandersaison 2021 rund um ihre „Thiels Hütte“, in der Hoffnung, dass die Missetäter bis dahin dingfest gemacht wurden und im nächsten Jahr die Wanderer wieder den Weg zu den leckeren Plätzchen und Getränken mitten im Wald finden. In ihrer Nachricht an diejenigen, die sich auch von dem Gestank von einer kleinen Wanderung dorthin nicht abhalten lassen, heißt es zum Schluss: „Die Hillscheider Weihnachtsengel bedauern dies sehr und wir können deshalb leider in diesem Jahr die Hütte nicht in eine weihnachtliche Stimmung versetzen. Wir wünschen aber allen Besuchern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund!“

Schade, das es so viele kaputte Menschen gibt, die keinerlei Anstand und Moral mehr haben.
Jeden Tag-immer wieder aufs Neue.
Große Sauerei! Das wird sicher schwer sein, die Verantwortlichen zu finden. Wirklich schade - ein sehr schöner Brauch - viele wanderten um die Weihnachtszeit dort hin und man traf immer wieder neue Gesichter. Aus manchen Treffen ergaben sich schon Freundschaften. Wir müssen alles erwarten - auch das GUTE!