Allgemeine Berichte | 24.01.2017

Neujahrsempfang des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz

Persönlichkeit junger Menschen stärken

Neues Bildungs- und Erziehungskonzept vorgestellt

Weihbischof Jörg Michael Peters stellte das neue Bildungs- und Erziehungskonzept vor. privat

Koblenz. Das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium in Koblenz, das zurzeit von rund 860 Mädchen und Jungen besucht wird, hat ein neues Bildungs- und Erziehungskonzept erarbeitet. Im Rahmen eines Neujahrsempfangs mit Weihbischof Jörg Michael Peters wurde das Konzept, an dessen Entstehung Lehrer, Eltern und Schüler über mehrere Jahre mitgewirkt haben, vorgestellt.

Fundament des neuen Konzepts ist das Rahmenleitbild für Schulen des Bistums Trier. Davon ausgehend wird betont, dass es das Ziel von Bildung und Erziehung am Bischöflichen Cusanus-Gymnasium ist, junge Menschen in ihrer Persönlichkeit zu stärken, Gemeinschaft zu leben, Nächstenliebe einzuüben, Verantwortung zu lernen und den Lebensweg mit Gott zu gehen.

Weihbischof Jörg Michael Peters unterstrich, dass eine starke Persönlichkeit letztendlich die Voraussetzung sei, um in die Welt hinaus zu gehen. „Um es mit Nicolaus Cusanus zu sagen: Ich muss bei mir sein, um offen, sensibel und religiös zu sein.“ Schulleiter Carl Josef Reitz verglich das neue Bildungs- und Erziehungskonzept mit einem Drehbuch. „Und in diesem Drehbuch ist keineswegs alles ausgearbeitet, aber es gibt Regieanweisungen für die 860 ‚Filme‘, die hier jedes Jahr gespielt werden, damit sie gelingen“, hob Reitz hervor.

Schüler sollen zur Eigenständigkeit angeleitet werden

Ganz konkret sollen unter anderem die Schüler im Unterricht zur Eigentätigkeit angeleitet und eine umfassende sowie fundierte Allgemeinbildung vermittelt werden. Grundwerte und Maßstäbe des Unterrichts sind zudem der unbedingte Einsatz für die Würde des Menschen, für Frieden und Gerechtigkeit sowie den Erhalt der Schöpfung. Auf dem Weg zur Reifung einer starken Persönlichkeit möchte das Gymnasium zudem Orientierung geben. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zur Prävention und zu einem vernünftigen, gefahrenbewussten Umgang mit den elektronischen Medien, der altersgerecht durchgeführt wird.

Der Rhythmus des Kirchenjahres mit seinen verschiedenen liturgischen Angeboten spiegelt sich zudem im Schulalltag wider. Im ökumenischen Geist beginnt der Schultag jeden Morgen mit einem Gebet, und zusätzlich werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert.

Theologieprofessorin Angela Kaupp von der Universität Koblenz-Landau, würdigte das neue Bildungs- und Erziehungskonzept als einen wichtigen Rahmen, um Kindern ethische und religiöse Fragen nahe zu bringen. „Denn werden diese Fragen nicht behandelt, dann fehlt ein ganz elementarer Bestandteil von Bildung.“ Auch Joachim Jung-Sion, Direktor des Instituts für Lehrerfortbildung in Mainz und Oberstudiendirektor Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier, lobten das neue Bildungs- und Erziehungskonzept des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums. Um es zu verwirklichen, brauche es natürlich Ausdauer. Müller erinnerte mit einem Zitat von Papst Franziskus aber daran, dass die Nachfolge Christi keine Einladung für ein bequemes Sofa sei, sondern für ein Paar Schuhe, um damit in die Welt hinauszugehen. Das Hinausgehen ins Leben gelingt jungen Menschen umso besser, wie Weihbischof Peters unterstrich, wenn sie eine feste Basis haben. Dieses christliche Fundament soll im neuen Bildungs- und Erziehungskonzept klar zur Sprache kommen.

Weihbischof Jörg Michael Peters stellte das neue Bildungs- und Erziehungskonzept vor. Foto: privat

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