Allgemeine Berichte | 22.09.2021

Verein Zehnthaus e.V. Swisttal-Odendorf/Essig

Perfektes Zusammenspiel

Das Schnitzler-Quartett begeisterte einmal mehr das Odendorfer Publikum mit virtuosen Werken von Haydn, Dvorák und Ysaÿe.Foto: privat

Swisttal-Odendorf.Ein Benefiz-Konzert zugunsten der Flutopfer auf Einladung des Zehnthausvereins Odendorf/Essig fand am letzten Samstag im Dietrich Bonhoeffer-Haus in Odendorf statt. Der Zehnthausverein hatte kurzerhand sein ursprünglich geplantes Jubiläumskonzert angesichts der anhaltend schwierigen Lage so vieler Odendorfer Bürger nach der Flutkatastrophe vom 14. Juli umgewidmet. Die großzügige Unterstützung des Sponsors Herbert George machte dies möglich.Und so begeisterte das Schnitzler-Quartett einmal mehr das Odendorfer Publikum mit virtuosen Werken von Haydn, Dvorák und Ysaÿe.Die raffinierte Komposition des sogenannten „Lerchenquartett“ von Joseph Haydn, mit seinem schönen hohen Thema des Lerchengesangs in der ersten Geige, kraftvollen Triolenfiguren, rhythmischen Sequenzen im Menuett-Satz und dem rasend schnellen Sechzehntelthema im Finale meisterten die Musiker scheinbar mühelos und in perfektem Zusammenspiel.

Beim Solovortrag der Violinsonate in d-Moll von Eugène Ysaÿe überzeugte Werner von Schnitzler sowohl mit seinem brillanten Können als auch mit seiner Einfühlsamkeit. Diesem spätromantischen Werk mit seinen Stimmungsbildern und Gefühlsausbrüchen wurde Werner von Schnitzler mit kraftvollem Strich einerseits und seinem transparenten Klang durchaus gerecht. Auch Ysaÿes Bach-Verehrung blieb dem Zuhörer nicht verborgen.

Nach der Pause stand Antonín Dvoráks „Amerikanisches Quartett“ auf dem Programm. Auch hier zeigten die Musiker, dass sie perfekt aufeinander eingespielt sind. Nicht zuletzt durch ihre Spielfreude geriet dieses Streichquartett in F-Dur, in dem Dvorák die in den Staaten gewonnenen Landschaftseindrücke und Klangerlebnisse in melancholische Kantilenen und mitreißende Rhythmik verwandelt, zum Höhepunkt des Abends. Mit einer Zugabe eines Adagio-Satzes von Tschaikowsky entließ das Schnitzler-Quartett (Werner von Schnitzler - Violine, Eduard Bayer - Violine, Sebastian Bürger - Viola, Aiki Mori-von Schnitzler - Violoncello) das Publikum in den späteren Abend. Die zahlreich erschienenen Besucher haben den Musikvortrag nach der pandemiebedingten langen Abstinenz besonders genossen und zeigten sich durch engagierten Applaus und ihre großzügigen Spenden erkenntlich. Die Spenden - 1.514 Euro - werden dem Odendorfer Ortsausschuss übergeben, der die Mittel Flutopfern zur Wiederbeschaffung ihres Hausrats zur Verfügung stellen wird.

Das Schnitzler-Quartett begeisterte einmal mehr das Odendorfer Publikum mit virtuosen Werken von Haydn, Dvorák und Ysaÿe.Foto: privat

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